Rauischholzhausen
Erstmalige Erwähnung findet Rauischholzhausen im Jahre 750 im Urkundenbuch des Klosters Fulda. Im Jahre 759/779 wurde Rauischholzhausen das erste Mal urkundlich erwähnt.
Zur Unterscheidung von den zahlreichen anderen Holzhausen-Orten wurde der Name der ortsadeligen Familie Rau (von Holzhausen) vorangestellt.
Am Ortsrand befinden sich Schloss und Park Rauischholzhausen errichtet von der saarländischen Industriellenfamilie von Stumm, sowie wenige Überreste der keltischen Siedlung Breydenborn.
Des Weiteren findet sich in unmittelbarer Nähe des Dorfes ein jüdischer Friedhof mit Grabmalen aus dem 19./20. Jahrhundert. Er diente als gemeinsamer Begräbnisplatz der jüdischen Gemeinden von Ebsdorf, Leidenhofen, Mardorf, Rauischholzhausen, Roßdorf, Schweinsberg und Wittelsberg.
Erstmals erwähnt 750 – 779 im Urkundenbuch des Klosters Fulda. Es wurde 1330 Burgsitz der Rau von Holzhausen, die es vom Erzbischof von Mainz als Lehen erwarben. Die Dorfbewohnern waren nun den Herren von Rau Abgabe- und dienstpflichtig. Sie hatten eine eigene Gerichtsbarkeit. Als Hessen 1866 preußisch wurde, lehnte der letzte von Rau den Übertritt in die preußische Armee ab und verkaufte 1871 seinen gesamten Besitz an den Botschaftsrat von Stumm. Stumm gehörte zu der bekannten saarländischen Industrieellenfamilie Stumm.
Er war kaiserlicher Botschafter in Madrid und wurde vom Kaiser Friedrich in den erblichen Adelsstand erhoben. In der Zeit von 1871 – 1875 wurde das Schloß Rauischholzhausen erbaut, ein ganz auf Repräsentation eingerichteter Bau.
Die luxuriösen Züge findet man überall an den Türmen, Giebeln, Fassaden, Erker, kunstvolle Gitter und ein schönes Empfangsportal. Eingebettet ist dieses Schloss in einer großen Parkanlage.
Der Park, im englischen Stil angelegt, ist weitgehend der Natur angepaßt und mit annähernd 300 verschiedenen Baumarten und Gehölzen bepflanzt. Zwei Wasserläufe durchziehen den Park. An mehreren Stellen sind sie zu Teichen aufgestaut. Schloss und Park fielen 1945 dem Lande Hessen zu. Der Gutshof, im 16. Jahrhundert errichtet, war inzwischen an die Kerckhoff-Stiftung Bad Nauheim übergegangen und von der Universität Gießen zu wissenschaftlichen Zwecken genutzt. Den Besuch des Schlosses, der Parkanlage und des Gutshofes sollte sich der Besucher nicht entgehen lassen. Hier kann er Erholung und Entspannung finden.
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