Dreihausen

Dreihausen

Dreihausen, auch Hausen genannt, wird 1151 erwähnt.

Geschichtlich interessant sind die “Höfe” in Dreihausen. Hier handelt es sich um eine frühmittelalterliche Befestigung aus karolingischer Zeit, die vermutlich zwischen 750 und 800 n. Chr. entstanden ist. Die Anlage besteht aus einer Unter- und Oberburg mit einer Fläche von ca. 2 ha. In der Oberburg wurden die Reste eines steinernen Hauses sowie einer Rundkirche mit einer Nordapsis gefunden. Eine aufwendige Bemalung sowie der Fund eines kleinen Stückes Porphyr (grüner Marmor aus Lakonien) lassen darauf schließen, dass es sich bei den Bewohnern der Burg um einen kleinen privilegierten

Gemeindeverwaltung in Dreihausen

Personenkreis gehandelt haben muss. Die Höfe haben eine Sonderstellung innerhalb der karolingischen Befestigungen, die auf eine enge Beziehung zum karolingischen König vermuten lassen. Gerne wird über einen Zusammenhang mit dem Königsaufenthalt in Ebsdorf 1054, 1057 und 1066 spekuliert, dies ist aufgrund der Zeitdifferenz unwahrscheinlich, aber auch nicht ganz auszuschließen.

Das Gemeindewappen ist gleichzeitig auch das Dorfwappen, es zeigt im goldenen Schild auf grünem Dreiberg einen roten Zinnenturm, belegt mit dem hessischen Schild. Im Wappen wird die mittelalterliche Wittelsberger Warte abgebildet, die den hessischen Landgrafen dazu diente, den Verkehr auf der Straße durch den Ebsdorfergrund zwischen mainzischen Gebieten zu überwachen.

Heute ist Dreihausen ein Dorf mit ausgeprägter Infrastruktur. Mit etwa 1650 Einwohnern ist Dreihausen Hauptsitz und Verwaltungsort der Gemeinde Ebsdorfergrund.

Bekannt ist auch die Pizzeria “Da Nino” in der Alten Landstraße 7, die seit sechs Jahren den Ebsdorfergrund und die Region mit köstlichen italienischen Gerichten beliefert.


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