In Ebsdorfergrund soll auch energiepolitisch die Sonne scheinen

Mittwoch, 26. Januar 2011

Die in 2010 neu gegründete Energiegenossenschaft Ebsdorfergrund e.V. nimmt ihre Arbeit auf, weiß Bürgermeister Andreas Schulz zu berichten.

Mit ihrer Hilfe sollen energiepolitisch in der Sonnenscheingemeinde Ebsdorfergrund Photovoltaikanlagen noch verstärkter zum Einsatz kommen, indem die Genossenschaft Dachflächen anmietet und selbst Photovoltaikanlagen errichtet. Auch die Gemeinde will ihre letzten Dachflächen in die Genossenschaft einbringen. Viele gemeindliche Dachflächen sind bereits belegt, weil die Gemeinde regenerative Energien zum Durchbruch verhelfen will. Dabei setzt der Gemeindevorstand aber nicht nur auf die Photovoltaik, sondern auch auf Biomasse, Holz und Wind.

„Wir wollen weg von der Atomkraft und wissen, dass die fossilen Brennstoffe endlich sind“, sagt Bürgermeister Andreas Schulz, deshalb kaufe die Gemeinde für ihre Liegenschaften nur Ökostrom ein. „Wir nutzen die Wärme aus der ersten Biogasanlage für unser GrundBad in Heskem-Mölln“. Demnächst soll Beltershausen-Frauenberg mit Biogas aus der zweiten Biogasanlage versorgt werden. Die größte Energiequelle der Gemeinde ist aber, Energie gar nicht erst zu verbrauchen. Seit Jahren arbeitet in dieser Hinsicht der Beigeordnete Helmut Piscator aus Dreihausen mit großem Erfolg für seine Gemeinde. Viel Geld habe Helmut Piscator der Gemeinde schon gespart und der Umwelt und dem Klima viel Gutes getan. Auch die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf Natriumdampflampen auf Anregung der leider schon verstorbenen Gemeindevertreterin Renate Kraushaar und die Abschaltung der Straßenbeleuchtung nachts gehören zu den schon erschlossenen Einsparpotenzialen.

Mit dem Kauf des Stromnetzes von der E-on Mitte gemeinsam mit den Stadtwerken Marburg will Bürgermeister Andreas Schulz einen weiteren Schritt in Richtung energieautarke Gemeinde machen. Die Verträge werden derzeit ausgearbeitet und sollen in der letzten Sitzung der Gemeindevertretung am 28.02.2011 beschlossen werden. „Auch wenn Energiepolitik eine freiwillige Aufgabe der Kommunen ist, der Ebsdorfergrund will auch hier nachhaltige Politik betreiben und selbst Verantwortung übernehmen“, formuliert Bürgermeister Andreas Schulz abschließend das Verständnis der Gemeinde zum Thema kommunale Daseinsvorsorge. Übrigens: Auch die Namensgebung „Sonnenscheingemeinde“ soll den Einsatz von Photovoltaik nahelegen.


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