Weiterer Schritt in Richtung „Energieautarke Gemeinde“ gesetzt

Mittwoch, 08. Juli 2015

– Nahwärmenetz wird im Zentrum von Dreihausen errichtet –

Bauarbeiten starten in den Sommerferien

Zur Vertragsunterzeichnung trafen sich Bürgermeister Andreas Schulz, die Erste Beigeordnete Elisabeth Newton mit dem Geschäftsführer Rainer Kühne und Holger Armbröster von den Stadtwerken. Links: Corinna Brecht, zuständige Sachbearbeiterin in der Gemeinde.

Zur Vertragsunterzeichnung trafen sich Bürgermeister Andreas Schulz, die Erste Beigeordnete Elisabeth Newton mit dem Geschäftsführer Rainer Kühne und Holger Armbröster von den Stadtwerken. Links: Corinna Brecht, zuständige Sachbearbeiterin in der Gemeinde.

Eine erneute Zusammenarbeit der Gemeinde Ebsdorfergrund mit den Stadtwerken Marburg wurde besiegelt. Rund 2 Jahre Vorlaufzeit benötigten die Planungen der Stadtwerke Marburg GmbH, die nun zum Abschluss gebracht worden sind. Ende Juni wurden die Verträge zur Errichtung eines Nahwärmenetzes in der Gemeindeverwaltung in Dreihausen unterzeichnet.

Der Gestattungsvertrag räumt den Stadtwerken Marburg das Recht ein, die öffentlichen Grundstücke (Straßen, Wege, Plätze) der Gemeinde Ebsdorfergrund zur Verlegung, zum Einbau und Betrieb der Versorgungsanlagen zu nutzen.

Der Wärmeliefervertrag verpflichtet die Gemeinde, Wärme abzunehmen. Dieser Vertrag regelt die Übernahme und den Betrieb der bestehenden Wärmeerzeugungsanlage im Bürgerzentrum Dreihausen, den Betrieb der Wärmeverteilungsanlagen und die Pacht der Flächen und Räume sowie den Verkauf der Heizungsanlage an die Stadtwerke.

Die Verträge sind auf 20 Jahre vereinbart. Nach Ablauf kann die Gemeinde das Netz kaufen, den Vertrag erneuern oder es mit einem anderen Partner weiter betreiben.

500.000 Euro für das Nahwärmeprojekt auf Holzpelletbasis

Von einer Heizzentrale am Bürgerzentrum aus werden das Gebäude der Gemeindeverwaltung/ Raiffeisenbank, das Bürgerzentrum, das benachbarte Wohn – und Geschäftshaus (Steuerbüro Holger Piscator), die Kindertagesstätte Fliegenpilz sowie die Grundschule beheizt. Gerne kann das Nahwärmenetz auch um weitere Abnehmer erweitert werden.
Die Kosten des Nahwärmeprojektes, welches auf Holzpellets basiert, belaufen sich auf rund 500.000 Euro.

Vorteile für beide Vertragspartner

„Die in die Jahre gekommenen Heizungsanlagen in der Verwaltung und in der KITA hätten sowieso ausgetauscht werden müssen“, erklärt Bürgermeister Andreas Schulz und der Umstieg auf Holzpellets sei für die Gemeinde ein weiterer Schritt, um ihrem Ziel, in 2020 energieautark zu sein, näher zu kommen. Außerdem spare die Gemeinde Wartungs-und Instandhaltungskosten für eigene Heizungsanlagen, die im Kilowattpreis von 10 Cent inbegriffen sind.
Die Stadtwerke auf der anderen Seite können mit einem Jahresumsatz von 1,5 Millionen KWh aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz rechnen. Zudem unterstützt der gemeindliche Servicehof die Stadtwerke bei der Umsetzung durch Anlegen von Gräben für die Verlegung von Rohren.

Die Anlage wird neben dem Bürgerzentrum errichtet und diesem optisch angepasst. Die Bauarbeiten starten in den Sommerferien und sollen bis zum Beginn der kalten Jahreszeit fertig werden.

 


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