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Für Private gibt’s noch Fördermittel:

Bis Ende September können Bauherren im Zuge der Wittelsberger Dorferneuerung von Zuschüssen profitieren, darauf macht Bürgermeister Andreas Schulz aufmerksam.

Die Dorferneuerung in Wittelsberg neigt sich dem Ende zu. Gemeinde und Privatleute haben bisher schon viel Geld investiert – Wer noch von der Förderung profitieren will, sollte schnellstmöglich einen Antrag stellen.

Der Ortsteil Wittelsberg der Gemeinde Ebsdorfergrund ist seit 2010 im Dorferneuerungsprogramm. Das bedeutet, dass die Gemeinde und auch Privatleute für Investitionen großzügige Zuschüsse bekommen können. Privatleute, die beispielsweise ihr altes Fachwerkhaus sanieren, bekommen
35 Prozent Förderung. Das erklärt Burkhard Kuhl, Sachbearbeiter des Fachdienstes Dorf- und Regionalentwicklung beim Landkreis.

Wer demnächst sein Haus sanieren oder das Dach neu decken lassen will, der kann jetzt noch Anträge auf Förderung stellen. Doch das Dorferneuerungsprogramm läuft langsam aus. „Der komplette Antrag inklusive aller Genehmigungen muss bei uns bis zum 30. September 2017 vorliegen“, sagt Fachdienstleiter Ulrich Buddemeier. Genehmigt werde er dann in der Regel innerhalb von 14 Tagen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Antragsteller dann auch sofort investieren müssen: „Die Projekte müssen bis spätestens 2021 umgesetzt werden“, sagt Anke Schmidt, Bauamtsleiterin der Gemeinde Ebsdorfergrund.

Bürgermeister Andreas Schulz zieht eine positive Bilanz aus der Dorferneuerung. „Wir haben in Wittelsberg keinen Stein auf dem anderen gelassen.“ Auf kommunaler Ebene sollen insgesamt 886.000 Euro investiert werden – rund 646.000 Euro davon sind Zuschüsse aus der Dorferneuerung.

„Bisher haben wir 718.000 Euro ausgegeben“, erklärt Schulz. Nun stünden auf Seiten der Gemeinde noch zwei  Projekte an: die Schaffung von Grünanlagen im Ort und ein Imagefilm für Wittelsberg.

Laut Kuhn wurden zudem 24 private Projekte in Wittelsberg gefördert. Insgesamt wurden bislang 950.000 Euro investiert, wobei 265.000 Euro aus dem Fördertopf kamen. „Elf Projekte waren Sanierungen an Wohngebäuden“, erklärt Kuhn. Dazu zählen etwa neue Fassaden, neue Fenster und das Eindecken von Dächern, außerdem energetische Sanierungen. Gefördert wurden auch Sanierungen an Wirtschaftsgebäuden sowie Umbauten von Scheunen zu Wohnungen oder Büros.

„Wir haben auch zwei Zäune gefördert, die sich in exponierter Lage befinden und damit das Ortsbild prägen“, erklärt Kuhn, die vielfältigen Möglichkeiten.

Derzeit habe er noch drei Förderanträge vorliegen und bereits vier weitere Anfragen. Deshalb rechnet Kuhn bis zum Fristende damit, insgesamt
30 Anträge bearbeitet zu haben.

„Wer noch überlegt, einen Antrag zu stellen, sollte sich jetzt ranhalten und sich schon mal melden.“

Denn die meisten Projekte benötigen die Zustimmung vom Denkmalschutz, teilweise sei eine Baugenehmigung nötig. Die müssen bei den Anträgen bis zum 30. September beiliegen.

„Wir helfen auch dabei und erklären, was gebraucht wird“, sagt Buddemeier. Keiner müsse sich schämen, einfach anfragen. Bei der Entwicklung, Umsetzung und Kostenplanung helfe auch das Planungsbüro SP Plus von Hartmut Kind aus Bad Nauheim kostenlos.

Bürgermeister Andreas Schulz schätzt, dass am Ende des Programms eine Gesamtinvestitionssumme von 2,2 Millionen Euro steht – die Hälfte stamme dabei aus Landesförderung. Es ist das letzte Dorf der Gemeinde, das über das Dorferneuerungsprogramm gefördert wurde. Das Programm ist ausgelaufen, neuerdings werden laut Kuhn nur noch ganze Kommunen aufgenommen, statt einzelner Ortsteile.

In Ebsdorfergrund haben sich fünf von elf Ortsteilen in den vergangenen Jahrzenten mit Fördergeldern aus dem Dorferneuerungsprogramm herausgeputzt.

Konrad Kaiser bewohnt einen großen Hof in der Hirten-wiesenstraße in Wittelsberg. Er hat gemeinsam mit der Gemeinde als Grenznachbar über das Dorf-erneuerungsprogramm einen Holz-zaun fördern lassen. Weitere Anträge für Arbeiten an seinem Haus und den angrenzenden Wirtschaftsgebäuden hat er bereits gestellt: So möchte er mit Hilfe der Dorferneuerung noch alte Balkon-geländer erhalten und Giebel erneuern.
Konrad Kaiser bewohnt einen großen Hof in der Hirtenwiesenstraße in Wittelsberg. Er hat gemeinsam mit der Gemeinde als Grenznachbar über das Dorferneuerungsprogramm einen Holzzaun fördern lassen. Weitere Anträge für Arbeiten an seinem Haus und den angrenzenden Wirtschaftsgebäuden hat er bereits gestellt: So möchte er mit Hilfe der Dorferneuerung noch alte Balkongeländer erhalten und Giebel erneuern.