Das Land Hessen sorgt 2011 für Einnahmeverluste bei der Gemeinde Ebsdorfergrund von 550.000 Euro

Montag, 11. Oktober 2010

Um 360 Millionen kürzt das Land Hessen den Kommunen (Kreisen, Städten und Gemeinden) die Schlüsselzuweisungen, eine Haupteinnahme der kommunalen Familie. 2011 erhält alleine die Gemeinde Ebsdorfergrund rd. 440.000 Euro weniger aus dieser wichtigen Einnahmequelle.

Den Kreisen gegenüber streicht das Land Hessen den Ein-Drittel-Anteil am Vorabzug der Grunderwerbssteuer – 4,876 Millionen Euro. Das Geld, welches den Kreisen vom Land Hessen gestrichen wird, wird per Kompensationsumlage von den kreisangehörigen Kommunen wieder eingesammelt, damit den Landkreisen nichts verloren geht. Den Kommunen fehlt das Geld. 113.000 Euro alleine der Gemeinde Ebsdorfergrund. Zusammen mit den geringeren Schlüsselzuweisungen sorgt das Land Hessen für das kommende Jahr für Einnahmeverluste von rd. 550.000 Euro!

An diesen Zahlen wird für Bürgermeister Andreas Schulz deutlich, wie wichtig es war, schon das lfd. Jahr über, sich Gedanken zu machen und Beschlüsse zu fassen, dass auch für das Haushaltsjahr 2011 ein ausgeglichener Haushalt möglich wird. Ziel der Einsparungen (darüber wurde schon berichtet) war es, keine Strukturen zu zerschlagen, was der Fall wäre, wenn erst einmal der Gemeindehaushalt in Schieflage gekommen ist.

Trotz der gravierenden Einschnitte des Landes Hessen, wird die Gemeinde Ebsdorfergrund auch den Haushalt 2011 ausgleichen können. Und das, ohne Rücklagenmittel anzugreifen. Schulden sollen darüber hinaus nennenswert abgebaut werden. Denn, wer keine Rücklagemittel hat, die Zinseinnahmen bringen und Schulden macht, die zusätzliche Zinszahlungen nach sich ziehen, macht sich die Handlungsspielräume obendrein klein. Dass die Gemeinde Ebsdorfergrund die Bürger bei all dem zum 01.01.2011 nicht zusätzlich belasten, sondern sogar in Form von Müll- und Abwassergebührensenkungen entlasten will, zeugt davon, wie wichtig es ist, vor politischen Entscheidungen zunächst an die wirtschaftlichen Folgen zu denken. Heute und im Jahr 2011 zahlt sich ein weiteres Mal aus, dass der Ebsdorfergrund schon vor Jahren damit begonnen hat, nicht mehr auszugeben, als man eingenommen hat.


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