Einladung

Was hat es mit den Ausgrabungen in Heskem-Mölln auf sich?

Beim Bau der Ortsumgehung für Heskem wurde eine Siedlung aus der Jungsteinzeit freigelegt. Dabei handelt es sich um Verfärbungen im Boden, die ehemals Gruben oder Gräben darstellten und mit dunklerer Erde verfüllt sind. Anhand der Pfostengruben ließen sich bisher 20 Langhäuser nachweisen, die in Holzständerbauweise errichtet worden sind. Die zwischen den Häusern liegenden größeren Gruben dienten der Abfallentsorgung, Vorratshaltung oder Materialentnahme. Die Scherben der Tongefäße, die den größten Anteil der Funde ausmachen, lassen sich durch ihre charakteristische Verzierung in die Bandkeramische Kultur einordnen. Diese bestand in der Zeit zwischen 5500 und 4900 v. Chr. und ist die erste Bauernkultur Mitteleuropas. Derzeit wird im Rahmen einer archäologischen Ausgrabung die Fundstelle fachgerecht dokumentiert, bevor sie dem Straßenbau „zum Opfer fällt“. Der Bau der Umgehungsstraße verzögert sich jedoch nicht, da mit den Bauarbeiten am anderen Ende der Trasse bereits angefangen werden kann. Die Ortsumgehung soll planmäßig am 1.1.2019 fertig sein.

Die archäologische Fachfirma Wissenschaftliche Baugrund-Archäologie e.V. bietet am Samstag den 24.6.2017 zwei Führungen über die Grabungsfläche an: um 11 und um 13 Uhr. Die Führungen sollen erste Ergebnisse der Ausgrabung vorstellen, aber auch einen Einblick in den archäologischen Grabungsalltag geben. Treffpunkt für die Führungen sind die Container an der L3125 zwischen Heskem und Dreihausen.

Wer Interesse hat mehr zu erfahren ist herzlich eingeladen.

 

Andreas Schulz, Bürgermeister


Zurück zur Startseite