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Ab Mitte Juli ist der neue Ordnungspolizist der Gemeinde im Einsatz

Wer bisher das Parken auf einem Gehweg als Kavaliersdelikt betrachtet hat, der wird nun eines Besseren belehrt. Der neue Ordnungspolizist der Gemeinde Steffen Deubel nimmt seinen Dienst auf und kontrolliert ab Mitte Juli zunächst erstmal den ruhenden Verkehr. Die Schonfrist für uneinsichtige Verkehrssünder ist damit vorbei.

Wo bisher nur ein „0 Euro Knöllchen“ hinter dem Scheibenwischer hing, erwartet die Falschparker demnächst eine Geldstrafe. 

Sei es aus Bequemlichkeit, Platzmangel oder Unbedachtheit – immer wieder sieht man Autos, die auf Gehwegen parken. Dass dieses eine Gefahr für Fußgänger darstellt, ist vielen Autofahrern nicht bewusst.

In einigen Ortsteilen nimmt das Gehwegparken derart überhand, dass die Gemeinde jetzt auf „härtere“ Maßnahmen setzen muss.

„Besonders bei Beerdigungen und zur Einschulung ist ein solches Fehlverhalten zu beobachten. Gehwege werden so zugeparkt, dass ältere Menschen und Kinder auf der Fahrbahn laufen müssen,“ erläutert Bürgermeister Andreas Schulz und fügt hinzu: „Uns geht es nicht darum, Geld zu verdienen, sondern darum, die schwächeren Verkehrsteilnehmer zu schützen.“

Dazu zählen z.B. Kinder, Behinderte sowie ältere Leute, die vielleicht einen Rollator haben oder auch Mütter mit Kinderwagen. Außerdem müssen Kinder bis zu acht Jahren mit ihren Fahrrädern auf dem Bürgersteig fahren.

Steffen Deubel sorgt für „Recht und Ordnung“

Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung zum Ordnungspolizisten beim Verwaltungsseminar Kassel im Februar dieses Jahres , wird der gelernte Verwaltungsfachangestellte Steffen Deubel ab Mitte Juli durch die Gemeinde ziehen und erhält zum Auftakt Unterstützung von allen Ortsvorstehern, die den 32-jährigen bei seinem „Streifzug“ in den jeweiligen Ortsteilen begleiten.

Begonnen wird in Ebsdorf. Danach wird nach und nach in jedem Dorf der Gemeinde kontrolliert.

„Ich möchte ein Partner für die schwächeren Verkehrsteilnehmer sein,“ so Deubel, der auch im Einwohnermelde –und Ordnungsamt der Gemeinde tätig ist.

„Wie ein Sheriff in den Westernfilmen wird er sich um die Schwächeren kümmern und für Recht und Ordnung im Ebsdorfergrund sorgen,“ fasst es der Bürgermeister scherzend, aber auch treffend zusammen.

Knöllchen werden dabei keine verteilt. Stattdessen werden die Daten über eine App digital erfasst und später direkt ans Rechenzentrum geleitet.

 Falschparken kann teuer werden

„Wir hoffen natürlich weiterhin auf Bewusstseinsänderung der Autofahrer, aber letzten Endes müssen wir zum Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer handeln,“ sagt der Bürgermeister abschließend.

55 Euro kostet das illegale Parken laut aktuellem Bußgeldkatalog.  Mit Behinderung sogar noch mehr.

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Laut aktuellem Bußgeldkatalog fallen für falsches Parken folgende Kosten zu Buche:

Parken auf Gehwegen: 55,-  Euro; mit Behinderung 70,- Euro und 1 Punkt; mit Gefährdung 80 Euro und 1 Punkt