Heskem-Mölln

Heskem-Mölln

Heskem, auch Hestingsheim genannt, wird um 780 im Codex Fuldensis erstmals genannt. Dieses alte Wehrdorf hat seinen Ursprung aus einer Chattensiedlung. Es zählte zum Mainzer Stift “St. Stefan” und gehörte zum Gerichtsort Ebsdorf. Der Name Heskem wird 1744 das erste mal genannt. Eine alte Durchgangsstraße aus dem Raume Gießen in Richtung Kirchhain, führte schon recht früh durch diesen Landstrich. Diese alte Handels- und Heeresstraße erforderte wohl den Ausbau des Ortes zu einer wehrhaften

GrundBad in Heskem-Mölln

Feste. Der Wehrkirchturm aus dem 13. Jahrhundert erinnert noch an diese Zeit. Ein noch im Ständerbau (16 Jahrhundert) errichtetes Bauernhaus aus dem alten Ortskern wurde abgebrochen und im Hessenpark Neu-Anspach in ursprünglichem Zustand, als für diese Gegend typischer Hof, wieder aufgebaut.

Als historisches Kleinod aus dem 17. Jahrhundert ist noch eine Bronzeglocke zu erwähnen. Sie hat alle Kriegswirren überdauert und ruft heute noch in der alten Fachwerkkirche zu Roßberg die Gläubigen zu Gottesdienst und Gebet.

Mölln früher Mulen, ist abgeleitet von der Mühle. Schon um das Jahr 1150 existierte eine Mühle in der kleinen Ortschaft Mölln.

Aus den benachbarten Dörfern lieferten die Bauern Jahrhunderte lang ihr Getreide dorthin. Zweifellos ist die Möllner Mühle eine der ältesten Mühlen im ganzen Umkreis. Beachtenswert ist das alte Fachwerkhaus mit seiner “Wilden-Mann” Konstruktion. Besonders schön ist die Gibelseite nach Heskem zu. Sie wurde seit dem Tag der Erbauung nicht verändert. Sogar einige der alten Schiebefenster sind noch erhalten. Nur der “Käsekorb” der früher oben am Giebel hing, ist verschwunden, sowie der Mühlgraben und das Mühlrad.


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