Sorge um die Dorferneuerung

Mittwoch, 10. November 2010

Landesregierung kürzt Mittel für die Dorferneuerung
Der Haushaltsentwurf 2011 der Hessischen Landesregierung sieht eine massive Kürzung der Mittel für die Dorferneuerung auf nur noch 721.000 Euro originärer Landesmittel vor. Schon in den vergangenen Jahren hatte die Landesregierung trotz heftiger Proteste die Mittel von annähernd 8 Millionen Euro auf zuletzt 2,48 Millionen Euro im Haushaltsjahr 2010 zusammen gestrichen.

„Mit nur noch 721.000 Euro originären Landesmitteln wird einem effektiven Strukturprogramm, das unsere heimischen Orte positiv weiter entwickelt hat, Bürgerengagement fördert und nachhaltig Arbeitsplätze im Handwerk stärkt und sichert, die finanzielle Grundlage entzogen“, kritisiert Bürgermeister Andreas Schulz die Kürzungspläne.

Schon vor zwei Jahren hat die Hessische Landesregierung die Förderquote für neu aufzunehmende Dörfer deutlich gekürzt. Statt 75 % wie zuletzt in Hachborn und Ilschhausen, rechnet Bürgermeister Andreas Schulz für Wittelsberg nur noch mit 60 % Förderquote. „Damit wird die Landesregierung ihrer Verantwortung für eine positive Entwicklung des ländlichen Raumes nicht gerecht. Erschwerend kommt noch hinzu, dass nach der neuen Konzeption der Dorferneuerung künftig nicht mehr einzelne Orte gefördert, sondern die drastisch gekürzten Mittel innerhalb einer Gemeinde oder sogar für mehrere Gemeinden zusammen bewilligt werden sollen“, meint der Verwaltungschef des Ebsdorfergrundes. Er schätzt sich aber glücklich und ist froh darüber, dass Wittelsberg als letztes Dorf nach der alten Konzeption für sich alleine in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen worden ist.

Schon hat die Gemeinde ein Planungsbüro für die Erstellung eines Dorfentwicklungskonzeptes ebenso beauftragt, wie die Auswahl getroffen, damit Private schon jetzt beraten werden können. Bei dem Beratungsbüro handelt es sich um das Büro Fischer aus Linden bei Gießen. Mit Frau Elisabeth Schade ist eine besonders engagierte und erfahrene Projektentwicklerin vom Gemeindevorstand ausgewählt worden.

„Wie sich die Kürzungen für Wittelsberg bemerkbar machen werden, bleibt abzuwarten. Jeder Euro weniger in der Dorferneuerung bedeuten 4,00 Euro weniger Investitionen in den ländlichen Raum, weil damit auch Eigenmittel verloren gehen“, schließt Bürgermeister Andreas Schulz seine Presseerklärung.

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