Im Rahmen von Ebsdorf 2020

Dienstag, 17. November 2015

Gemeindevertretung stellt sich hinter die Musik(er)gartenidee

Skizze MusikergartenAm Montagabend beschloss die Gemeindevertretung einstimmig, das Projekt Musik(er)garten im Rahmen von Ebsdorf 2020 zur Förderung beim Bund zu beantragen. Mit 1,61 Millionen Euro ist das Projekt veranschlagt. Bürgermeister Andreas Schulz will 1,4 Millionen Euro Zuschuss dafür einwerben.

Der Sachverhalt geht auf Januar 2014 zurück, als Bürgermeister Andreas Schulz erstmals seine Pläne zur Stärkung von Ebsdorf der Öffentlichkeit vorstellte.
Was anfangs Erstaunen und Neugierde auslöste, mündete in einer breiten Öffentlichkeitsbeteiligung mit Infoveranstaltungen, Einrichten einer Steuerungsgruppe aus interessierten Ebsdorfern und der Beauftragung eines externen Städtebaubüros.
Mit Hilfe dieses Büros und weiterer Fachleute wurde nun auch ein Konzept entwickelt und Förderantrag auf den Weg gebracht.

Zusammen mit weiteren Projekten (Ortseingangsbebauung, Neubaugebiet, Erweiterung des bestehenden Gewerbegebietes u.a. mehr) möchte der Bürgermeister Handel, Handwerk und Gewerbe und Ebsdorf mit seiner Bedeutung für die Daseinsvorsorge für den ganzen Ebsdorfergrund stärken.

Umgestaltung Bürgerhaus und Bürgerhausumfeld

Mitten im Ortsteil Ebsdorf auf dem Gelände vor dem Bürgerhaus an der Zwester Ohm soll der „Musik(er)garten Ebsdorf“ entstehen. Das Projekt ist innovativ und interdisziplinär.
Es erfüllt alle Kriterien einer Bundesausschreibung. Das Bürgerhaus befindet sich zwar in einem gepflegten Zustand und wird häufig von Privatleuten und Vereinen genutzt, aber es stammt dem Jahr 1972 und seit dem wurden nur Renovierungsarbeiten und ein Austausch von Fenstern vorgenommen. Deshalb steht jetzt eine energetische Sanierung an und es fehlt eine barrierefreie Toilette, die jederzeit frei zugänglich sein sollte.

BehindertentoiletteVorgesehen ist auch die Dämmung der Fassade, um den Primärenergieverbrauch zu mindern und eine Holzpellet- Heizung zu errichten. Gleichzeitig sollen die Räume des Kinder-und Jugendzentrums einschließlich der Toilettenanlagen, die sich alle in dem Gebäude befinden, saniert und modernisiert werden. Auch der Platz vor dem Bürgerhaus soll aufgewertet werden und hinsichtlich der Barrierefreiheit ertüchtigt werden.
Um die Erreichbarkeit zu verbessern, soll eine gepflasterte Zufahrt mit Dorfallee entstehen. Da durch die Neugestaltung des gesamten Umfeldes Parkplätze entfallen, plant die Gemeinde ein benachbartes Grundstück anzukaufen oder gegen ein anderes zu tauschen, um dort Ersatz zu schaffen.
Dort soll auch ein Platz für Car-Sharing und eine E-Tankstelle entstehen.

Tradition der Chöre und Vereine wird aufgegriffen

Das Projekt „Musikergarten“ greift die Tradition der Chöre und die regen Vereinsaktivitäten in Ebsdorf auf und soll zu einem multifunktionalen Erlebnisplatz für Jung und Alt, Neu –und Altbürger und Migranten genutzt werden. Als ökologische Lebensader soll die Zwester Ohm mit in das Projekt eingebunden werden. Hier soll eine Bühne mit Zwester Ohm Terrassen, die für Feste und weitere Veranstaltungen genutzt werden kann, entstehen.
Ebenso sind ein Multifunktionsplatz für Märkte und Feste, ein von Bäumen beschatteter Treffpunkt und ein Spielbereich mit Licht-und Wasserspiel geplant. Entlang der Zwester Ohm soll ein Klang-und Erlebnisparcour mit Installation verlaufen.
Vor dem Bürgerhaus sollen Tische und Bänke (Biergarten) zum Verweilen einladen und das gesamte Areal soll mit LED Lampen illuminiert werden.

Ein Projekt, von dem die ganze Gemeinde profitiert

So sieht es heute noch aus...

So sieht es heute noch aus…

Die Gemeinde Ebsdorfergrund bemüht sich aktiv um eine zukunftsfähige nachhaltige Orts-und Gemeindeentwicklung. So soll im Ortsteil Ebsdorf eine neue kommunikative Mitte entstehen.
Gemäß ihrem Leitbild setzt die Gemeinde auf ein „behutsames Wachstum“ unter Beibehaltung von Originalität und kultureller Vielfalt, die Erhaltung und Inwertsetzung historischer Bausubstanz sowie Aufbau und Sicherung lokaler Wertschöpfungsketten.
Die Lage des Platzes inmitten des Ortes am Übergang zwischen dem historischen, alten Ortskern und dem neuen, kleinen wirtschaftlichen Zentrum, das ausstrahlt auf die Gesamtgemeinde Ebsdorfergrund, bietet sich zum Treff-und Lebensmittelpunkt gerade zu an.
Das Projekt ist Bestandteil einer Gesamtentwicklungsstrategie der Gemeinde.
Ebsdorf ist neben Dreihausen und Hachborn das einzige Dorf der Gemeinde, welches über eine gute Infrastruktur verfügt.
Hier gibt es kleine Läden zur Grundversorgung, Handwerksbetriebe, eine Sparkasse, eine Apotheke, eine Boutique, ein Fitnesscenter, eine Metzgerei, eine Bäckerei, eine Post und eine Apotheke.
Zudem will sich eine Zahnärztin neu niederlassen. Außerdem sollen ein Bistro mit Eisdiele sowie ein großes Sport-und Gesundheitszentrum für die ganze Region errichtet – und das Gewerbegebiet erweitert werden.

Touristische Anlaufstelle soll geschaffen werden

...und so soll es aussehen.

…und so soll es aussehen.

Das eindrucksvolle, prämierte Fachwerkdorf Ebsdorf soll durch die Aufwertung seines historischen Ortskerns für Einheimische und Touristen attraktiver und lebendiger werden.
Ein „touristischer Orientierungspunkt Ebsdorf“ soll die zentrale Anlaufstelle werden.
Geplant ist eine Outdoor PC Säule, die auch als Hotspot für freies W-LAN dienen soll. Infos zu attraktiven Freizeitausflügen, für Rad-und Wanderwege sollen hier für Touristen und Einheimische zur Verfügung stehen. Alle Einstiege von Ebsdorf in das Rad-und Wanderwegenetz sollen vom Knotenpunkt aus beschildert werden.

Ziel: mehr Lebensqualität schaffen

Mit dem Musik(er)garten sollen ein familienfreundliches Umfeld und Generationen übergreifende Angebote geschaffen und gebündelt werden, damit ein attraktives Neben-und Miteinander von Wohnen, Arbeiten und Freizeitgestaltung nachhaltig gesichert wird.
Als einladender kultur –und naturbetonter Treffpunkt zählt der Musik(er)garten auch zu den Maßnahmen, die zur Kommunikation und Integration mit und von Migranten beitragen. Von besonderer Bedeutung ist die Barrierefreiheit der Angebote. Ziel ist eine Lebensqualität zu schaffen und zu sichern, die zum Bleiben einlädt. Jetzt hofft Bürgermeister Andreas Schulz mit der gesamten Gemeindevertretung auf die Aufnahme ins Zukunftsinvestitionsprogramm des Bundes.


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