Feuer und Flamme……für den Garten des Wandels

Montag, 21. September 2015

Rückblick auf das große Einweihungsfest am 12.09.2015

EröffnungVergangenen Samstag wurde ein neues touristisches Highlight im Ebsdorfergrund feierlich eingeweiht.
Der alte Friedhof in Beltershausen-Frauenberg wurde mit finanzieller Unterstützung von LEADER-Mitteln in Höhe von rund 80.000 Euro zu einem „Garten des Wandels“ umgestaltet. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf 140.000 Euro.
Einige hundert Gäste kamen am vergangenen Samstag nach Beltershausen, um die Fertigstellung des Projektes zu feiern.

Bürgermeister Andreas Schulz eröffnete die Veranstaltung, die durch die Gemeinde Ebsdorfergrund mit Unterstützung der Dorfgemeinschaft Beltershausen-Frauenberg organisiert wurde. Gemeinsam wurde ein ganz besonderes Programm auf die Beine gestellt, dass neben Pflanzen, Kunst, Konzerten und kulinarischen Besonderheiten vor allem auch viel Wissenswertes zu bieten hatte.

In einem DIA-Vortrag von Dieter Schmidt konnten die Gäste anhand von eindrucksvollen Fotos etwas über die Historie der Hugenotten und Waldenser erfahren, denn das Projekt ist eingebettet in die Errichtung des europäischen Fernwanderweges, dem Hugenotten – und Waldenserpfad.
Eine Wegeschleife verläuft seit Sommer letzten Jahres auch durch Beltershausen-Frauenberg.

Hierfür hatten sich Bürgermeister Andreas Schulz und Frau Greb-Zimmermann als Regionalbeauftragte bei der Region Marburger Land eingesetzt, mit dem Ziel, mehr Wander- und andere Touristen in die Gemeinde zu locken.
EinweihungsfestUnd so befassten sich auch weitere Programmpunkte mit der Geschichte der Hugenotten und Waldenser, die aufgrund ihres Glaubens Ende des 17. Jahrhunderts ihre Heimat verlassen mussten.
In der Bartholomäus-Kirche lasen Pfarrerin Zeeden, Gisela Block und Hanne teKamp aus dem „Fluchttagebuch eines Hugenotten.“
In ihrem bemerkenswerten Garten präsentierte zudem die Künstlerin Miltraud Menzel-Krähling eine Auswahl von Bildern und Skulpturen, die sie in Zusammenhang mit der Flucht und der Wanderung der Glaubensflüchtlinge setzte.
Gartengestalterin Manuela Karras, deren Idee die Vorlage zur Umgestaltung des alten Friedhofes lieferte, führte die interessierten Besucher durch den Garten und erläuterte ihnen das Konzept. Angelehnt an die Flucht der Hugenotten und Waldenser ist der Garten in vier Quadranten unterteilt, die für die Wanderung des Lebens von der Jugend bis zum Tod steht – symbolisch dargestellt durch Pflanzen und künstlerische Elemente.
„Dieses Projekt ist keins, was nur in die Vergangenheit gerichtet ist,“ sagte Bürgermeister Andreas Schulz, es sei aktueller denn je, denn die Hugenotten und Waldenser waren auch Flüchtlinge, so wie die zahlreichen Menschen, die zurzeit tagtäglich nach Deutschland kommen.

„Von daher sollten wir uns heute bewusst machen, dass so etwas Schönes wie bei uns nicht überall selbstverständlich ist,“ so der Bürgermeister in seiner Rede abschließend.

Umfangreiches Programm

Um die kulinarische Verpflegung kümmerten sich die Vereine von Beltershausen-Frauenberg. Der Erlös daraus verbleibt bei den Vereinen und kommt somit den beiden Dörfern zu Gute. Besonders Ortsvorsteher Johannes Block, Hanne teKamp und Ute Block halfen tatkräftig bei der Organisation der Veranstaltung über viele Wochen mit.
Neben den historischen Programmpunkten hatte die Veranstaltung aber auch viele weitere Höhepunkte zu bieten, wie Sie in der nachfolgenden Bildergalerie sehen können:

 

 


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