Busbahnhof Heskem: Lösung gefunden

Mittwoch, 05. September 2018

Nach mehr als 5 Jahren ist endlich eine Lösung in Sicht. Nachdem die Gemeindevertretung am Montag den beiden Initiativanträgen von Bürgermeister Andreas Schulz zugestimmt hatte, steht der Verlegung des Busbahnhofs in Heskem-Mölln nichts mehr im Wege.

Die Gesamtschule in Heskem ist eine der attraktivsten Schulen im Landkreis und kann in den letzten Jahren einen enormen Zulauf verzeichnen. Mittlerweile gehen über 800 Schüler in die GSE Ebsdorfergrund, vor zehn Jahren seien es noch etwa 100 Schüler weniger gewesen, meint Bürgermeister Andreas Schulz.

Ihr guter Ruf spricht natürlich viele auch von außerhalb an, so dass die wachsende Anzahl an auswärtigen Schülern auch eine wachsende Anzahl an Schulbussen zur Folge hat.

60 Schulbusse fahren täglich durch die engen Ortslagen von Heskem und Mölln, um die zentrale Haltestelle vor der Gesamtschule zu erreichen, was eine enorme Belastung für beide Dörfer darstellt. Hinzu kommen noch mehrere Linienbusse.

Zum einen kommen sie über den „Möllner Weg“ und müssen durch die sehr engen Straßen in Mölln fahren, zum anderen über den Kreisverkehrsplatz durch Heskem an der Tankstelle Hemer vorbei in die Straße „Zur Gesamtschule.“

Schon seit Jahren versuchten Bürgermeister Andreas Schulz gemeinsam mit dem Ortsbeirat und den Anliegern das Problem zu lösen. „Aber erst jetzt mit dem baldigen Ende des Baus der Ortsumgehung ist der Durchbruch nahe“, erklärt der Bürgermeister, der sich auch in acht Arbeitskreissitzungen mit Vertretern des Landkreises und der Schule für eine Lösung eingesetzt hat.

Jetzt ist es endlich soweit. Am Montag brachte der Bürgermeister zwei Dringlichkeitsanträge in die Gemeindevertretung ein. 1. eine Erweiterung des bisherigen Flächennutzungsplanes  sowie 2. eine Änderung des Bebauungsplanes , damit die Verlegung des Busbahnhofes verwirklicht werden kann und über den Schwimmbadweg auf die im nächsten Jahr zur Gemeindestraße abgestufte – jetzt noch Landstraße – aufgefahren werden kann. Zurzeit ist das nicht erlaubt.

Was genau ist der Plan?

  • Wenn die Ortsumgehung fertig gestellt ist, sollen fast alle Schulbusse zukünftig direkt über die Ortsumgehung auf den neuen Busbahnhof fahren und nicht mehr durch die Ortslagen von Heskem und Mölln. Dazu soll der neue Busbahnhof auf ein ca. 1 Hektar großes Grundstück in der Gemarkung „Auf der Lehmkaute“ verlegt werden. Der Eigentümer stimmte einem Verkauf an den Landkreis bereits zu.
  • Die Linienbusse sollen den neu verlegten Busbahnhof über den Schwimmbadweg erreichen, wo ein weiterer kleiner Kreisel von der Gemeinde gebaut werden soll und die Zufahrt mit der Abstufung der bisherigen Landesstraße zu einer Gemeindestraße ermöglicht werden kann.
  • Das Ganze hat auch positive Auswirkungen für die Gesamtschule Ebsdorfergrund. „Denn wenn der bisherige Busbahnhof wegfällt, entsteht ein größerer Aufenthaltsraum für die Schüler in den Pausen“, erklärt der Bürgermeister und die Sporthalle, das GrundBad sowie die Feuerwehr/Sportlerklause sind leichter zu erreichen.
  • Die Verlegung der Bushaltestellen bedeutet eine große Entlastung für die Ortslagen von Heskem-Mölln, die in diesem Zuge saniert werden sollen. Die komplette Heskemer Ortsdurchfahrt wird eine neue Straßendecke bekommen und der Ortsmittelpunkt (vor der Kirche) soll gleichzeitig verschönert, als Platz aufwertet und somit auch gestärkt werden.

Für diese Lösung hat die Gemeinde dem Land und dem Kreis zugesagt, das Gesamtprojekt im Wege einer Verwaltungsvereinbarung gegen Kostenerstattung abzuwickeln. Begonnen wird im nächsten Jahr mit der Sanierung der der Ortsdurchfahrt 2021 soll alles fertig sein.

Die Gesamtinvestitionen beziffert der Bürgermeister auf rund 1,75 Mio. Euro. Etwa die Hälfte davon kostet allein der neue Busbahnhof, schätzt er.

Bürgermeister Andreas Schulz und Anke Schmidt vor dem Grundstück beim Schwimmbadweg, wo auch der neue Kreisel gebaut werden soll.


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