Bürgermeister befürchtet mit zunehmendem Verkehr auch mehr Lärm auf der L 3048 durch den Ebsdorfergrund

Montag, 24. Januar 2011

Mit dem Weiterbau der A 49 wurde begonnen. Ob der Bau in einem Stück Realität wird, ist wegen des fehlenden Baurechts ab Stadtallendorf offen. Schon heute benutzen viele LKW’s wegen der Maut die alte Handelsstraße „Lange Hessen“ (neu L 3048) durch den Ebsdorfergrund und das Amöneburger Becken. „Wenn die neue Autobahn A 49 nicht in einem Rutsch durchgebaut wird“, so Bürgermeister Andreas Schulz, „wird der Verkehr noch zunehmen, das kann nicht im Sinne der Anliegerdörfer der L 3048 durch den Ebsdorfergrund sein“.

Der Bürgermeister hat sich diesbezüglich schon an das Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV in Marburg) gewandt und Fragen nach der gemeldeten Lärmbelastung von heute gestellt. Das besonders der Schwerlastverkehr auf der Landstraße nicht noch mehr wird, bedarf es überörtlicher Maßnahmen, die den Verkehr großflächig lenken. Hier sieht der Bürgermeister das Land und den Bund in der Pflicht. „Vielleicht muss auch über eine LKW-Maut auf besonders frequentierten Landes- und Bundesstraßen nachgedacht werden“, so der Verwaltungschef der Gemeinde. Dazu gehören müsste dann auch die L 3048.

Vorausschauend und begleitend zur Baurechtsschaffung für die OU Heskem fordert der Gemeindevorstand vom Land Hessen eine Verkehrsuntersuchung für die Ortslage von Heskem-Mölln, mit welchen ggf. zusätzlichen Maßnahmen innerorts gleichmäßig Verkehrsberuhigung betrieben werden kann, um die Wirkung der Ortsumfahrung zu verstärken. Auch soll die derzeitige Ortsdurchfahrt zurückgebaut werden. Mehr noch als die Anliegerdörfer an der L 3048, sieht das Gemeindeoberhaupt aber die Ortslage von Heskem-Mölln, Dreihausen, Roßberg und Wermertshausen belastet.

Die Gemeinde ihrerseits hat alle ihr möglichen Maßnahmen zur Verkehrsverlangsamung und -beruhigung ergriffen und für den baldigen Bau der neuen Ortsumgehung (OU) sogar Planungskosten (obwohl eine Landesstraße) für Heskem geleistet. Die Gemeinde hat außerdem klappernde Kanaldeckel, Straßenläufe und hoch- oder tiefstehende Hydranten kostenaufwendig neu gefasst. „Lärmschutz ist Gesundheitsschutz“, deshalb bittet der Bürgermeister den Eigentümer der Landstraßen durch den „Grund“, das in seiner Macht stehende schnell zu tun. „Am wichtigsten ist aber der Bau der A 49 in einem Stück, damit nicht noch mehr Verkehr angezogen wird, der dann auf der L 3048 landet“, so der Bürgermeister abschließend.


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