Gemeinde Ebsdorfergrund nimmt am „Abschlussprogramm kommunale Altlastenbeseitigung“ des Landes Hessen teil

Donnerstag, 20. Januar 2011

-Abarbeitung der Untersuchungen schreitet zügig voran-

Am Anfang waren es insgesamt 25 „historische“ kommunale Altablagerungsverdachtsflächen, die in der Zeit vor der Gebietsreform entstanden sind, welche die Gemeinde Ebsdorfergrund im Rahmen des Abschlussprogrammes kommunale Altlastenbeseitigung untersuchen lassen hat. Hintergrund dieser Untersuchungen ist ein Programm des Landes Hessen, welches derartige Untersuchungen bis zu einer bestimmten Stufe zu 100 % finanziert. Die Flächen werden dabei hinsichtlich einer potentiellen Beeinträchtigung von Boden, Luft oder Grundwasser untersucht. Als erstes fand zu jeder Fläche eine sog. „Einzelfallrecherche“ statt, um die genaue Örtlichkeit der jeweiligen Altablagerung zu lokalisieren.

Im Anschluss daran erfolgten die orientierenden Untersuchungen sowie die erste Detailuntersuchung mit Erstellung eines Gutachtens zu jeder einzelnen Fläche. Diese Gutachten wurden dem Regierungspräsidium Gießen zur Prüfung und Stellungnahme vorgelegt. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass von anfänglich 25 Flächen inzwischen 18 Flächen als erledigt gelten. Für diese 18 Flächen wurde der Altlastenverdacht aufgehoben, die Grundstücke erhalten dadurch eine Wertsteigerung.

Für die noch verbleibenden 7 Flächen besteht laut Regierungspräsidium Gießen weiterer Untersuchungsbedarf, um die bisherigen Ergebnisse zu verifizieren und über das weitere Vorgehen zu entscheiden.

Alle betroffenen Grundstückseigentümer und Pächter wurden zu jedem einzelnen Verfahrensschritt im Rahmen mehrerer Informationsveranstaltungen (zuletzt am 13.01.2011) über den jeweiligen Stand der Untersuchungen und die bisherigen Ergebnisse unterrichtet. Die Gemeinde legt großen Wert darauf, das Verfahren und die Untersuchungen für alle Beteiligten transparent zu gestalten.

Vom Land Hessen hat die Gemeinde insgesamt eine Fördersumme in Höhe von 209.100 € bewilligt bekommen. Bis heute hat die Gemeinde für die Untersuchungen davon insgesamt 151.148,72 € zuzüglich 9.120 € Verwaltungsgebühren ausgegeben.

Die noch verbleibenden 7 Restflächen (diese liegen in den Ortsteilen Hachborn, Heskem-Mölln, Leidenhofen und Rauischholzhausen) sollen in 2011 im Rahmen einer vertiefenden Detailuntersuchung weiter untersucht werden. Die dafür entstehenden Kosten muss die Gemeinde aus eigener Tasche zahlen, da eine weitere Förderung aufgrund bestehender Bagatellgrenzen leider nicht mehr möglich ist.

Insgesamt sieht sich die Gemeinde bis heute in ihrem zügigen und engagierten Vorgehen mehr als bestätigt. Wenn von anfänglich 25 Flächen bei heute bereits 18 Flächen der Altlastenverdacht ausgeräumt werden konnte, ist dieses Ergebnis für alle Beteiligten sehr erfreulich.


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