Wittelsberg
Wittelsberg liegt ca. 8 km südöstlich von Marburg. Die Siedlung bildet den südwestlichen Abschluss des Ohmbeckens und liegt in unmittelbarer Nähe der Wasserscheide zur Zwester Ohm, die nach Südwesten abfließt. Es handelt sich um ein geschlossenes Dorf mit regellosem Grundriss südlich unterhalb der Wasserscheide in der breiten Quellmulde eines Bachlaufs. Besonders markant ragen Pfarrkirche und Turmwarte westlich des Ortes auf dem Kirchberg empor, einem kleinen Hügel aus Tuffgestein. Im Süden des Ortes befindet sich eine moderne Wohnsiedlung. In der Ortsmitte treffen Straßen von Schröck (Marburg), Moischt, Heskem und Rauischholzhausen aufeinander.
In geschichtlicher Zeit wird Wittelsberg zum ersten Male im Jahre 1251 unter dem Namen Widelberg erwähnt. Nach der Beendigung der Kämpfe gegen Mainz, ließ Landgraf Ludwig I. im Jahre 1431 den Wartturm auf dem Kirchberg bauen.
Im Volksmunde wird er “die Schanze” genannt. Er sollte ein äußerstes Grenzwerk der hessischen Macht gegen das benachbarte Kurmainz sein und war als Vorposten der Burg Frauenberg gegen das Mainzische Amöneburg sowie zur Überwachung der Handelsstraßen durch die Langen Hessen im Ebsdorfergrund gedacht.
Bis ins 18. Jahrhundert hatte Wittelsberg einen Zolleinnehmer, an den noch heute der Hausname “Zöllersch” erinnert. Die Schanze dürfete eines der ältesten erhaltenen Bauwerke des Ebsdorfergrundes sein.
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