Bundesverdienstkreuz für Erwin Junker

Mittwoch, 05. November 2014

Seit weit mehr als 40 Jahren setzt sich Erwin Junker aktiv für die Gemeinde Ebsdorfergrund ein, sei es als kommunalpolitischer Mandatsträger, als tatkräftiger Arbeiter wie bei der Dorferneuerung Hachborn oder als Mitglied in zahlreichen Vereinen.
Für sein großes Engagement wurde Erwin Junker am 27.10.2014 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Erwin JunkerEr erhielt das vom Bundespräsidenten verliehene Ehrenabzeichen in der Ordensstufe „Verdienstkreuz am Bande“ aus den Händen von Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer und Kirsten Fründt, der Landrätin des Kreises Marburg-Biedenkopf.

Geboren und aufgewachsen in Dautphetal -Mornshausen heiratete Erwin Junker seine später verstorbene Frau Anna, eine gebürtige Hachbornerin, im Jahre 1962 und zog ein Jahr später nach Hachborn, wo sich das Ehepaar ein Eigenheim aufbaute. Sie bekamen im Laufe der Jahre drei Kinder: Eine Tochter und zwei Söhne.

Schon gleich zu Beginn identifizierte sich Junker mit seiner neuen Heimat und war von 1966 bis 1974 Gemeindevertreter der damals noch selbständigen Gemeinde Hachborn. Danach war er über 25 Jahre im Gemeindevorstand (1985 bis 2011), wo er dann im April 2010 das Amt des Ersten Beigeordneten übernahm, welches er mit großen Engagement ausfüllte und es nach der Kommunalwahl im Jahr 2011 aus eigenem Entschluss in jüngere Hände übergab,- getreu dem Motto: „Man muss aufhören, wenn es am schönsten ist.“

Ebenso ist Erwin Junker seit vielen Jahren Mitglied in zahlreichen Vereinen, unter anderem dem SPD-Ortsverein, dem Sportverein, dem Gesangsverein und vielen anderen. Zudem ist er Gründungsmitglied von Vereinen wie dem Motorsportverein MSC Lahnberge oder auch dem Partnerschaftsverein der Gemeinde.

„Es schmückt die Gemeinde einen solchen Mitbürger zu haben“, sagte Bürgermeister Andreas Schulz und beschrieb den Geehrten mit folgenden Worten:
„Erwin Junker ist ein Macher, – ein Praktiker. Einer, der voran geht und auch gegen den Strom schwimmt.“ Junker sei jemand, auf den man sich auch dann verlassen könne, auch wenn es mal schwierig werde.
„Du bist ein Hachborner ,“ so fasste es der Bürgemeister abschließend zusammen, denn auch wenn Erwin Junker kein gebürtiger Grundler ist, so ist die Geschichte des Ebsdorfergrundes, vor allem aber des Ortsteils Hachborn mit seinem Namen fest verbunden.

v.l. Landrätin Kirsten Fründt, Elisabeth Koch (Lebensgefährtin von Erwin Junker), Erwin Junker und Dr. Thomas Schäfer

v.l. Landrätin Kirsten Fründt, Elisabeth Koch (Lebensgefährtin von Erwin Junker), Erwin Junker und Dr. Thomas Schäfer

Was Erwin Junker besonders auszeichnet, ist sein handwerkliches und planerisches Geschick, das er als gelernter Schreinermeister in vielerlei Hinsicht einsetzen konnte, u.a. bei der Dorferneuerung Hachborn, wo Junker an vorderster Front als einer der „Glorreichen Sieben“ beim Ausbau des Bürgerhauses und des Kindergartens aktiv mithalf.

Bürgermeister Andreas Schulz gratuliert seinem langjährigen Unterstützer und Freund.

Bürgermeister Andreas Schulz gratuliert seinem langjährigen Unterstützer und Freund.

„Wenn keiner voran geht, passiert auch nichts“, sagte Erwin Junker, deshalb sei er selbst immer ein Vorreiter gewesen. Sein Vater war ihm dabei ein Vorbild gewesen, denn er lebte ihm das gesellschaftliche Engagement seit frühster Kindheit vor. „Er war mein Held“, so der heute 74-jährige Erwin Junker, der in seiner Freizeit gerne Reisen unternimmt. Als leidenschaftlicher Autofahrer gehören Reisen mit dem Wohnmobil für ihn einfach dazu.
Erwin Junker habe sich mit viel Herzblut für seinen Heimatort eingesetzt, so der Staatsminister Dr. Thomas Schäfer und fügte mit Überreichung des Bundesverdienstkreuzes abschließend hinzu:
„Für Ihre herausragenden Verdienste um Ihre Heimatgemeinde und darüber hinaus möchten wir Ihnen herzlich danken.“

Feierstunde im Bürgerzentrum

Im Anschluss an die offizielle Feier lud Erwin Junker seine Familie, Freunde, Wegbegleiter und Unterstützer zu einer privaten Feier in das Bürgerzentrum nach Hachborn ein. Viele überraschten ihn mit wohlwollenden Reden und der Gesangverein trat ihm zu Ehren spontan auf.
Von seinen Mietern wurde eine Diashow über sein Leben erstellt und bei der Feier im Bürgerzentrum präsentiert.
Michael Kranixfeld, der Erwin Junker vor weit über 30 Jahren kennenlernte und später Bürgermeister der Gemeinde Allendorf wurde, war eigens aus Felsberg gekommen.
Mit guten Gesprächen und Anekdoten aus der Vergangenheit zog sich die Veranstaltung bis in die Abendstunden.


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