Teil 6 : Das sind wir: Das Abwasserteam der Gemeinde Ebsdorfergrund stellt sich und seine Aufgaben vor.

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Abwasser muss gereinigt werden, damit es nicht zu einem Umweltrisiko wird.

Die gesamte Infrastruktur – Kanäle, Kläranlagen – muss instand gehalten, gepflegt und gegebenenfalls erweitert werden. Das Einhalten der gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte ist für den Betreiber von Abwasseranlagen Pflicht.

Um diese Aufgaben kümmert sich der Fachdienst Abwasser der Gemeinde Ebsdorfergrund. Es besteht aus Abwassermeister Lars Debelius (Mitte), der Fachkraft für Abwassertechnik Florian Hahn (links), dem Ver- und Entsorger Bernhard Kitt (rechts) und der Fachkraft für Abwassertechnik Daniel Rausch (fehlt auf dem Bild).

Der Fachdienst Abwasser betreut die Abwasseranlagen der Gemeinde Ebsdorfergrund. Darunter fallen die Kläranlagen Hachborn, Wermertshausen und Ilschhausen sowie die Kläranlage Roßdorf, die dem Abwasserverband Rauischholzhausen-Roßdorf gehört und ebenfalls von der Abwassermannschaft des Ebsdorfergrundes betreut wird.

Die Kläranlage Hachborn ist die größte Kläranlage der Gemeinde Ebsdorfergrund. Sie wurde 1997 auf rund 9600 „Einwohnerwerte“ ausgebaut und funktioniert nach dem mechanisch-biologischen Prinzip. Das heißt, das Wasser wird sowohl mechanisch als auch biologisch behandelt und gereinigt. Dies erfolgt in mehreren Stationen. Als erstes wird das ankommende Abwasser durch einen Feinsiebrechen geleitet. In Ihm werden grobe Verschmutzungen zurückgehalten, entwässert und anschließend in der Deponie entsorgt. Nachdem das Abwasser nun vom gröbsten Schmutz gereinigt wurde, fließt es in den belüfteten Rundsandfang der mittels Belüftung/Wirbelströmung das Wasser vom Sand reinigt.

Die schweren mineralischen Anteile im Abwasser setzen sich am Beckenboden ab und werden mittels Pumpe in den Sandcontainer entsorgt. Danach kommt die zweite, „biologische“ Stufe der Reinigung.

Im sogenannten Denitrifikationsbecken und Nitrifikationsbecken (Belebungsbecken) werden durch die Bakterien gelöste Kohlenstoffe wie auch Phosphor- und Stickstoffverbindungen aus dem Abwasser entfernt.

Phosphor und Stickstoff stammen beispielsweise aus Waschmitteln, landwirtschaftlichen Dünger und Urin. Sie wirken düngend auf Algen im Gewässer und deren übermäßiges Wachstum kann den Sauerstoffgehalt in einem Gewässer stark senken.

Im Belebungsbecken wird über Gebläse Sauerstoff zugegeben, während sich im Denitrifikationsbecken die Bakterien vom gelösten Sauerstoff ernähren. In der letzten Stufe der Reinigung – der Nachklärung – steht das Wasser nahezu still, damit sich der Bakterien versetzte Schlamm absetzen kann und das gereinigte Abwasser wird dem Vorfluter zugeführt.

Die Reinigungsleistung der Kläranlage wird im Rahmen der Eigenkontrolle im betriebseigenen Labor überprüft.

 

Zu den täglichen Aufgaben des Abwasserteams gehört auch die Instandhaltung, Wartung und Reparatur der Technik der Kläranlagen und des Kanalnetzes, sowie die Pflege der Außenanlagen und Laborarbeiten und Beprobung der Anlagen im betriebseigenen Labor.

Auch die Unterhaltung (Reinigung und Kontrolle) von insgesamt 38 Regenentlastungsanlagen und Pumpstationen sowie die Wartung und Pflege des rund 90 km langen Kanalnetzes und die Durchführung und Einhaltung der EKVO (Eigenkontrollverordnung) gehört zum täglichen Geschäft des Abwasserteams.

Bei der Umsetzung der EKVO ist die Gemeinde Ebsdorfergrund in der „zweiten Runde“ angelangt. Alle Kanäle wurden mittels Kanalkamera befahren und Schäden ermittelt und bewertet. Die Schäden der Zustandsklassen 0 und 1 wurden mittels Robotertechnik sowie durch Renovation und auch Austausch der Kanäle saniert.

 

Die Gemeinde Ebsdorfergrund investiert ständig in Ihre Abwasserentsorgungsanlagen um diese nach dem Stand der Technik zu betreiben und den gesetzlichen Verpflichtungen nachzukommen.

 

Wie wichtig eine geordnete Abwasserentsorgung für die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen und der Umwelt ist, sieht man an Ländern, in denen das nicht der Fall ist.

Bei uns ist die Abwasserentsorgung zu einer alltäglichen Aufgabe und Selbstverständlichkeit geworden – das ist sie aber nicht.

 


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