Gemeinde Ebsdorfergrund gibt finanziellen Anreiz zur Flüchtlingsunterbringung

Dienstag, 06. Januar 2015

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
 
die Gemeinde Ebsdorfergrund ist gesetzlich verpflichtet bei der Aufnahme von Flüchtlingen und Asylbewerbern zu helfen.
Mit der Zahl der Krisen auf der Welt wächst auch der Flüchtlingsstrom.
Statt Krisenherde zu vermeiden, habe ich den Eindruck es werden immer mehr.
Nicht immer sind nur regionale, religiöse Gründe oder Hungersnöte die Ursache. Statt die Ursachen zu beheben, müssen wir nun mit den Auswirkungen umgehen.
Das heißt, wir müssen Flüchtlinge/Asylbewerber aufnehmen, wollen wir nicht Gefahr laufen, dass die Landrätin sie uns zur Aufnahme überstellt.
Soweit ist es noch nicht und soweit soll es auch nicht kommen.
Der Gemeindevorstand setzt auf Ihre Mithilfe und Freiwilligkeit sowie auf die Gesetze des Marktes.
Anders als in anderen Städten und Gemeinden gibt es bei uns so gut wie keinen Leerstand. Wohnungen und Häuser sind zum Glück schnell wieder vermietet und die Vermieter können sich ihre Mieter aussuchen.
Wer vermietet da schon bei nur gleichen Konditionen sein Objekt zur Flüchtlingsunterbringung?
Auch nicht an die Gemeinde.

Wir stellen deshalb dem sogenannten Marburger Modell das Ebsdorfergrund Modell entgegen.
Die Gemeinde zahlt freiwillig über den Satz des Landkreises zwei Jahre lang einen Miet- und Betreungskostenzuschuss in Höhe von

1200,- Euro pro Jahr bei der Unterbringung von 5 Personen
2500,- Euro pro Jahr bei der Unterbringung von 10 Personen und
4000,- Euro pro Jahr bei der Unterbringung von 15 Personen.

Der Zuschuss gilt für jeden Ortsteil nur ein Mal. Damit wollen wir die Verteilung auf möglichst viele Ortsteile mit wenig Menschen und nicht auf einen Ortsteil mit vielen Asylbewerbern steuern. Wir werden selbst auch keine Massenunterkunft bei uns unterstützen. Und wir wollen keine anonymen Herbergen.

Wer Interesse an dem Förderprogramm der Gemeinde hat kann sich mit mir oder der Ersten Beigeordneten, Frau Elisabeth Newton, in Verbindung setzten.

Herzlichst,

Ihr Andreas Schulz


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