Finanzlage gegen den Trend

Dienstag, 19. Oktober 2010

84 % der Kommunen in Deutschland planen laut einer Befragung der Unternehmensberatung Ernst & Young Gebührensteigerungen oder Steuererhöhungen, um die immer größer werdenden Finanzlöcher zu stopfen.

In der Gemeinde Ebsdorfergrund ist man schon seit Anfang der 90er Jahre dabei, ausgeglichene Gebührenhaushalte aufzustellen, sich bei den Ausgaben nach den Einnahmen zu richten und ein permanentes Controlling anzuwenden. Für Kämmerer Andreas Schulz ist das auch der Grund, warum die Gemeinde Ebsdorfergrund zum 01.01.2011 entgegen dem allgemeinen Trend keine Abgabenerhöhungen vorsieht. „Wir werden den Haushalt 2011 auch ohne Abgabenerhöhungen ausgleichen können“, ist der Bürgermeister stolz auf seine Gemeinde. Denn die Leistungsfähigkeit und die Leistungsbereitschaft der Mitbürgerinnen und Mitbürger und Unternehmen und die frühe Reaktion auf das, was nun nach den Konjunkturprogrammen auf die öffentliche Hand zukommt, macht den Unterschied aus. Auf mehr als 14 Milliarden Euro summiert sich lt. Städte- und Gemeindebund das Defizit der Kommunen in diesem Jahr. Lt. Hessischen Städte- und Gemeindebund ist das ein historischer Höchststand. Der Gemeindebundvertreter fordert daher die Bundesregierung auf, die Städte und Gemeinden strukturell zu entlasten. „Denn, Gebührenerhöhungen werden die strukturellen Probleme nicht lösen“.


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