Durch Innovation Geld sparen:

Freitag, 25. März 2011

– LED Beleuchtung soll im Ebsdorfergrund eingeführt werden –

„Wir wollen durch Innovation Geld sparen“, so Bürgermeister Andreas Schulz und fügte hinzu: „Die größte Energiequelle in der Gemeinde ist es, Energie zu sparen.“

Bürgermeister Andreas Schulz, die Projektentwickler von SolarEcoPower sowie Gemeinde-Mitarbeiter Harald Bausch

Aus diesem Grund soll in der Gemeinde in der nächsten Zeit die bisherige Beleuchtung durch LED-Technik ersetzt werden:

– Über 700 000 Euro können so in einem Zeitraum von 10 Jahren eingespart werden.

Umgesetzt wird das Ganze mit den vier Projektentwicklern der SolarEcoPower GmbH aus Butzbach, die die Gemeinde beratend unterstützen. Mit dieser Maßnahme ist die Gemeinde eine von wenigen Kommunen in Hessen, die dieses Thema engagiert angehen.

Die Gesamtkosten der Umstellung auf LED Technik belaufen sich auf  280.000 Euro, wovon die Gemeinde 100 000 Euro Fördermittel vom Bundesministerium für Umwelt erhalten wird.

Da das geförderte Programm am 31.März ausläuft, gilt es schnell zu handeln, so dass der Förderantrag fristgerecht gestellt werden kann. Trotz der Investitionen, die die Gemeinde aus Rücklagemitteln bestreiten will, können binnen 10 Jahren über 700.000 Euro Kosten eingespart werden. Der Gemeindevorstand und der Haupt- und Finanzausschuss haben einstimmig den Weg freigemacht und sind somit dem Vorschlag des Bürgermeisters/Verwaltung gefolgt.

“Gefördert werden 40 % für die Umstellung der Straßen- und Außenbeleuchtung und 25% für die Innenbeleuchtung”, so ein Mitarbeiter der Firma SolarEcoPower.

Da ohnehin ab dem Jahre 2015 die alten Quecksilberdampfleuchtmittel in den Straßenlampen nicht mehr ersetzt werden dürfen, zieht die Gemeinde Ebsdorfergrund die Investition vor, und spart für die Umstellung auf LED dank der Fördermittel rund 100.000 Euro.

Nachdem der Antrag gestellt wird, muss die Gemeinde noch auf die Bewilligung warten.

Insgesamt 539 Quecksilberdampf- und Langfeldstraßenlampen mit ca. 100 Watt werden in der Gemeinde durch LED-Lampen mit 25 Watt ersetzt, so dass nur noch ein Viertel der vorherigen Energie verbraucht, aber die doppelte bis dreifache Beleuchtungsstärke erzielt wird.

Ebenso werden fast alle Liegenschaften der Gemeinde eine LED Beleuchtung erhalten. Dazu zählen: die Mehrzweckhallen in Rauischholzhausen und Leidenhofen, die Sporthalle und das Bürgerhaus in Wittelsberg, die beiden gemeindlichen Kitas, die Dorfgemeinschaftshäuser in Ebsdorf und Beltershausen, der Servicehof, das Schwimmbad und die Gemeindeverwaltung in Dreihausen.

Hier wird sich der Verbrauch um 60-90% reduzieren.

Während bei der Innenbeleuchtung lediglich die Röhren bzw. Glühlampen gewechselt werden, wird bei den Straßenlampen der ganze Lampenkopf gegen eine moderne LED Lampe ausgetauscht.

Der kühle blaue Schimmer, der die LED- Leuchten lange Zeit unbeliebt machte, wurde dank modernisierter Technik ausgebessert.

Mittlerweile erzeugen die LEDs unterschiedliche Farbtemperaturen, – ein kühles, ein klares sowie ein warmes Weiß.

Rund 55.000 Euro Stromkosten können im Jahr durch die Einführung der LED–Technik eingespart werden. Hinzu kommen die Wartungskosten, die sich aufgrund der langen Lebensdauer einer LED-Lampe ebenso reduzieren:

Während eine LED Leuchte rund 50.000 Stunden am Stück brennt, sind es bei einer herkömmlichen Glühlampe nur 1.000 Stunden.

Die Amortisationszeit (inkl. Wartungseinsparungen) liegt bei durchschnittlich zwei Jahren.

Neben den eingesparten Kosten kommt die Umstellung auf LED auch der Umwelt zu Gute. Zudem geht die Gemeinde einen weiteren großen Schritt auf ihr Ziel zu, energieautark zu werden.

“Je weniger Energie wir ohne Leistungseinschränkungen verbrauchen, desto weniger müssen wir durch erneuerbare Energien ersetzen”, sagte Bürgermeister Andreas Schulz bei der Präsentation und “um so schneller erreichen wir unser Ziel schon vor 2020 energieautark zu sein”.


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