18 „Knalldosen“ erforschen Natur und Technik

Donnerstag, 03. Mai 2018

Wenn man die 18 angehenden Schulkinder aus der Kita „Sonnenschein“ in Beltershausen-Frauenberg fragt, bei welchem Experiment am meisten Mut gefragt war, kommt unisono die Antwort „Bei den Knalldosen!“. Mit diesem Experiment erforschten die Schulis, wie hoch man ein Röhrchen mit einer Brausetablette und Wasser darin in den Himmel schießen kann. Einige sind bis zur Höhe des Daches der Kita „Sonnenschein“geflogen. Flugs hatten die begeisterten Jungforscher ihren Namen „Knalldosen“ weg. Noch mutiger waren alle, als sie das Röhrchen in ihren Händen halten und dann auf den Knall des herausgeschleuderten Deckels warten mussten.

„Wenn man Kindern ein Gerät oder irgendein Problem vorstellt und sie dann machen lässt, weiß man zwar nicht immer genau, wo deren Neugier-Reise endet, aber lohnen tut es sich immer!“ Mit diesen Worten beschreiben Petra Lohaus und Vera Chmielewski als Ansprech- und Kooperationspartner ihre beiden Forschergruppen in der Kita „Sonnenschein“. Seit Anfang Oktober geht es dort mit den Ältesten einmal in der Woche um die Geheimnisse von Natur und Technik. Voller Stolz wissen die Kinder, dass es das Gas CO₂ ist, das den Druck in den Röhrchen, in ihren wackelnden Gummihänden oder in ihrem selbst gebauten Vulkan macht. Das Forschen soll bis zum Ende der Kitazeit der Schulkinder gehen.

Zwischendurch haben sie sich auch mit Nackt- und Gehäuseschnecken und deren Reaktionen beschäftigt.

Auch zum Thema Luft wurde bereits geforscht. Die „Knalldosen“ mussten erst einmal verstehen, dass sie zwar Luft nicht sehen, aber dennoch spüren können. „Richtig Kraft forderte ihnen meine Bitte ab, doch einmal solange auf Milch- und Safttüten einzuschlagen, bis die Luft entweichen konnte!“, so Forscher Rolf. Die angehenden Einsteins haben auch schon Luft im warmen und kalten Zustand untersucht und dabei auch einen Heißluftballon gestartet sowie Weihnachtsengelchen um eine Pyramide oder eine Mülltüte in die Höhe fliegen lassen.

Bis Weihnachten wurden noch Wasser, seine Haut und seine Aggregatzustände untersucht und dann gibt es endlich das erste von drei Forscherbüchern, in denen alles dokumentiert wird, was die Jungforscher so machen. Die eine oder andere „Knalldose“ hat sich dabei vorgenommen, die Eltern mit diesem Buch zu überraschen.

„Zwei Gruppen hintereinander erfordern zwar etwas Mühe und Konzentration, aber es macht Spaß und das Leuchten in den Augen der Kinder ist jede Mühe wert!“, so abschließend Forscher Rolf.


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