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Mit Lob und Tadel für mehr Verkehrssicherheit

Gemeinde Ebsdorfergrund gewinnt Dialog-Display

Als eine von 290 hessischen Städten und Gemeinden hatte sich die Gemeinde Ebsdorfergrund bei einer Verkehrssicherheitsaktion beworben und ein Dialog-Display im Wert von 2.500 Euro gewonnen. Das Display wurde vergangene Woche gegenüber der Gesamtschule Ebsdorfergrund in Heskem-Mölln installiert.

Seit bereits drei Jahren wird die Verkehrssicherheitsaktion des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, des ADAC Hessen Thüringen e.V. sowie der Landesverkehrswacht Hessen e.V. durchgeführt, um Kommunen in puncto Verkehrssicherheit zu unterstützen. Genauso lange bewirbt sich die Gemeinde. Dieses Jahr hatte sie das Losglück.

Neues Dialog-Display gegenüber der GSE

Das gewonnene Dialog-Display wurde gegenüber dem Parkplatz der Gesamtschule Ebsdorfergrund installiert. „Das ist ein hervorragender Standort,“ erläutert Klaus Schnitzky, Vorsitzender der Kreisverkehrswacht Marburg, denn der Einsatz dieser Geschwindigkeitsanzeigegeräte bietet sich insbesondere in verkehrlich sensiblen Bereichen, wie Schulen, Krankenhäusern, Kindergärten, Seniorenheimen usw. an.

Bürgermeister Andreas Schulz, Ordnungspolizist Steffen Deubel und Klaus Schnitzky, 1. Vorsitzender der Kreisverkehrswacht Marburg zeigen das neue Dialog-Display.

Dialog-Displays wirken sich mit ihrem Lob und Tadelprinzip (J oder L) positiv auf das Fahrverhalten aus und können daher ein wirksames Mittel zur Verbesserung der innerörtlichen Verkehrssicherheit darstellen. 

„Hier findet immer eine Kommunikation zwischen dem Display und dem Autofahrer statt, der automatisch auf seinen Tacho schaut und seine Geschwindigkeit anpasst, wenn das Display aufleuchtet,“ so Schnitzky weiter.

Bei dem installierten Display sei außerdem auch eine Auswertungsfunktion möglich

Verhaltensänderung statt Geldstrafen

Bürgermeister Andreas Schulz freut sich über den Gewinn, denn „die Gemeinde Ebsdorfergrund setzt auf Verhaltensänderung und schlechtes Gewissen statt Geldstrafen.“  Deshalb habe die Gemeinde eine Reihe von Anzeigegeräten auch selbst beschafft.  „Wir möchten vor allem schwächere Verkehrsteilnehmer schützen,“ so der Bürgermeister. Aus diesem Grund wird der gemeindliche Ordnungspolizist Steffen Deubel demnächst auch wieder „auf Streife gehen“ und den ruhenden Verkehr in den Ortsteilen kontrollieren.

Denn auch das Parkverhalten mancher Autofahrer lässt immer noch zu Wünschen übrig.

Vor allem in der Nähe von Kindergärten, Schulen und Friedhöfen sind parkende Autos auf Gehwegen eine Gefahr für Fußgänger, die nicht unterschätzt werden dürfe, appelliert das Gemeindeoberhaupt abschließend.

 

Wer ist die Verkehrswacht

 In Hessen gibt es 31 örtliche Verkehrswachten – organisiert als Vereine – mit nahezu 2.600 Mitgliedern. Sie tragen mit ihrem ehrenamtlichen Engagement dazu bei, die Mobilität auf hessischen Straßen sicherer zu machen und die Zahl der Unfallopfer zu verringern. Unter dem Motto „Wir helfen im Straßenverkehr“ arbeiten die Verkehrswachten thematisch vielfältig und intensiv. Die Angebote der Verkehrswacht richten sich an Zielgruppen.

Die wichtigsten sind Vorschulkinder, Schulkinder, jugendliche Radfahrer, junge Autofahrer und ältere Menschen für die es jeweils spezielle Programme gibt,  z.B. Verkehrserziehung in Kindergärten und in Schulen, spezielle Veranstaltungen für junge Fahrer und Kurse für Senioren.

 

 

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