Wir stellen vor: Anlässlich seines 70. Geburtstags

Mittwoch, 28. Juli 2010

Erwin Junker, Erster Beigeordneter der Gemeinde Ebsdorfergrund

Eigentlich ging seine Lebensplanung in eine andere Richtung, aber wie das im Leben nun mal so ist, – es kommt immer alles anders als man denkt. Vor wenigen Monaten wurde Erwin Junker nach dem Rücktritt von Willi Brandenstein zum Ersten Beigeordneten der Gemeinde Ebsdorfergrund gewählt.

Schon vor dieser Zeit hatte Junker den Bürgermeister in der Urlaubszeit vertreten und brachte somit reichlich Erfahrungen für seine neuen Aufgaben mit.

Junker, der am 17. Juli seinen 70. Geburtstag feierte, kann auf eine lange kommunalpolitische Karriere zurückblicken.

Erwin Junker, Erster Beigeordneter der Gemeinde Ebsdorfergrund

Seit nunmehr 25 Jahren ist Junker im Vorstand der Gemeinde Ebsdorfergrund, doch schon viel früher ist der 70jährige politisch aktiv geworden.

Die kommunalpolitische Laufbahn begann er 1965 mit dem Eintritt in den SPD-Ortsverein.

Von 1966 bis 1974 war Junker Gemeindevertreter für die damals noch selbständige Gemeinde Hachborn.

Geboren wurde Erwin Junker als das vierte von sechs Kindern in Dautphetal-Mornshausen, wo er auch aufwuchs und lebte, bis er seine Frau Anna, eine gebürtige Hachbornerin 1962 heiratete und mit ihr ein Jahr später nach Hachborn zog. Dort ließ sich das Ehepaar nieder; sie bauten sich ihr Eigenheim und bekamen im Laufe der Jahre drei Kinder: eine Tochter und zwei Söhne.

Im Ebsdorfergrund ist Erwin Junker vielen Menschen teils persönlich bekannt, denn seit über 40 Jahren setzt er sich aktiv für das Gemeindeleben ein. So ist er Mitglied in verschiedenen Vereinen, unter anderem dem SPD-Ortsverein, dem Sportverein, dem Gesangsverein und vielen anderen.

Erwin Junker ist zudem auch Gründungsmitglied von Vereinen wie dem Motorsportverein MSC Lahnberge oder auch dem Partnerschaftsverein der Gemeinde.

„Er ist ein Mann der Taten, nicht nur der Worte“, sagte Bürgermeister Andreas Schulz, denn Junker ist jemand, der anpackt, wenn er gebraucht wird.

Was Erwin Junker besonders auszeichnet, ist sein handwerkliches und planerisches Geschick, das er als gelernter Schreinermeister in vielerlei Hinsicht einsetzen konnte, wie vor allem in den letzten zehn Jahren. Zu dieser Zeit stand Hachborn im Dorferneuerungsprogramm. Fast jedes kommunale Projekt unterstützte er aktiv, insbesondere den Bau des Hachborner Bürgerzentrums.

Ebenso hat Erwin Junker eine große Begabung für repräsentative Aufgaben und kann dadurch die Gemeinde in der Öffentlichkeit gut darstellen und repräsentieren.

Seine Ausbildung als Schreiner beendete er 1958 und im Jahr 1975 machte er die Meisterprüfung.

Es folgten Aus- und Weiterbildungen verbunden mit Lehraufträgen im Fach Polytechnik an der Theodor-Heuss-Schule sowie BGJ (Berufsgrundbildungsjahr) und BVJ (Berufsvorbereitungjahr) an der Adolf-Reichwein-Schule.

Die große Wende in seinem Leben kam 1979, als er eine Stelle bei der ehemals in Cölbe ansässigen Bildungseinrichtung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) als Lehr- und Ausbildungskraft erhielt.

Der Schwerpunkt des DGB lag auf Umschulungen sowie auf Fort- und Weiterbildungen. „Wir waren die ersten vom DGB, die Ver- und Entsorger ausgebildet haben“, berichtet der Hachborner.

Dank seiner Fähigkeiten arbeitete er sich nach oben; wurde erst Werkstattleiter, dann Fachbereichsleiter und letztendlich Leiter der schulischen Einrichtung. Hier war Junker für 150 bis 200 Schüler zuständig, vor allem in den folgenden Bereichen: Gärtner, Florist, Werkzeugmacher, Mechaniker, Ver- und Entsorger, sowie für Jugendliche, die den Hauptschulabschluss erwerben wollten.

Im Jahre 1997 ging er in den Ruhestand. Zwei Jahre später traf ihn ein harter Schicksalsschlag. Seine geliebte Frau Anna wurde unheilbar krank und starb im Jahre 1999 an Krebs.„Das war der tiefste Punkt in meinem Leben“, erinnerte sich Erwin Junker.

Gerne habe er das Amt des Ersten Beigeordneten angenommen, so Erwin Junker.  Und er füllt es mit ganzen Herzen aus. Doch dieses möchte er nur bis zur kommenden Kommunalwahl tun, denn „man soll aufhören, wenn es am schönsten ist“.

Wer den Hachborner kennt, weiß, dass Erwin Junker ein leidenschaftlicher Autofahrer ist. Und so nimmt er sich für die Zeit nach der Kommunalwahl vor, mit seinem Wohnmobil zu reisen und sich Zeit zu nehmen, das Leben zu genießen.

Eckdaten aus einem bewegten und vielfältig geprägten Leben

Geboren wurde Erwin Junker am 17.07.1940 als viertes von sechs Kindern (3 Jungen, 3 Mädchen) in Mornshausen an der Dautphe. Dort ist er auch aufgewachsen.

Sein Vater war Steinmetz und Sprengmeister und seine Mutter führte als Hausfrau ein „kleines Familienunternehmen“.

1958: Gesellenprüfung als Schreiner

1962: Hochzeit mit seiner Frau Anna, – eine gebürtige Hachbornerin

1963: Umzug nach Hachborn, wo er von 1965-1967 sein Haus baute

1974: Beginn der Meisterprüfung im Bereich Buchführung, Abschluss 1975

Danach Aus- und Weiterbildungen verbunden mit Lehraufträgen an Schulen: Adolf-Reichwein-Schule: BGJ und BVJ

Theodor-Heuss-Schule: Polytechnik

1979: Lehr- und Ausbildungskraft in der Bildungseinrichtung BfW des DGB GmbH in Cölbe

Dann stieg er vom Werkstattleiter zum Fachbereichsleiter und schließlich zum Leiter der schulischen Einrichtung auf.

1997: Ausscheidung aus dem Erwerbsleben

1999: Seine Frau Anna verstarb an Krebs

Politische und Parteitätigkeiten

Ehrungen:

Silberne und Goldene Ehrennadel der Gemeinde

2002: Landesehrenbrief

1966 bis 1974: Gemeindevertreter

1985 bis heute: Beigeordneter (Gemeindevorstand)

2010: Erster Beigeordneter der Gemeinde Ebsdorfergrund

Mitgliedschaften und Tätigkeiten in Vereinen

  • Seit 1963: Mitglied im Hachborner Sportverein, davon seit 15 Jahren aktives Mitglied
  • Mitglied im Gesangverein „Liederkranz“ Hachborn, davon 15 Jahre aktiv
  • Seit 1965: Im Vorstand des SPD-Ortsvereins Hachborn
  • Seit 1968: Gründungsmitglied des MSC Lahnberge (Motorsportverein)
  • Seit 1969:Mitglied im Verein der Freiwilligen Feuerwehr Hachborn, von 1989-1996   1.Vorsitzender
  • Seit 1999:Gründungsmitglied des Vereins der Partnerschaften der Gemeinde Ebsdorfergrund, davon die ersten vier Jahre Schatzmeister
  • Seit 1997: Mitglied im OHGV Dreihausen
  • Ebenso Mitglied bei der Ukraine-Moldavien-Hilfe e.V: Verein für humanitäre und diakonische Zusammenarbeit.
  • Ehrenamtlicher LKW-Fahrer: Mit seiner Führerscheinklasse 2 fuhr er Hilfstransporte in die Ukraine und nach Moldawien.
  • Schöffe an Land – und Amtsgericht und vieles mehr…

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