Arbeiten zur Ortsumgehung Heskem beginnen noch in diesem Jahr

Dienstag, 26. April 2016

Die lang ersehnte Ortsumgehung Heskem kann endlich gebaut werden: Seit Kurzem besteht Baurecht, nun wurden die weiteren Schritte zur Umsetzung des Baus festgelegt, über die Bürgermeister Andreas Schulz gemeinsam mit Bauamtsleiterin Anke Schmidt kürzlich bei einem Pressetermin Auskunft gab.

Demnach ist mit einer Fertigstellung der Straße, die nordöstlich um die Ortslage Heskem herumführt und in einem neuen Kreisverkehrsplatz an der L 3048 endet, mit Jahresbeginn 2019 zu IMG_4917rechnen. Das Besondere an dem Projekt: Der rund 4 bis 4,5 Millionen Euro teure Straßenbau wird von der Gemeinde Ebsdorfergrund dem Land Hessen vorfinanziert und in Einzelmaßnahmen ausgeschrieben, um eine zügige Fertigstellung zu gewährleisten. Der Gemeinde entstehen dabei angesichts des Zinstiefs kaum Einnahmeverluste.‘

„Noch in der ersten Junihälfte dieses Jahres soll ein „grüner Spatenstich“ erfolgen, zu dem Minister Tarek Al-Wazir oder sein Staatssekretär aus dem Wirtschafts- und Verkehrsministerium gewonnen werden soll“, erklärt Andreas Schulz. Der „grüne Spatenstich“ bedeutet, dass eine Reihe von Ausgleichsmaßnahmen im Sinne des Naturschutzes erfolgen. So werden die Tiere, die auf dem Plangebiet leben, vorher in ihr neues Zuhause auf Ausgleichsflächen umgesiedelt. Eine Maßnahme in dem Bündel ist auch eine bereits neu angelegte Hecke zwischen Heskem und Dreihausen.

Ab Oktober dieses Jahres kann dann mit dem Abtrag von Oberboden begonnen werden, was für den Bau der geplanten Wirtschaftswegebrücke im Plangebiet von Bedeutung ist. Sollten bei diesen Arbeiten archäologische Funde zutage treten, was nach Auskunft des Landesamtes für Denkmalpflege möglich ist, so haben die Wissenschaftler bis circa Mai/Juni nächsten Jahres Zeit, diese zu bergen.

„Für das eigentliche Straßenbauprojekt, das ab Mai/Juni des Jahres 2017 beginnt, stehen dann insgesamt 18 Monate Bauzeit zur Verfügung“, erläutert Bürgermeister Andreas Schulz. Parallel dazu soll ein neues Gewerbegebiet ausgewiesen werden. Aus diesem Grund beginnt das Straßenbauprojekt dann auch mit der Erstellung des neuen Kreisverkehrsplatzes an der L 3048, sodass der Zugang zu dem neuen Gewerbegebiet zeitgerecht sichergestellt ist.

All diese Einzelmaßnahmen dienen dem großen Ganzen, an das Andreas Schulz gerne nochmals erinnert: „Die Gemeinde Ebsdorfergrund stellt sich mit dem Straßenbauprojekt zur Ortsumgehung Heskem neu auf.“ Das bedeutet konkret eine Entlastung der Menschen in Heskem, aber auch in Leidenhofen, die derzeit von dem Verkehr aus dem Vogelsberg betroffen sind. Außerdem werden die Ortsteile Roßberg und Wittelsberg an die L 3048 angebunden. Das Dreieck Wittelsberg, Heskem-Mölln und Dreihausen bildet mit dem Bau der Straße somit ein neues Zentrum, das unter anderem auch durch die derzeitige Erweiterung des REWE-Marktes in Dreihausen an Attraktivität gewinnt. Zudem gebe es Chancen für den Schulstandort Heskem-Mölln: Mit dem Bau eines neuen Busbahnhofes an der L 3125 kann die Herausverlagerung des Schulbusverkehrs aus den Ortslagen Mölln und Heskem einhergehen.

Insgesamt habe sich das Vorgehen der Gemeinde bei der Planung des Projektes als sehr weise herausgestellt, so Andreas Schulz. Denn von dem Angebot der Vorfinanzierung der Gesamtkosten hing auch die Schaffung des Baurechts ab. Das Land Hessen zahlt dann jährlich ab 2020 in insgesamt zehn gleichen Raten die Gesamtsumme an die Gemeinde zurück. Ohne diese Initiative gäbe es jetzt keine Ortsumfahrung von Heskem.


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