Dreihausen soll Feuerwehrstützpunkt für gesamte Gemeinde werden

Mittwoch, 08. Juli 2015

Geschätzte 500.000 Euro werden investiert

Am Montag wurde in der Sitzung der Gemeindevertretung die Änderung des Bebauungsplanes beschlossen.
Nun kann mit der Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses begonnen werden.

Wehrführer Wolfgang Schmidt, Bauamtsleiterin  Anke Schmidt und Bürgermeister Andreas Schulz vor dem Feuerwehrgerätehaus in Dreihausen, wo die neue Zufahrt entstehen soll.

Wehrführer Wolfgang Schmidt, Bauamtsleiterin
Anke Schmidt und Bürgermeister Andreas Schulz vor dem Feuerwehrgerätehaus in Dreihausen, wo die neue Zufahrt entstehen soll.

Fast eine Verdopplung der Fläche mit An –und Umbauten soll vorgenommen werden. Dafür hat die Gemeinde bereits das Grundstück des angrenzenden Tennisvereins erworben.

Aber warum hat man sich für das Feuerwehrgerätehaus in Dreihausen entschieden?

Die Antwort ist einfach und plausibel.
„Es ist keine politische Entscheidung, sondern es geht um nüchterne Zahlen“, erklärt Bürgermeister Andreas Schulz. Das Gießkannenprinzip, bei dem jeder den gleichen Teil abbekommen hat, gelte nicht mehr. Die Entscheidung den Feuerwehrstandort Dreihausen zu stärken, habe vor allem damit zu tun, dass hier die größte (Tages-)Alarmsicherheit gegeben sei. Mit rund 49 aktiven Kameradinnen und Kameraden ist Dreihausen eine der größten freiwilligen Feuerwehren neben Hachborn und Ebsdorf im Ebsdorfergrund.
„Zudem sind 19 der Dreihäuser Kameraden gegeben falls auch tagsüber verfügbar und einsatzbereit“, erklärt Wolfgang Schmidt, Wehrführer von Dreihausen. Dadurch deckt die Feuerwehr Dreihausen bei Notfällen am Tag auch andere Ortsteile in der Gemeinde ab. Gerade im ländlichen Bereich ist dies nicht selbstverständlich, da Berufstätige nicht immer vor Ort und deshalb schnell verfügbar sein können.
„Das ist der Grund für die hohe Investition am Standort Dreihausen. Denn die, die helfen können, müssen gestärkt werden, “ sagt der Bürgermeister. „Ansonsten laufen wir Gefahr, dass der Brandschutz in der ganzen Gemeinde gefährdet ist.“

„Die größte Herausforderung wird sein, die 24 Stunden Alarmsicherheit auch in Zukunft sicherzustellen,“ erklärt der Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr, Wolfgang Schmidt, denn die Voraussetzung für Mitglieder ist neben einem LKW Führerschein und Gruppenführungsqualitäten auch, dass mindestens sechs Kameraden Atemschutzgeräte tragen müssen, für die eine spezielle Ausbildung gemacht werden muss.
Das bisher an drei Standorten
(Altes Feuerwehrgerätehaus Dreihausen, Feuerwehrgerätehaus Rauischholzhausen) verteilte Material soll außerdem in Zukunft nur noch an einem Standort gelagert werden.
Zudem soll durch eine neue Zufahrt von der Kreisstraße aus das Feuerwehrgerätehaus schneller erreichbar sein.

Der Anbau soll Ende 2016 abgeschlossen sein. Die Gemeinde investiert geschätzte 500.000 Euro in das Projekt. Ein großer Teil an Eigenleistung durch die Feuerwehrkameraden wurde zudem zugesagt.


Zurück zur Startseite