0,- Knöllchen-Aktion zieht Radio und Fernsehen in den GRUND

Dienstag, 05. Februar 2019

Wie beim Tag des GrundWassers in 2017 und den 200,- Euro Kindergeld-Gutscheinen im Dezember 2018 zieht auch die neuste Idee von Bürgermeister Andreas Schulz Vertreter aus Funk – und Fernsehen in den Ebsdorfergrund, denn so etwas gibt es nicht überall:

– Ab sofort werden hier Knöllchen für 0,- Euro Bußgeld fürs Falschparken verteilt. 

Vergangene Woche besuchte der Radiosender FFH den Grund und brachte einen Beitrag in seinem Vormittagsprogramm. Kurz darauf interessierten sich auch Mitarbeiter von RTL für die ungewöhnliche Strafzettel- Aktion und kamen am Montag nach Dreihausen.

Was hat es mit der Aktion eigentlich auf sich?

„Wir setzen auf Verhaltensänderung statt Abzocke“, erklärt Bürgermeister Andreas Schulz, der ab sofort fürs Falschparken Knöllchen verteilen lassen will.

Allerdings beträgt das Bußgeld „0 Euro“ und der Strafzettel hat die Aufschrift „Glück gehabt“.

Ihm gehe vielmehr darum, die Autofahrer wach zu rütteln, auf das Vergehen aufmerksam zu machen und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, meint der Bürgermeister weiter.

Zunächst sollen diese Strafzettel von den Ortsvorstehern der elf Ortsteile der Gemeinde verteilt werden. Hilft es nichts, wird ein „richtiger“ Strafzettel mit Bußgeld für Wiederholungstäter ausgestellt.  Dafür will die Gemeinde einen neuen Mitarbeiter im Ordnungsamt ausbilden.  „Wir kennen nämlich unsere Pappenheimer.“

Besonders ärgerlich sei es, wenn Autofahrer auf Gehwegen parken, denn dadurch gefährden sie andere, die dann die auf der Straße laufen müssten. Das sei besonders bei der Einschulung oder am letzten Schultag vor den Ferien der Fall.

Aber auch bei Beerdigungen komme dieses Parkverhalten häufig vor, was vor allem ältere Leute gefährde, die dann gegebenfalls mit ihrem Rollator auf der Straße laufen müssten.

Auch bei überhöhter Geschwindigkeit setzt Gemeinde auf Bewusstseinswandel

Auch in puncto „Zu schnelles Fahren“ setzt die Gemeinde auf Aufklärung statt auf Abschreckung. Statt zu blitzen und mit Bußgeld zu ahnen, beabsichtigt man, zwei neue mobile Geschwindigkeitsanzeigegeräte anzuschaffen. Pro Gerät sind ca. 1500 bis 2000 Euro Kosten vorgesehen.

Wie genau die Geräte aussehen werden, steht noch nicht fest, aber mobil sollen sie sein, so dass sie vor allem vor Schulen und Kindergärten zum Einsatz kommen können, meint Bürgermeister Andreas Schulz abschließend.

Zum FFH Beitrag

Zum RTL Hessen Beitrag

 

 


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