Neben Rewe und Aldi bald auch Edeka im Grund

Montag, 13. Januar 2020

Nun, da die Ortsumgehung von Heskem weitestgehend fertig ist, folgt mit der Ansiedlung der ersten Unternehmen der Startschuss für eine noch bessere Infrastruktur im Grund. Erstmals entsteht ein GrundZentrum.

Ab Sommer werden die Bagger ihre Arbeit aufnehmen und aus der jetzigen Ackerfläche im Norden Heskems ein Einzelhandelsgebiet machen.

Geht alles nach Plan wird am Ortsrand, südlich der Landesstraße L3048 in der Nähe des alten Kreisels, ein neuer großer Edeka-Markt sowie eine neue Sparkassenfiliale entstehen. Beide könnten schon im Sommer/ Herbst 2021 eröffnen.

Für Bürgermeister Andreas Schulz wird damit ein weiteres Puzzleteil in das Bild der Zukunft von Heskem eingesetzt.

Im neuen Markt soll neben einem großen Angebot an Lebensmitteln ein Backshop samt Café und ein angeschlossener Getränkemarkt entstehen.

Das Vorhaben ist nicht neu. Dass das Projekt einige Zeit auf sich warten ließ, lag an der Neuplanung für einen neuen Markt, zu dem die Gemeinde gezwungen war.

Denn eigentlich war eine weitere Einkaufsmöglichkeit für die Gemeinde nur in Dreihausen vorgesehen. Nachdem bekanntermaßen die Rossmann-Drogerie und danach auch der Penny-Markt in 2018 abgesprungen waren, starb das Projekt Kaufpark Dreihausen.

Es musste also neu geplant werden und dabei rückte Heskem in den Fokus. Die Gemeinde einigte sich schlussendlich mit dem Regierungspräsidium auf die Alternative und konnte einen neuen Bebauungsplan beschließen.

Sauer sei er über die unvorhergesehene Planänderung heute nicht mehr, sagt der Rathauschef. Im Gegenteil: „Manchmal sind Alternativen besser als das Original“, meint Andreas Schulz

Auch da sich die begrenzte Zahl an Märkten nun besser in der Gemeinde verteilen könne. Zudem war Heskem der einzige Ort, den die Edeka-Gruppe überhaupt für eine Standortprüfung in Betracht gezogen hatte, Hachborn wie auch Dreihausen wurden abgelehnt.

Nun sind die Verträge zwischen Konzern und Gemeinde auch unter Dach und Fach.

Läuft alles weiterhin reibungslos, würde der neue Edeka bis zum Sommer 2021 auf der bisher unbebauten Fläche von 1400 Quadratmetern entstehen. Hinzu kommen 400 Quadratmeter für den Getränkeverkauf und weitere 350 Quadratmeter für die Bäckerei.

Insgesamt also rund 2150 Quadratmeter. Damit wird der Markt in etwa so groß wie die Rewe-Filiale in Dreihausen mit einer Gesamtfläche von rund 2200 Quadratmetern an Verkaufsfläche für Lebensmittel und Getränke.

In das Projekt investiert die Gemeinde rund eine Million Euro

Neben dem neuen Edeka soll ein großzügiger Parkplatz entstehen, der ganze Bereich über den neuen Kreisel und die Abfahrt zum ersten Teil des künftigen Gewerbegebietes „Interkom“ erreichbar sein, ohne den Ort verkehrstechnisch zu belasten, „ein großer Vorteil“, betont Schulz.

Fußläufig komme man innerörtlich bequem über die Heskemer Straße zum neuen Markt. Dem solle nahezu zeitgleich die Sparkasse folgen, die sich daneben ansiedeln und damit Dreihausen verlassen soll.

Beide Unternehmen werden das Bauland, sobald erschlossen, von der Gemeinde kaufen. Die investiert zuvor rund eine Million Euro in den Kauf des Grundstücks samt Erschließung, teilt Andreas Schulz mit.

Beide Filialen bilden quasi den Auftakt für das spätere Gewerbegebiet nebenan, das jedoch schon vorher von dem Projekt profitiert:

Wenn die Erde schon einmal aufgebaggert wird, werden im Zuge der Erschließung auch gleich die ersten Ver- und Entsorgungsleitungen in Richtung „Interkom“ verlegt.

 


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