„Ein Händchen für die Menschen“

Dienstag, 07. Oktober 2014

Verabschiedung von Marianne Wißner am 03.09.2014

Seit dem 01.07.1975 Jahre war Marianne Wißner in der Gemeinde Ebsdorfergrund.

Nach 39 Jahren bei der Gemeinde und 48 Jahren im Öffentlichen Dienst schied sie im März 2014 aus gesundheitlichen Gründen aus dem Berufsleben aus.

Im September wurde sie in einer kleinen Feierstunde im Kreise ihrer Kolleginnen und Kollegen offiziell verabschiedet.

Marianne Wißner und Bürgermeister Andreas Schulz

Marianne Wißner ist bekannt im Ebsdorfergrund. Fast  jeder Bürger war mindestens einmal in den vergangenen knapp 4 Jahrzehnten in ihrem Büro, denn als Leiterin des Fachbereichs Ordnung und Soziales war sie nicht nur erste Anlaufstelle, wenn es um Fragen rund um das Ordnungsamt ging. Auch das Gewerbeamt, das Passamt sowie das Einwohnermeldewesen zählten zu ihrem Aufgabenbereich.

„Ihr Zimmer wurde während der Sprechzeiten ständig frequentiert“, erklärte Bürgermeister Andreas Schulz.

„Die Bürgerinnen und Bürger sind immer gerne gekommen“, so der Bürgermeister weiter, denn Marianne Wißner habe ein „Händchen für die Menschen“ gehabt und wusste mit jedem umzugehen.
Zeit nahm sie sich für jeden, der mit seinem Anliegen zu ihr kam. Gab es ein Problem, so wusste sie es zu lösen. Ihr Leitspruch lautet: „Sprechenden Menschen kann geholfen werden.“

„Durch ihre Menschenkenntnis und mit viel Fingerspitzengefühl schaffte sie es immer, viele Fälle im Vorhinein zu klären, ohne das weitere Konflikte entstanden,“ sagte Andreas Schulz, der ihre ausgleichende Art gepaart mit Durchsetzungskraft sehr schätzte und deshalb ihre gut gemeinten Ratschläge immer gerne entgegen nahm.

Ihr „Händchen für die Menschen“ zeigte sich auch in ihrer Position als Vorsitzende im Personalrat der Gemeinde, die sie von dem 2000 bis zu ihrem Ausscheiden innehatte.

Eigentlich habe sie geplant bis 65 zu bleiben, sagte Marianne Wißner ein wenig wehmütig über ihren Abschied bei der Gemeinde Ebsdorfergrund, denn wie so oft im Leben kommt alles ganz anders als geplant.

Und so führten gesundheitliche Gründe zu ihrem frühzeitigen und unverhofften Ausscheiden aus dem Dienst der Gemeinde.

„Der Ebsdorfergrund ist meine zweite Heimat geworden. Ich habe gerne mit dem Bürgermeister gearbeitet und viel von ihm gelernt, “ sagte die 63-jährige. Ihre Kollegen seien weit mehr als „nur Kollegen“ gewesen, so Marianne Wißner weiter. „Sie sind Freunde und Wegbegleiter.“
Für ihre Kolleginnen und Kollegen hatte Marianne Wißner immer ein offenes Ohr. Ihre zuverlässige, hilfsbereite und warmherzige Art machte sie im Kollegenkreis sehr beliebt.

Und so überreichten die Mitarbeiter der Verwaltung ihrer ehemaligen Kollegin ein kleines Präsent als Zeichen ihrer Wertschätzung für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren.

U.a. mit einem Blumenstrauß bedankte sich Bürgermeister Andreas Schulz abschließend im Namen der Gemeinde und der Bürgerschaft bei Marianne Wißner für die langjährigen Dienste in der Gemeinde Ebsdorfergrund.

Marianne WißnerBeruflicher Werdegang

• 1966 bis 1969: Ausbildung bei der Gemeinde Cappel
• Ab April 1966 bis 1968: kaufmännische Berufsschule in Marburg

Nach erfolgreichem Abschluss ihrer Ausbildung war sie bis 1974 bei der Gemeinde Cappel tätig und anschließend ein weiteres Jahr als Verwaltungsfachangestellte bei der Stadt Marburg (bis 1975).

Die Übernahme in den Dienst der Stadt Marburg erfolgte aufgrund des Gesetzes zur Neugliederung  der Landkreise Biedenkopf und Marburg und der Stadt Marburg/Lahn von 1974. Die Gemeinde Cappel in die Stadt Marburg eingegliedert.

• Ab dem 01.07.1975 war Marianne Wißner als Verwaltungsangestellte bei der Gemeinde Ebsdorfergrund eingestellt, als Leiterin des Ordnungsamtes (später Fachbereich Soziales und Ordnung)
• Von 2000 bis 2014: Vorsitzende des Personalrats
• Am 01.04.2006 feierte sie ihr 40-jähriges Jubiläum im Öffentlichen Dienst

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