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Während der sommerlichen Wärmephase ist die Vegetation teilweise regelrecht explodiert – für den einen oder anderen Gartenbesitzer kommt daher nun die Zeit, einen Pflegeschnitt vorzunehmen.

Natürlich stellt sich dann die Frage der Entsorgung – genauer gesagt der fachgerechten Entsorgung.

Gartenabfälle gehören jedenfalls nicht in die Wälder oder in andere Landschaftsbereiche – diese schädigen dort nämlich nach Auskunft des Naturschutzbundes (Nabu) Hessen die Böden und verbreiten gebietsfremde Arten. Doch leider werden jedes Jahr aufs Neue zahlreiche Abfälle aus dem Garten im Wald abgeladen. „Einigen Hobbygärtnern scheint die fachgerechte Entsorgung zu aufwändig“, vermutet Bürgermeister Andreas Schulz daher.

Doch die Alternativen sind vielfältig und verbraucherfreundlich.

Zum einen kann der Grünschnitt bei kommunalen Grüngut-Annahmestellen (Müllumladestadtion Marburg-Wehdra und Biomassezentrum Kirchhain-Stausebach) kostengünstig abgegeben werden, welche die Gartenabfälle fachgerecht weiterverarbeiten.

Zum anderen weist der Naturschutzbund Hessen darauf hin, dass die Gartenabfälle eine kostenschonende Methode sind, seinem eigenen Garten die verloren gegangenen Nährstoffe wieder zuzuführen. Mit einem Komposthaufen auf dem Grundstück hat man nämlich eine ökologische und preiswerte Alternative zum Kunstdünger und verwandelt seinen eigenen Garten in eine Kreislaufwirtschaft. Holzschnitt kann gegebenenfalls mit einem Häcklser zerkleinert werden.

Man kann Rasenschnitt, Blätter und Ähnliches aber auch gut zum Mulchen verwenden. Diese Abdeckung des Bodens schützt diesen vor Austrocknung und hält ihn locker. Das ist gerade bei einem trockenen Sommer ein guter Bodenschutz und spart Gießwasser.

Auch die Entsorgung in der eigenen Biotonne ist natürlich eine weitere Möglichkeit.

Unter keinen Umständen sollten die Gartenabfälle aber offen verbrannt werden. Beim Verbrennungsprozess im Garten werden nämlich sehr viele Schadstoffe und Feinstaub freigesetzt, worauf der Naturschutzbund Hessen ausdrücklich hinweist. Gründe hierfür sind, dass das Material meistens noch sehr feucht und die Luftzufuhr nicht ausreichend ist. Es kommt auf diese Art und Weise zu einer unvollständigen Verbrennung mit sehr starker Rauchentwicklung. In vielen Kommunen ist die offene Verbrennung von Gartenabfällen daher auch explizit verboten.

Das wilde Entsorgen von Gartenabfällen steht sogar unter Strafe und kann als eine Ordnungswidrigkeit mit einer empfindlichen Geldbuße geahndet werden.