Offener Brief an die Kultusministerin Henzler

Freitag, 18. März 2011

Eine dringende Bitte um Hilfe für das Jugendwaldheim Roßberg

Sehr geehrte Frau Kultusministerin Henzler,

ich wende mich heute in einer mir sehr wichtigen Angelegenheit an Sie. In meiner Gemeinde befindet sich das Jugendwaldheim Roßberg. Wie Sie bereits aus einem Schreiben des 1. Vorsitzenden des Jugendwaldheim Roßberg e.V., Herrn Hartmut Bölts, erfahren haben dürften, befindet sich die schulergänzende Jugendbildungs-stätte durch den Wegfall von Lehrer-Stunden in Gefahr und muß die Schließung befürchten.

Bereits 20 Jahre werden in der im Landkreis geschätzten natur- und umweltpädagogischen Einrichtung, Kinder und Jugendliche zu diesem Thema gebildet, Lehrer als Multiplikatoren fortgebildet und zudem ökologische Grundbildungs-Konzepte für Schulen und Einrichtungen der Lehrerbildung entwickelt. Über die Geschichte, den Aufbau und die Entwicklung des Jugendwaldheim Roßberg wurden Sie bereits über Herrn Bölts informiert –
ich möchte mich nicht wiederholen.

Von meiner Seite möchte ich folgendes besonders betonen:
Die Vermittlung der umweltpädagogischen Inhalte gerade an dieser schul-ergänzenden Bildungsstätte, gelegen im Roßberger Wald, ist von besonderer Qualität – die Kinder und Jugendlichen lernen direkt von der Natur, mit der Natur umzugehen, erleben und erspüren Zusammenhänge und haben somit ganz andere Möglichkeiten der Erfahrung im Umgang mit der Natur für den Erwerb ökologischer Einsichten und für die Entwicklung von verantwortungsvollem Umweltverhaltens, als wenn sie sich mit dieser Thematik allein abstrakt im Unterricht an der Schule auseinander setzen.

Nicht nur als Beiratsmitglied des Jugendwaldheims, sondern auch in meiner Funktion als Bürgermeister möchte ich alles in meiner Macht stehende tun, um zu helfen, die Weiterführung dieses wichtigen Natur- und Umweltzentrums in der Region und dieser wertvollen Bildungsstätte für jährlich über 4500 Kinder und Jugendlichen aus der Gemeinde und dem ganzen Landkreis zu erhalten.

Ein Lernort mit diesen inhaltlich zunehmend wichtiger werdenden und zukunftsweisenden Bildungsinhalten gilt es zu fördern und auszubauen. An der ökologischen Bildung unserer Kinder, der Förderung ihres Verständnisses in die Natur mit der guten Möglichkeit der Entwicklung eines verantwortungsvollen Umwelt-verhaltens, gerade im Hinblick auf die brisante Thematik Klimawandel und Resourcenerschöpfung, sollte nicht gespart werden
– die Zukunft wird es uns nicht danken.

Mit der eindringlichen Bitte sich der Thematik anzunehmen und sich in puncto mangelnder Personalversorgung an der Bildungsstätte Jugendwaldheim Roßberg persönlich dafür einzusetzen, dass im ausreichenden Maß die dringend benötigten Lehrer-Stunden bereitgestellt werden
verbleibe ich heute

mit freundlichen Grüßen

Andreas Schulz
Bürgermeister


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