Biogenergiepark in Heskem-Mölln

Größte Biogasanlage Mittelhessens ist im Ebsdorfergrund

Es ist die zweite ihrer Art im Ebsdorfergrund, aber deutlich größer als die erste Anlage.

Die Verträge für den Bau der Biogasanlage wurden zwischen der Biogas Ebsdorfergrund GmbH und Co.KG, einer Tochter der Altus AG, und den Stadtwerken Marburg unterzeichnet. Der Standort zwischen Heskem-Mölln und Beltershausen-Frauenberg wurde bewusst gewählt, um die Ortslagen vom Verkehr frei zu halten.

3 Jahre lang hatte die Gemeinde auf die größte Einzelinvestition in der Geschichte der Großgemeinde hingearbeitet und mit einer groß angelegten Bürgerinformation den Prozess um die Baurechtschaffung begleitet.

Die Stadtwerke verlegten für den Bau und den Anschluss bereits eine fünf Kilometer lange Hochdruck-Gasleitung von Marburg-Cappel über Beltershausen-Frauenberg nach Heskem-Mölln. In Betrieb gegangen ist  die Leitung im Herbst 2011, mit dem Start der neuen Biogasanlage. Mit Inbetriebnahme der Anlage wurde das Biogas in Erdgas umgewandelt und in das Erdgasnetz der Stadtwerke eingespeist.

Erster Spatenstich zum Bau der Biogasanlage

Für den Bau der Erdgasleitung sowie der Konditionierungsanlage investierten die Stadtwerke zwei Millionen Euro. Die Investitionssumme seitens Biogas Ebsdorfergrund GmbH und Co.KG (Altus AG) für den Bau des Bioenergieparks betrug insgesamt zehn Millionen Euro. „Die Anlage erzeugt 500 Kubikmeter Biogas pro Stunde und wird zunächst den Gasbedarf von Marburg bis zu acht Prozent decken“, so Rainer Kühne von den Stadtwerken Marburg. Dies entspricht einer jährlichen Energiemenge von mehr als 40 Millionen Kilowattstunden.

Das heißt, mehr als 3.000 Haushalte könnten mit Strom versorgt werden, und zusätzliche 600 Haushalte mit Wärme. Später ist geplant, den Ebsdorfergrund zu versorgen.

Alle Beteiligten, Biogas Ebsdorfergrund GmbH und Co.KG als Investor, die Stadtwerke als Konzessionär und die Gemeinde verbinden mit dem Projekt mehrere Ziele:

  1. Nutzung von landwirtschaftlichen Ressourcen für die erneuerbare Energieproduktion,
  2. Verdrängung fossiler Energieträger und ein aktiver Beitrag zu Klimaschutz,
  3. Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen auch in der Landwirtschaft,
  4. Zusätzliche Einnahmen für die Gemeinde,
  5. Erhöhung der heimischen Wertschöpfung

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