Raingasse wieder für den Verkehr freigegeben

Mittwoch, 15. Mai 2019

Feierliche Eröffnung am 10. Mai 2019

Nach 18-monatiger Bauzeit wurde die Raingasse wieder für den Verkehr freigegeben.

Gemeinde, Anlieger und beteiligte Firmen kamen zusammen, um die Straße feierlich zu eröffnen.

Die Raingasse wurde offiziell eröffnet.

Gemeinde und Anlieger freuten sich gleichermaßen. Zum einen, weil die Raingasse nach 18-monatiger Bauphase endlich wieder befahrbar ist.

Zum anderen, weil sich das Warten wirklich gelohnt hat, denn neben der kompletten Neugestaltung der Straße mit allen Einmündungsbereichen inklusive der Gehwege wurde auch die Straßenbeleuchtung erneuert und die Brücke über die ZwesterOhm neugebaut.

1,42 MioEuro Gesamtkosten

Insgesamt sind 1,42 Mio. Euro in das Projekt investiert worden; 700.000 Euro für die Brücke, 700.000 Euro für die komplette Straße.

Rund 572.000 Euro hat die Gemeinde an Fördergeldern vom Land Hessen eingeworben.

Über das Förderprojekt hinaus, hat die Gemeinde zusätzlich die Einmündungsbereiche der Raingasse erneuern lassen. Und: In der Mäuseburg ist erstmals ein durchgehender Gehweg angelegt worden.

„Vor rund 17 Jahren hat die Gemeinde schon einmal Fördermittel für den Umbau der Raingasse beim Land Hessen beantragt,“ erläuterte Bürgermeister Andreas Schulz und warf einen Blick zurück auf das Jahr 2002.

Da waren die Anlieger der Raingasse aber geteilter Meinung, was den Straßenumbau betrifft. Mehrere Leserbriefe im GrundBlickwurden in diesem Jahr veröffentlicht.

Die eine Hälfte der Anlieger befürwortete den Umbau so wie er jetzt ist; die andere Hälfte wollte alles so lassen wie es vorher war. Grund war die Angst, die Raingasse könnte zu einer Art „Autobahn“ werden. Dass diese Angst völlig unbegründet war, zeigt sich jetzt, denn die Raingasse hat 1,5 Meter breite Gehwege bekommen und ist an einigen Stellen einspurig geworden, so dass Autos gar nicht durch die Straße „rasen“ können.

„Die Sicherheit der Fußgänger – ob Familien mit Kindern oder auch die erfahrene Generationen – geht vor den Bedürfnissen der Autofahrer,“ erklärte Bürgermeister Andreas Schulz.

Das sieht auch die Förderbehörde so und machte die Breite der Gehwege zur Auflage für die Gemeinde.

„Der Grund, warum der Rand der Gehwege mit weißen Pflastersteinen versehen ist, hat mit der Barrierefreiheit zu tun,“ erläuterte der Bürgermeister. Sehbehinderte Menschen können durch den Kontrast zwischen Rot und Weiß den Übergang zur Straße besser erkennen.

Die neue Brücke

Die neue Brücke in der Farbe „taubenblau“ hat eine Fahrbahnbreite von 3,50 Metern und ist für den Richtungsverkehr wechselweise zu befahren.

Der Überbau ist mit einer Gussasphaltschicht abgedichtet, um das Eindringen von Streusalzwasser zu verhindern.

Die Widerlager sind mittels Bohrpfählen bis zu einer Tiefe von 18,70 Metern gegründet. Insgesamt wurden über 50 Tonnen Baustahl in den Baukörper verbaut.

Gemeinde ist zielgerichtet und setzt Projekte zügig um

Dr. Walter Grohmann, der mit seinem Ingenieurbüro schon seit vielen Jahren und bei vielen unterschiedlichen Projekten mit der Gemeinde zusammengearbeitet hat, betonte in seiner Ansprache die „Zielgerichtetheit“ der Gemeinde, die ihn immer wieder erstaune. „Das erlebe ich nicht oft bei Kommunen,“ so der Ingenieur. Deshalb sei es hier im Ebsdorfergrundauch möglich, dass so viele Maßnahmen in kurzer Zeit zielgerichtet umgesetzt werden können.

Keine Straßenbeiträge

Auch bei diesem Projekt zahlt es sich aus, dass die Gemeinde keine Straßenbeiträge von den Anliegern erhebt, obwohl diese von der Landesbehörde der Gemeinde fiktiv als Einnahme in Höhe von 30% von angerechnet werden. Ca. 21.000 Euro bleiben den Anliegern im Durchschnitt je Grundstück erspart. „Wir möchten die Ortslagen stärken,“ betonte der Bürgermeister. Niemand würde in ein altes Haus in der Dorfmitte ziehen, wenn er befürchten müsse, für die Erneuerung der Straße zahlen zu müssen. Denn die Anlieger hätten sich sonst gewehrt.

„Ohne die Abschaffung der Straßenbeiträge wäre das Projekt so nicht möglich gewesen,“ fügte Ortsvorsteher Lothar Heidt hinzu.

Ortslagen in den Dörfern der Gemeinde sollen gestärkt werden

Die Neugestaltung der Raingasse ist nur eine von vielen Maßnahmen, die die Gemeinde für ihre Dörfer umsetzt.

Die Altortslagen sollen für alle Generationen als Wohnraum attraktiv und interessant bleiben und nicht leer stehen. „Für jedes Dorf gibt es einen `Marshallplan´, der in den nächsten Jahren umgesetzt werden soll“, so das Gemeindeoberhaupt abschließend.

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Im Anschluss an den offiziellen Teil ging zu einem kleinen Umtrunk in die Gastwirtschaft

„Zur Linde“, um sich dort in dem ein oder anderen Gespräch in gemütlicher Runde auszutauschen.

 

 


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