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„Wenn es um eine Radwegeverbindung von insgesamt 2,5 Kilometern im Ebsdorfergrund geht und trotzdem sind der Bürgermeister von Marburg und die Landtagsabgeordnete Angelika Löber (SPD) anwesend, dann muss es um mehr als den ‚Grund‘ gehen.“ Mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister Andreas Schulz am Freitag, den 19. Januar 2018, alle Interessierten zum ersten Spatenstich des Radwege-Neubaus Beltershausen-Frauenberg in Richtung Hof Capelle/Marburg.

Dort werden, sobald es die Witterung zulässt, zwei Teilstücke – eines vom Beltershäuser Friedhof in Richtung Hof Capelle und ein weiteres von Beltershausen in Richtung Heskem – ausgebaut. Für das Projekt sind rund 330.000 Euro veranschlagt, 190.000 Euro davon bezahlt das Land. Dies hat die Gemeinde Ebsdorfergrund im Zuge einer Verwaltungsvereinbarung mit dem Land Hessen ausgehandelt. Sonst könnte nicht jetzt schon begonnen werden.

Blick auf das auszubauende Teilstück des Radwegs von Beltershausen-Frauenberg in Richtung Hof Capelle.
Landtagsabgeordnete Angelika Löber und Radverkehrsplaner Thomas Meyer

Mit dem Ausbau der beiden Teilstücke verbindet Rathauschef Andreas Schulz die Vision, einen durchgehenden Radweg von Marburg über Dreihausen, Roßberg bis nach Wermertshausen und somit in Richtung Vogelsberg zu schaffen. „Nach der Vollendung des Lange-Hessen-Radwegs von Fronhausen bis nach Amöneburg entlang der L 3048 steht nun die Radwegeverbindung entlang der L 3125 an“, so Andreas Schulz. Ganz konkret bedeutet dies für den Ausbau ab Beltershausen, dass neben der üblichen vom Land finanzierten 2,5-Meter-Ausbaubreite im ersten Teilstück auf 3 Meter, im zweiten Teilstück sogar auf 5,5 Meter ausgebaut wird, schadhafte Stellen ausgebessert und eine Deckschicht aufgetragen werden, um nicht nur den Bedürfnissen von Radfahrern, sondern auch von Landwirten gerecht zu werden. „Circa 6 Wochen Bauzeit sind für das Vorhaben vorgesehen, spätestens zur Beginn der Radfahrsaison ist alles fertig“, erklärt Dr. Walter Grohmann vom beauftragten Ingenieurbüro Grohmann aus Allendorf/Lumda, der gemeinsam mit der Tiefbaufirma Faber und Schnepp aus Gießen für die Realisierung des Ausbaus verantwortlich zeichnet.

Mit dem Wegebau will Bürgermeister Andreas Schulz der wachsenden E-Mobilität Rechnung tragen. „Immer mehr Menschen steigen auf E-Bikes und Pedelecs um und werden so – nicht nur in ihrer Freizeit – Alternativen zum Auto nutzen.“ Dies müsse im Sinne der Umwelt und des Klimaschutzes  unterstützt und vorangetrieben werden. In diesem Zusammenhang wies Marburgs Bürgermeister Dr. Wieland Stötzel gemeinsam mit Radverkehrs-planer Thomas Meyer vom Landkreis  auf den Radverkehrswegeplan für Marburg-Biedenkopf hin, der kürzlich erst wieder Thema eines Arbeitstreffens gewesen sei. Das Projekt im Ebsdorfergrund stelle dafür „einen ganz wichtigen Bestandteil“ dar, so Stötzel. Er bedankte sich für das Engagement aus dem Grund und versprach gleichzeitig, sich für das fehlende Teilstück ab Hof Capelle bis hin zum Marburger Landratsamt einzusetzen. „Vielen Dank für Ihren Beitrag, wir arbeiten an unserem“, so Stötzel.  Auch die SPD-Landtagsabgeordnete Angelika Löber  wies auf den Boom in der E-Mobilität und der damit verbundenen Notwendigkeit guter Radwege in der Region hin. Bürgermeister Schulz freute sich, auch in ihr eine Unterstützung im Einsatz für seine Vision gefunden zu haben.  Werner Böckler unterstrich die Bedeutung der Verbindung von Dreihausen über Roßberg bis nach Wermertshausen. Von dort gibt es bereits einen Radweg in die Rabenau nach Rüddingshausen.

Arbeitet mit Unterstützung – so etwa von Marburgs Bürgermeister Wieland Stötzel (achter von links) – an seiner Vision: Bürgermeister Andreas Schulz (sechster von links).