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Das oberste Ziel des Programms „Ebsdorf 2020“ ist die Stärkung von Handwerk, Handel und Dienstleistungsgewerbe in dem Ortsteil der Gemeinde Ebsdorfergrund. „Ebsdorf und Dreihausen sind die stärksten Ortsteile was die Anzahl der Gewerbetreibenden betrifft“, erklärt Bürgermeister Andreas Schulz den Hintergrund. „In Ebsdorf ist die Vielfalt des Gewerbes aber am größten und das Dorf ist verkehrstechnisch am besten angebunden.“ Sowohl Richtung Lumdatal, Marburg als auch Richtung Gießen und Kirchhain führen Ebsdorfs Straßen schnell und direkt. „Das alles schreit danach, in seiner wirtschaftlichen Bedeutung gestärkt zu werden“, betont der Bürgermeister seine Idee von „Ebsdorf 2020“.
Zunächst werden die beiden Ortseingänge aus Richtung Hachborn und Heskem entwickelt. Derzeit sind dort noch Grünflächen und Felder, bald sollen jedoch Einrichtungen mit überörtlicher Bedeutung entstehen: Am Ortseingang aus Richtung Heskem planen Heike und Andreas Schäfer und Heike Bojan derzeit ein Sport- und Gesundheitszentrum. Die Gemeinde hat das Projekt nach Kräften bauleitplanerisch unterstützt. Jetzt sind die Investoren am Zug. Auf dem Grundstück an der Landesstraße Richtung Heskem wollen Gemeinde und DRK Schwesternschaft betreutes Wohnen und eine Tagespflegeeinrichtung verwirklichen.
„Das ist aber längst nicht alles“, so Bürgermeister Andreas Schulz. Denn Ebsdorf biete auf der einen Seite auch ein altes, schmuckes Fachwerkdorf – über die Dorferneuerung gefördert und prämiert als eines der schönsten Dörfer Deutschlands. Auf der anderen Seite stehe das neue Dorf mit jüngeren Häusern, vielen Geschäften. „Die Schnittstelle zwischen den beiden Seiten Ebsdorfs ist das Bürgerhaus mit seinem Umfeld“, erklärt der Rathauschef. Und dieses Zentrum sei ziemlich in die Jahre gekommen. „Im Zuge von „Ebsdorf 2020“ wollen wir das ändern!“ Das gesamte Außengelände bekomme daher ein neues Gesicht mit einem komplett neuen Spielplatz, einer Einkehrmöglichkeit für Radfahrer und Wanderer, einer Fläche für Markttage, einem Skulpturenpfad und Zwester-Ohm-Terrassen, die zum Ausruhen einladen. Das Bürgerhaus erhält obendrein eine Behindertentoilette, die Toiletten im Untergeschoss werden saniert, das Bürgerhaus energetisch ertüchtigt. Neue Parkplätze entstehen auf einem bereits erworbenen Grundstück in der Nachbarschaft, eine Mobilitätszentrale und ein Infoterminal sollen eingerichtet werden das das gesamte Areal soll illuminiert werden. Der alte Baumbestand bleibt erhalten.
Unter dem Titel „Musikergartenprojekt“ findet die Idee von Bürgermeister Andreas Schulz und der Dorfgemeinschaft deutschlandweit mit einer Förderung Anerkennung. Nur so ist sie zu verwirklichen.
Auch an anderer Stelle soll die Infrastruktur verbessert werden: „Wir werden weiter darauf dringen, dass das Land Hessen die Ortsdurchfahrt von Ebsdorf endlich saniert“, betont der Bürgermeister. Die Gemeinde wolle dann zugleich den Gehweg sanieren und bis zum neuen DRK-Projekt am Festplatz vorbei ausbauen, um eine Anbindung an den Ortskern zu schaffen. „Derzeit ist außerdem ein Baugebiet in der Entwicklung und es wird nicht das Letzte gewesen sein“, verspricht Andreas Schulz. Außerdem ist eine Lösung für die Raumnot bei der Feuerwehr in Aussicht.
Für die Stärkung der Ortsmitte ist Schulz nun eines besonders wichtig: Dass die Sparkasse aus ihren Geschäftsräumen zwischen Bäckerei und Apotheke keine Wohnungen macht. „Für die Bevölkerung wäre es das Beste, wenn Sparkasse und Raiffeisen-bank zusammenarbeiten und die Raiffeisenbank in die bald leerstehenden Räume in der Ortsmitte einziehen könnte“, so Bürgermeister Andreas Schulz. Dadurch würde die Ortsmitte wirtschaftlich gestärkt bleiben.