Wanderhindernisse beseitigt

Mittwoch, 26. November 2014

– Wanderhindernisse beseitigt –

Wanderhindernisse beseitigtDie Gemeinde Ebsdorfergrund hat die Chance genutzt und in drei Maßnahmen an der Zwester Ohm Wanderhindernisse für Fische beseitigt. Hierbei war die Gemeinde federführend für das Regierungspräsidium Gießen tätig.
Die Finanzierung der Maßnahme erfolgt aus Mitteln der EU.

Einige Jahre zuvor wurde in zwei Bauabschnitten die Renaturierung der Zwester Ohm für mehr als 1 Million Euro erfolgreich umgesetzt.
Weitere Maßnahmen aus dem sog. Maßnahmenplan zum FFH –Gebiet (Fauna-Flora-Habitat) – aufgestellt vom Fachbereich Ländlicher Raum und Verbraucherschutz – wurden nun umgesetzt. Genauer gesagt ging es um die Beseitigung von Barrieren in der Zwester Ohm.

Fische durchwandern im Laufe ihres Lebens ein Gewässer, aufwärts und abwärts.

Dabei spielen unterschiedliche Gründe eine Rolle, wie z.B. die Suche nach Laichplätzen, nach Nahrung oder um Winter-bzw. Sommerquartiere zu finden.
„Bereits kleine Stufen im Bach können in diesen Fällen ein Wanderhindernis darstellen“, so Heidrun Hess-Mittelstädt vom Fachbereich Ländlicher Raum und Verbraucherschutz. Nun wurde die Durchwanderbarkeit wieder hergestellt.

In Hachborn und Ebsdorf waren es die beiden Löschwasserentnahmestellen, die ein solches Wanderhindernis für die Fische bedeuteten.
Durch eine Umgestaltung in eine „raue Rampe“, welche eine Wanderung gewässeraufwärts möglich macht, bleibt die Funktion als Löschwasserentnahmestelle erhalten.

Die Kosten belaufen sich auf rund 55.000 Euro. Die Finanzierung wird zu 100% vom Land Hessen übernommen, denn es wird den Vorgaben der FFH-Richtlinie und der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) entsprochen. Die Gemeinde musste lediglich die Maßnahmen umsetzen. Den Auftrag für die Baumaßnahmen hatte die Firma Raabe aus Biebertal, den Planungsauftrag das Büro Via Plan aus Marburg.

„Wir Menschen reden viel von Barrierefreiheit, da müssen wir diese auch den Kleinstlebewesen, den Fischen gönnen,“ erklärte Bürgermeister Andreas Schulz. Es sei zudem wichtig, solche Maßnahmen früh und mit Hilfe von Fördermitteln umzusetzen, bevor das Ganze für Kommunen verpflichtend werde.

Und so sind in der Gemeinde auch weitere Gewässerschutzmaßnahmen geplant. Im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens Wittelsberg- Rauischholzhausen sollen Uferrandstreifen gekauft werden, um Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft zu reduzieren und damit die Gewässergüte zu verbessern.


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