3. Bauabschnitt der Sanierungsarbeiten des Bürgerhauses in Beltershausen-Frauenberg hat begonnen:

Donnerstag, 05. Mai 2011

– „Freisitz“ schafft neue Nutzungsmöglichkeiten –

Besonders in den ländlichen Gemeinden spielen Bürgerhäuser eine wichtige Rolle, denn hier finden zahlreiche Feste und Veranstaltungen statt, die das kulturelle und soziale Leben, aber auch den Gemeinschaftssinn der Mitbürger fördern.

v.l. Heinrich Happel, Robert Pfeffer und Erich Hahn packten tatkräftig mit an.

Im Ebsdorfergrund gibt es in nahezu jedem Ortsteil ein Dorfgemeinschaftshaus, eine Mehrzweckhalle oder ein Bürgerhaus, deren Erhalt für die Gemeindeverantwortlichen wichtig ist.

Mit der Unterstützung der Dorfgemeinschaften in Form von Eigenleistungen können diese nicht nur erhalten, sondern es können außerdem neue Nutzungsmöglichkeiten geschaffen werden, wie sich z.B. letztens beim Bürgerhaus in Beltershausen-Frauenberg zeigte.

Die Sanierungsarbeiten des Bürgerhauses sollen am Ende dieses Jahres abgeschlossen werden. Danach wird das Beltershäuser Bürgerhaus nicht nur genauso gut aufgestellt sein wie die neuen Bürgerzentren in Dreihausen und Hachborn, sondern ein mit Hilfe von Eigenleistern hergestellter Freisitz bietet zusätzlich neue Nutzungsmöglichkeiten. Bei schönem Wetter können die Beltershäuser und Frauenberger, aber auch Gäste von außerhalb ihr Getränk im Freien genießen. – Ein Angebot, das auch dem neuen Pächter der Kegelbahngaststätte zu Gute kommt.  Denn dieser „soll dauerhaft erfolgreich sein“, so Bürgermeister Andreas Schulz.

Investitionen in die Dörfer der Gemeinde sind für den Bürgermeister eine wichtige Voraussetzung zum Erhalt der dörflichen Tradition und Kultur.

Nachdem der Servicehof vorbereitende Maßnahmen durchgeführt hatte, wie z.B. die Herstellung von Umfassungsmauern, gingen die drei Eigenleister, – Robert Pfeffer, Erich Hahn und Heinrich Happel- , ans Werk.

In rund 60 Arbeitsstunden verlegten sie Pflastersteine und stellten den ca. 110 m² großen Freisitz im Bereich vor dem großen Saal des Bürgerhauses her.

Als Koordinator dieser Maßnahme sprach der ehemalige Beigeordnete Robert Pfeffer die Bürger an und freute sich über die freiwilligen Helfer.

„Als Rentner ist es gut, wenn man helfen kann,“ sagte Erich Hahn und würde sich freuen, weitere Helfer für die Umbauarbeiten am Bürgerhaus gewinnen zu können.

Heinrich Happel fasste scherzhaft zusammen: „Drei Rentner, die 70 m² Steine bewegten, haben jetzt jede Menge Muskelkater.“

Der Freisitz und die Bestuhlung für 42 Personen kosten rund 15.000 Euro. Durch den Beitrag der Helfer konnte der Kostenrahmen eingehalten werden.

Der Bürgermeister lobte alle und auch Ortsvorsteher Block freute sich über den Einsatz der drei engagierten Helfer.

In drei Bauabschnitten runderneuert

Das Bürgerhaus in Beltershausen-Frauenberg wird in drei Abschnitten runderneuert, d.h. nicht nur saniert und modernisiert, sondern auch optisch aufgewertet.

Nachdem die Kegelbahngaststätte im Untergeschoss in einem ersten Bauabschnitt im Wert von 80.000 Euro runderneuert und mit einem neuen Haupteingang versehen wurde, folgte der zweite Bauabschnitt, bei dem das Gebäude ein komplettes „Facelifting“ erhielt sowie energetisch ertüchtigt und modernisiert wurde. Hierfür wurden 210.000 Euro vor allem über das Konjunkturprogramm des Bundes investiert.

Weitere Maßnahmen in Planung

Zur Fertigstellung des dritten Abschnitts hat die Dorfgemeinschaft von Beltershausen-Frauenberg umfangreiche Hilfe zugesagt. Nach dem Freisitz soll nun auch der Innenbereich modernisiert und durch moderne Technik neuen Nutzungsgruppen angeboten werden. Eine elektrotechnische Aufwertung, wie z.B. die Herstellung eines Internetanschlusses und zusätzliche Steckdosen, sind geplant.

Nach getaner Arbeit wurde gemeinsam mit Bürgermeister Andreas Schulz Ausblick auf weitere Modernisierungsmaßnahmen im Bürgerhaus gehalten. (v.l. Robert Pfeffer, Bürgermeister Andreas Schulz, Architekt Albert Mengel, Erich Hahn und Heinrich Happel)

Gemeinsam mit den Mitarbeitern des Servicehofs wollen die Eigenleister außerdem – auf dem Bereich zur Bushaltestelle hin – Rasen anlegen und diesen gärtnerisch gestalten. Dabei bekommen sie Unterstützung des Verschönerungsvereins, der  Pflanzkübel stiftet und für eine schöne Optik sorgt. Die Gemeinde wiederum lässt die Außenbeleuchtung herstellen.

Zudem planen Ortsvorsteher Johannes Block und der Ortsbeirat, einen Infopavillon zu errichten, wie es ihn schon in anderen Dörfern der Gemeinde gibt.

Die Vereine, die Kirche und andere Gremien haben dann anhand dieses Informationsstandes die Möglichkeit, Ankündigungen von Veranstaltungen oder Mitteilungen auszuhängen. Dieses Projekt bezuschusst die Gemeinde mit 2500 Euro.

Wenn alle Sanierungsarbeiten abgeschlossen sind, ist im Sommer 2012 ein großes Einweihungsfest des„neuen“ Bürgerhauses vorgesehen.

„Bis dahin könnten wir weitere Unterstützung gebrauchen und würden uns über weitere fleißige Helfer beim geplanten Innenausbau freuen“, sagte Ortsvorsteher Johannes Block abschließend.

Wer Interesse hat und helfen möchte, ist jederzeit herzlich willkommen und meldet sich einfach bei Ortsvorsteher Johannes Block unter der Tel. 06424-3352.

Am 06.Juni 2011 um 19.30 Uhr findet im Bürgerhaus ein Treffen statt, zu dem der Bürgermeister den Ortsbeirat, Vereinsvertreter, den Pfarrer aber auch alle Interessierten einlädt, um weitere Schritte und Maßnahmen zu besprechen.


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