Kinder der Kita Sonnenschein forschen zum Thema Stromfluss

Dienstag, 26. April 2016

Stellen sie sich vor, ihr Kind hat eine Batterie, ein paar kleine Kabel mit Krokodilklemmen, Schalter und eine Fahrradlampe vor sich und „stöpselt“ daran rum. Mal leuchtet das Lämpchen, mal nicht. Wenn es bei der Knalldosen-Bande, den kleinen Forschern der Kita „Sonnenschein“ in Beltershausen ist, könnten sie dann folgende Erklärung hören: „Das ist doch babyleicht. Wenn ich den Schalter so mache, dann kommen die klitzekleinen Elektronen aus der Batterie nicht durch. Wenn ich ihn dann so mache, flitzen sie durch das Lämpchen, dort ist es im Draht sehr eng und sie reiben sich da so, bis der Draht so warm wird, dass er glüht und dann gehen sie zurück in die Batterie.“

„Selten habe ich von den kleinen Forschern bessere Erklärungen zum Stromfluss gehört!“ so Forscher Rolf, der nun schon im vierten Jahr in der Kita einmal wöchentlich mit den Schulkindern forscht. Die bei den Versuchen anwesende Praktikantin Lina war mehr als perplex. „ Das, was ihr hier in eurem Kinderlabor macht, machen wir gerade im Physikunterricht, und ihr wisst jetzt schon, wie´s geht.“ Dass die Lämpchen auch wirklich heiß werden, haben die kleinen Forscher auf ihre Weise herausgefunden. Lotta hatte sich das leuchtende Fahrradlämpchen ans Ohrläppchen gehalten und ihren Mitforschern erklärt, dass man am Ohr gut Wärme feststellen könne. Alle konnten daraufhin fühlen, dass Strom in normalen Lämpchen wirklich Wärme erzeugt. „Helle Köpfchen, kann ich nur sagen!“ so Forscher Rolf, der ergänzt: „Die Gruppe ist sehr kreativ. So hat sie in dem Themenblock „Was schwimmt?“ ihre Pantoffeln mit der Form eines Bootes verglichen und dann erklären können, wie denn ein Pantoffel am besten schwimmen würde. Das sind Gedanken, auf die wir Erwachsenen so schnell nicht kommen!“

Die „Knalldosen-Bande“, so der Name, den sich die Schulkinder selbst gegeben haben, hat jetzt das zweite Drittel der neunmonatigen Forscherzeit, in dem Themen wie „Kinderstrom“, „Magnete“, Wasserkreislauf“ sowie „Schwer und Leicht-Sinken Schwimmen-Schweben“ anstanden, abgeschlossen. „Diese Themen und die Art, wie die jungen Forscher an die Natur und Technik herangehen, passt gut in das Konzept für unsere „Schulis“, so die Gruppenleiterin Petra Lohaus.“ Aber auch die krabbelnde Natur fand Einzug ins Kinderlabor. Je nach Witterung landeten Wasserläufer, Molche, Kröten und Frösche und Schnecken nicht nur unter der Stereolupe, sondern auch in manch mutiger Forscherhand und manchmal sogar auf der Nase einzelner Forscher.


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