Die Gemeinde Ebsdorfergrund auf dem Weg zur 1. Bioenergiegemeinde im Landkreis Marburg-Biedenkopf :

Mittwoch, 24. Juni 2015

Mölln soll Bioenergiedorf werden
Gemeinde Ebsdorfergrund und Möllner Nahwärme eG schließen Gestattungsvertrag ab

Am Samstag, den 20. Juni 2015 trafen sich Bürgermeister Andreas Schulz sowie weitere Vertreter der Gemeinde mit den Mitgliedern der Möllner Nahwärme eG im Heskem-Mölln, um einen Gestattungsvertrag zu unterzeichnen.
Der Vertrag räumt der Möllner Nahwärme e.G. das Recht ein, die öffentlichen Grundstücke (Straßen, Wege und Plätze) zur Verlegung, zum Einbau und zum Betrieb der Versorgungsanlagen zu nutzen. Dies gilt zunächst für die Dauer von 25 Jahren. Am 07.Juli soll dann mit dem Bau bzw. der Verlegung der Leitungen begonnen werden.

Unterzeichnung des Gestattungsvertrages:  v.l. Silke Schnegelberger (stellvertretende Vorsitzende), Edgar Pieringer (Vorsitzender der Möllner Nahwärme eG), Bürgermeister Andreas Schulz und die Erste Beigeordnete Elisabeth Newton sowie Mitglieder der Genossenschaft, des Ortsbeirats und  Möllner, die vom Nahwärmenetz profitieren möchten.

Unterzeichnung des Gestattungsvertrages: v.l. Silke Schnegelberger (stellvertretende Vorsitzende), Edgar Pieringer (Vorsitzender der Möllner Nahwärme eG), Bürgermeister Andreas Schulz und die Erste Beigeordnete Elisabeth Newton sowie Mitglieder der Genossenschaft, des Ortsbeirats und Möllner, die vom Nahwärmenetz profitieren möchten.

Mitte Oktober sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein und rund 32 Häuser können im Anschluss Wärme aus der Biogasanlage in Heskem-Mölln empfangen.
„Dabei handelt es sich nicht um Wärme, die aus der bereits vorhandenen Versorgung vom GrundBad sowie der Gesamtschule abgezweigt wird“, betont Dr. Wolfram Westmeier von der Möllner Nahwärme eG, sondern um eine „neue“ Wärme aus dem zweiten Motor der Biogasanlage.
32 Häuser in Mölln werden langfristig in den Genuss der kostengünstigen Nahwärme von rund 9 ct/kWh kommen. „Das sind mehr als 50% der Häuser in Mölln“, stellt Westmeier fest. Die Wärme reicht, um die angeschlossenen Haushalte zu versorgen, aber auch für die Abdeckung von Spitzenabnahmezeiten ist gesorgt. „Sollte es dauerhaft sehr kalt sein, kommt eine „Zusatzheizung“ bzw. ein Heizölkessel zum Einsatz.“

Rund 750.000 Euro beträgt die Gesamtinvestition für dieses Großprojekt, das u.a. auch durch Zuschüsse und Kredite finanziert wird.

Im Januar 2014 kamen die heutigen Mitglieder der Möllner Nahwärme eG auf die Gemeinde zu, um das geplante Vorhaben zur Errichtung und den Betrieb eines Nahwärmenetzes in Heskem-Mölln vorzustellen.
Zudem wurde eine Machbarkeitsstudie erstellt, bei der das beauftragte Ingenieurbüro das Projekt nicht nur als umsetzbar, sondern vor allem als lohnenswert erachtete.
Seit Ende März 2015 ist die Möllner Nahwärme eine eingetragene Genossenschaft, bei der auch die Gemeinde Mitglied ist.

Mitte Oktober sollen dann die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Geplant ist, dass im kommenden Winter die Möllner mit Nahwärme heizen können.
Der Ortsbeirat von Heskem-Mölln, vertreten durch Mike Hame, ist stolz auf das Projekt, weil es vor allem durch engagierte Eigenleister umgesetzt wurde.

Auch Bürgermeister Andreas Schulz freut sich über die Maßnahme, die Heskem-Mölln zu einem Bioenergiedorf macht. „Das Projekt hilft der Gemeinde Ebsdorfergrund, ihrem Ziel – in 2020 energieautark zu sein – ein Stück näher zu kommen“, so der Bürgermeister und fasst abschließend zusammen: „Der Ebsdorfergrund will die erste Gemeinde im Landkreis werden, die die Bezeichnung „Bioenergiegemeinde“ und nicht nur „Bioenergiedorf“ trägt.“


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