Energieautark in 2020: Maßnahmen

Von der Gemeinde Ebsdorfergrund wurden hinsichtlich der Förderung privater und gewerblicher Energiegewinnung, sowie der Einsparung von Wärme und Strom schon vielerlei Dinge angeregt und umgesetzt und das auch schon seit geraumer Zeit.

Obwohl rechtlich nicht verpflichtet, haben sich die Gemeindeverantwortlichen schon in der Vergangenheit, auch in der Gegenwart und bestimmt auch in Zukunft dieser Thematik verschrieben.

Mehrzweckhalle in Wittelsberg

So hat der Gemeindevorstand den Verein „Sonneninitiative e.V.“ unterstützt erste Bürgersolarkraftwerke auf den Dächern der Gemeinde zu installieren. So ist ein Bürgersolarkraftwerk auf dem Dach des Bürgerhauses des Dorfgemeinschaftshauses in Wermertshausen entstanden und später auch auf dem Dach der Mehrzweckhalle in Wittelsberg.

Auch auf dem Dach der Gesamtschule Ebsdorfer-Grund ist mit Hilfe der Gemeinde und Unterstützung der Sonneninitiative eine riesige Photovoltaikanlage entstanden.

Mit Hilfe eines privaten Investors konnten die Dächer des Bürgerhauses in Beltershausen-Frauenberg, des Feuerwehrgerätehauses in Wittelsberg und der Mehrzweckhalle in Rauischholzhausen belegt werden.
Durch die Gründung der Energiegenossenschaft unter maßgeblicher Beteiligung der Gemeinde werden alle weiteren noch verfügbaren und geeigneten Gemeindedächer, angefangen vom Bürgerzentrum in Dreihausen über Dachflächen des Kindergartens etc. mit Photovoltaikanlagen belegt.

Auch hier können gewerbliche und private Anleger investieren und so die private bzw. gewerbliche Energiegewinnung voranbringen. Die Gemeinde förderte das auch durch die Abhaltung von Informationsveranstaltungen und Bürgerversammlungen. Viele sind interessiert auch Privatdächer zur Verfügung zu stellen.

Unterstützt hat der Gemeindevorstand der Gemeinde Ebsdorfergrund auch den Bau der ersten Biogasanlage in Heskem-Mölln.

Biogasanlage in Heskem-Mölln

Auch hier kommt es durch Landwirte zu einer gewerblichen, erneuerbaren Energiegewinnung, das gleiche wird der Fall sein beim Bau der größten Biogasanlage in Heskem-Mölln, die derzeit im Bau ist und im Frühjahr 2012 ans Gas-Netz gehen wird.

Neue Biogasanlage im Bau

Auch hier tragen Landwirte zur gewerblichen Energiegewinnung bei. Im ersten Fall hat die Gemeinde geholfen Informationsveranstaltungen abzuhalten, um eine anfangs skeptische Haltung in der Bevölkerung aufzulösen und einen akzeptablen Standort mit Mehrfachnutzen zu finden und durchzusetzen.

Im zweiten Fall hat die Gemeinde über städtebauliche Verträge und eine Bauleitplanung das Projekt überhaupt erst möglich gemacht. Auch hier war eine breit angelegte Informationskampagne der Gemeinde Grundvoraussetzung für die spätere Akzeptanz der Anlage. Auch hat die Gemeinde Verträge geschlossen und das Bauleitplanverfahren durch alle Instanzen gebracht. Sogar ein Abweichungsverfahren beim Regionalen Raumordnungsplan Mittelhessen war notwendig und erfolgreich. Den Ausbau des Gas-Netzes im Ortsteil Beltershausen-Frauenberg machte der Gemeindevorstand durch den Abschluss eines Gas-Konzessionsvertrages überhaupt erst möglich. Durch Werbeveranstaltungen und Maßnahmen fördert die Gemeinde die Aktivität und das Angebot der Stadtwerke. Die Gemeinde organisierte sogar mehrere Infoveranstaltungen zu diesem Thema und schloss die KITA „Sonnenschein“ in Beltershausen-Frauenberg an die neue Gasleitung an.
Weitere Anschlüsse (Feuerwehrgerätehaus und Bürgerhaus) sind geplant. Nach dem Ausbau der Gasleitungen im Grund sollen weitere Gemeindeeinrichtungen angeschlossen werden.

Die Nutzung von Windenergie versucht die Gemeinde Ebsdorfergrund schon seit 10 Jahren im Gemeindegebiet umzusetzen. Durch die zurückhaltende bis einschränkende Haltung der Landesregierung, bis zu den Ereignissen in Japan, von Vogel- und Naturschützern sowie der Nachbargemeinde Allendorf , war dies bislang noch nicht so erfolgreich wie sich das die Gemeindeorgane durch den Abschluss von Verträgen bereits gewünscht hätten. Auch hier hat die Gemeindeverwaltung sowie der Gemeindevorstand durch die Abhaltung von Bürgerinformationsveranstaltungen, Informationsfahrten, die Beteiligung aller Ortsbeiräte und die Beschlussfassung in den Gemeindeorganen maßgeblichen Anteil daran, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen ist drei Windenergieanlagen im Bereich des „Kalten Stalles“ oberhalb von Leidenhofen vor Winnen umzusetzen. Eine Beteiligung der Bürger ist vorgesehen. Ursprünglich waren bis zu 6 Anlagen geplant.

Auch hat der Gemeindevorstand angeschoben, dass eine Holzpelletsanlage zukünftig die Mehrzweckhalle und die Grundschule in Wittelsberg mit einer regenerativen Energie versorgt. Vor allem auch die Gründung der Energiegenossenschaft Ebsdorfergrund wird einen weiteren Schub darstellen, dass private und gewerbliche Energiegewinnung durch Aktivitäten der Genossenschaft möglich werden.

Auch die Gründung der Grundnetz GmbH kann in diesem Zusammenhang gesehen werden. Denn dadurch, dass die Gemeinde Ebsdorfergrund sowie die Stadtwerke Marburg das Stromnetz von der E-on Mitte kaufen, wird die private und gewerbliche regenerative Energiegewinnung vor Ort leichter und dadurch gefördert.

Um Wärme und Strom einzusparen hat der Gemeindevorstand schon früh u.a. einen Energiebeauftragten ernannt. Energieeinsparungen sind eine riesige Energiequelle. Hier hat der Gemeindevorstand Temperaturgrenzen in den gemeindl. Einrichtungen festgelegt.
Alte Heizungsanlagen
sind durch neuere ersetzt worden.

Straßenbeleuchtung soll auf LED umstellt werden

Die Straßenbeleuchtung wurde zeitlich reduziert. Sie soll darüber hinaus überwiegend auf LED-Beleuchtung umgestellt werden.(Bild Nr. 4 einfügen) Die Gemeinde Ebsdorfergrund ist auch hier anderen zeitlich weit voraus. Energiesparlampen kommen in den öffentlichen Gebäuden der Gemeinde nach und nach zum Einsatz. Auch hier soll die LED-Technik Einzug halten. Das Bewusstsein der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Energieeinsparungen wurde geschärft. Permanente Kontrollen und Informationen sollen helfen, den erreichten Stand nicht nur aufrecht zu erhalten, sondern weiter zu verbessern. Dazu gehört auch, dass die Einstellungen von Heizungssystemen technisch optimiert und verbessert wurden. Der sparsame Umgang mit den elektrischen Anlagen durch die Hausmeister und Leiter der Bürgerbüros sowie der Betriebskräfte vor Ort wurde durch Schulungen verbessert.
Das GrundBad
in Heskem-Mölln wurde über die Gesamtschule Ebsdorfer Grund an die Biogasanlage in Mölln angeschlossen.
Stromfresser
im GrundBad wurden stillgelegt. Das unrentable Blockheizkraftwerk im GrundBad wurde demontiert und verkauft.

Im Rahmen der Konjunkturprogramme des Bundes und des Landes kam es zu einer grundhaften energetischen Ertüchtigung des Bürgerhauses in Beltershausen-Frauenberg und der Mehrzweckhalle in Rauischholzhausen. Beim Neubau der Bürgerzentren in Hachborn und in Dreihausen wurden insbesondere auch auf die energetische Verbesserung und die Einhaltung neuer Standards geachtet.
Belegungszeiten in
den Bürgerhäusern, Mehrzweckhallen, Dorfgemeinschaftshäuser und Bürgerzentren wurden hinsichtlich der Energieeinsparung ebenso optimiert, wie im GrundBad in Heskem-Mölln. Dort kam es zur Einschränkung von Warmbadetagen und der Reduzierung der Wassertemperatur. Bei der Auswechslung und Neuanschaffung von Elektrogeräten und wassersparenden Armaturen achtet die Gemeinde auf die Energieeffizienz.

Außerdem hat die Gemeinde Münzzähler in den Duschen in den Mehrzweckhallen Wittelsberg und Leidenhofen sowie im Bürgerzentrum Dreihausen einbauen lassen. Weiterhin rechnet die Gemeinde die Energieverbräuche mittlerweile Objekt- und Nutzerbezogen getrennt ab und fördert durch den Kennzahlenvergleich und den Anreiz durch weniger Verbrauch eine niedrigere Nebenkostenabrechnung. Auch besetzt die Gemeinde immer wieder dieses Thema öffentlich.

Die Gemeinde möchte, dass gerade auch private und gewerbliche Beiträge zur Energieeinsparung und alternativer Energiegewinnung ergriffen werden. Zuletzt ist dies durch den Bau der größten gewerblichen Photovoltaikanlage auf Dächern eines Unternehmens in Hachborn gelungen. Diese Anlage sorgt nicht nur dafür, dass Eigenstrom produziert, sondern zukünftig auch die Kühlung des Unternehmens durch die eigene Stromgewinnung geschieht. Andere Unternehmer in Hachborn, Dreihausen und Wittelsberg haben vorher schon kleinere Photovoltaikanlagen auf ihren Dächern gebaut. Etwa 100 Photovoltaikanlagen gibt es schon im Grund. Der Stromverbrauch bei den gemeindlichen Abnahmestellen wurde fast komplett auf Ökostrom umgestellt.

 

 

Energiewende
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