Abfallentsorgung ab dem 1.Januar 2011: Neu, moderner, billiger

Freitag, 11. Februar 2011

Von links: Jens Klingelhöfer von der Gemeindeverwaltung Ebsdorfergrund, Bürgermeister Andreas Schulz sowie die Geschäftsführer der Marburger Entsorgungs-GmbH (MEG), Norbert Schüren und Jürgen Wiegand, freuen sich über die neue Kooperation.(Foto: Engelhardt)

Mit Beginn des Jahres 2011 hat die Marburger Entsorgungs-GmbH (MEG), welche eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Marburger Stadtwerke ist, nunmehr die Abfallentsorgung in der Gemeinde Ebsdorfergrund übernommen.

Dies ist das Ergebnis, zu welchem die im vergangenen Sommer abgeschlossene europaweite Neuausschreibung des Müllabfuhrentsorgungsvertrages der Gemeinde Ebsdorfergrund geführt hat, wobei der seit dem 1. Januar 2011 geltende Müllabfuhrentsorgungsvertrag eine Laufzeit bis Ende 2018 mit einer zweijährigen Verlängerungsoption vorsieht.

“Bei der Ausschreibung haben insgesamt vier Entsorgungsunternehmen jeweils ein Angebot abgegeben. Wir haben dann das kostengünstigste bzw. wirtschaftlichste Angebot ausgewählt und sind sehr froh, damit einen verlässlichen Partner aus der Region gewonnen zu haben“, freut sich Bürgermeister Andreas Schulz. So arbeitet nämlich die Gemeinde Ebsdorfergrund mit den Marburger Stadtwerken bereits auf einigen anderen Gebieten wie zum Beispiel der Gasversorgung oder der Stromlieferung erfolgreich und vertrauensvoll zusammen.

„Die neue Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Abfallentsorgung ist ein wichtiger bedeutender Baustein für eine erfolgreiche interkommunale Zusammenarbeit“, erläutert der Geschäftsführer der Marburger Entsorgungs-GmbH, Herr Norbert Schüren. „Wir sind sehr froh, dass wir den Auftrag, der für den Zeitraum bis Ende 2018 ein Nettoauftragsvolumen von rund 1 Million Euro hat, gewinnen konnten und seit Jahresbeginn auch für die Bürgerinnen und Bürger des Ebsdorfergrundes unsere Dienstleistungen in der Abfallwirtschaft erbringen dürfen“, so Schüren weiter.

Die europaweite Neuausschreibung des Entsorgungsvertrages wurde durch den zuständigen Mitarbeiter des Fachbereiches, Bauen, Planen und Umwelt, Herrn Jens Klingelhöfer, in Zusammenarbeit mit einem auf Abfallausschreibungen spezialisierten Fachbüro durchgeführt. Die Ausschreibung erfolgte dabei im Rahmen einer „gemeinsamen“ Ausschreibung zeitgleich mit den Kommunen Neustadt, Stadtallendorf und Weimar, wobei der Ebsdorfergrund auch die anderen Ausschreibungen „mitbetreute“.

Weil die Gemeinde Ebsdorfergrund stets bemüht ist, allen Einwohnern eine bedarfsgerechte Abfallentsorgung anzubieten und dabei alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Abfallgebühren so gering wie möglich zu halten, hat die Gemeinde nunmehr zum Beispiel im Rahmen der Neuausschreibung des Müllabfuhrentsorgungsvertrages zum 1. Januar 2011 die Gelegenheit genutzt, die Biomüllabfuhr in der vegetationsarmen Zeit, genauer gesagt in Wintermonaten, in der Zeit vom 15. November bis zum 15. März eines Jahres mit einem 3-wöchigen anstatt einem 2-wöchigen Abfuhrhythmus auszuschreiben. Insofern wird in dieser Zeit der Abfuhrrhythmus künftig entsprechend verlängert.

„Die hierdurch eingesparten Kosten können wir nunmehr den Bürgerinnen und Bürgern in Form von reduzierten Gebühren weitergeben und mit den zur Zeit im kreisweiten Vergleich auf Platz drei rangierenden Abfallgebühren künftig hoffentlich auf einen der ersten beiden Plätze vordringen können“, erklärt Bürgermeister Andreas Schulz.

So hat die Gemeindevertretung der Gemeinde Ebsdorfergrund in ihrer letzten Sitzung am 13. Dezember 2010 eine entsprechende Senkung der Müllgebühren zum 1. Januar 2011 beschlossen. Demnach reduziert sich die Müllgebühr seit Jahresbeginn 2011 um 50 Cent pro Restmüllgefäß und Monat, so dass eine jährliche Einsparung von 6,00 EUR pro Haushalt erzielt werden kann.

Weitere Änderungen im Abfallwirtschaftssystem der Gemeinde waren dagegen nicht erforderlich. Insofern wird es künftig zum Beispiel weiterhin Windelsäcke für Kleinkinder und inkontinente Personen geben.

„Was die bisherigen Gefäßgrößen angeht, hat es auch mit dem nunmehr neuen Müllabfuhrentsorgungsvertrag zum 1. Januar 2011 keine Änderungen gegeben“, erläutert der zuständige Sachbearbeiter für die Abfallwirtschaft.

Allerdings wurde mit Beginn des neuen Entsorgungsvertrages die sogenannte „Behälteridentifikation“ eingeführt, bei denen alle Abfallgefäße einen elektronischen Chip statt den bisherigen Müllgebührenmarken erhalten haben. Mit der Einführung dieses modernen Identifikationssystems war auch ein Austausch sämtlicher bisheriger Abfallgefäße (in der Summe rund 8.000 Gefäße) verbunden, wobei sich die „neuen“ Abfallgefäße lediglich noch durch die unterschiedlich farbigen Deckeln (grau, grün oder blau) unterscheiden, da ansonsten sich alle Gefäße in der Grundfarbe grau/schwarz „präsentieren“.

Mit dem modernen Identifikationssystem können die sich im Umlauf befindlichen Abfallgefäße effizienter und effektiver „verwaltet“ werden, da die nunmehr mit einem Chip (Transponder) ausgerüsteten Gefäße über die auf dem Chip gespeicherte Nummer genau den jeweiligen Grundstücken zugeordnet werden können; Gefäße die keinen registrierten Chip enthalten, können dann auch nicht mehr entleert werden. Dies ist aber nur einer von vielen Gründen der die Gemeinde dazu bewogen hat, bei den auch weiterhin mietweise vom Entsorgungsunternehmen zur Verfügung zu stellenden Gefäße künftig auf das moderne Behälteridentifikationssystem zu setzen.

Insofern wird mit der Einführung dieses Systems das regelmäßig mindestens alle drei Jahre erforderliche Aufkleben von neuen Müllgebührenmarken auf sämtlichen Gefäßen nicht mehr erforderlich sein. Das neue Identifikationssystem wird somit sowohl für die Bürgerinnen und Bürger wie auch für die Gemeindeverwaltung von Vorteil sein.

Der seit dem 1. Januar 2011 neue Entsorger der Gemeinde Ebsdorfergrund, die Marburger Entsorgungs-GmbH (MEG), welche bereits in zwei anderen Kommunen im Landkreis mit Leistungen der kommunalen Entsorgung beauftragt ist, hat für die Durchführung der Entsorgungsdienstleistungen, also die Entleerung der Abfallgefäße, die Sperrmüllentsorgung und das Behältermangement (Aufstellung und Austausch von Gefäßen), als Nachunternehmen den Dienstleistungsbetrieb der Stadt Marburg (DBM) beauftragt.

Im übrigen konnte von Seiten der Marburger Entsorgungs-GmbH (MEG) durch die rechtzeitige Ausführung aller für die Auftragsumsetzung erforderlichen Maßnahmen vollumfänglich gewährleistet werden, dass die Übernahme der Abfallentsorgung in der Gemeinde Ebsdorfergrund zum Jahreswechsel nahtlos und reibungslos erfolgen konnte.

Bei Rückfragen können Sie sich gerne an den zuständigen Fachbereich Bauen, Planen und Umwelt der Gemeindeverwaltung unter der Rufnummer 0 64 24 / 304-31 (Herr Klingelhöfer) wenden.

Der Gemeindevorstand

der Gemeinde Ebsdorfergrund

Andreas Schulz
Bürgermeister


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