Ebsdorfergrund investiert in seine Straßen und Gehwege

Freitag, 21. April 2017

Die Straßen und Gehwege gehören zum Vermögen einer Gemeinde und sind überaus wichtig für die Infrastruktur. Die Gemeinde Ebsdorfergrund investiert daher schon seit mehr als 20 Jahren kontinuierlich in die Unterhaltung der Straßen und Gehwege. Doch weil die Straßen immer älter und damit nicht besser werden, steigen die Kosten für Reparaturen und Sanierungen von Jahr zu Jahr. In diesem Jahr werden rund 1,1 Millionen Euro investiert – laut Bürgermeister Andreas Schulz ist das deutlich mehr, als in den vergangenen Jahren. Und er kündigt an: „Im Haushalt 2018 und den Folgejahren werden wir nochmal mehr Geld für die Straßenunterhaltung in den Haushalt einstellen müssen.“ Damit kommen weitere große finanzielle Anstrengungen auf die Gemeinde zu. „Aber wir denken trotzdem nicht über eine Wiedereinführung der Straßenbeitragspflicht nach“, betont der Rathauschef.

In diesem Jahr stehen wieder einige Maßnahmen im Straßenbau und der Unterhaltung der Gehwege an. Eine der größten Maßnahmen: Der Landkreis saniert die Ortsdurchfahrt von Leidenhofen für 260.000 Euro. Die übrigen 900.000 Euro fließen zu 60 Prozent in die Unterhaltung der Straßen und zu 40 Prozent in den Gehwegebau.

Einige Gehwege bekommen in diesem Jahr ein ganz neues Aussehen: An den Ortsdurchfahrten von Dreihausen, Rauischholzhausen, Roßberg, Leidenhofen und Wermertshausen werden die Gehwege neu gemacht. Statt mit Asphalt versehen sollen sie laut Bürgermeister Andreas Schulz künftig gepflastert sein. „Insgesamt 146 von 150 Anliegern haben bereits zugesagt, dass sie dabei mit ihrer Muskelkraft helfen“, so der Bürgermeister. Das sei eine große finanzielle Entlastung – und einer der Gründe, warum die Gemeinde darauf verzichten kann, Straßenbeiträge von den Anwohnern zu fordern.

„Wir suchen nach den Ursachen der Schlaglöcher“

Saniert wird laut Schulz auch der Gemeindeverbindungsweg zwischen Beltershausen und Hof Cappelle. Ein Teilstück der Dreihäuser Straße in Dreihausen ist bereits erneuert worden und hat vor zwei Wochen eine neue Asphaltdecke erhalten. Diese Arbeiten hat die Gemeinde im Rahmen eines Jahresvertrags an die Firma Geissler übergeben, die seit dem 1. März 2017 im Auftrag der Gemeinde die Straßenschäden abarbeitet, die von den Ortsbeiräten angemeldet wurden. Und die Firma flickt nicht nur Löcher, die im Winter in den Straßen entstanden sind, sondern erneuert gleich ganze Straßenabschnitte. „Wir erneuern die Straßenabschnitte mit Schlaglöchern grundhaft“, erklärt der Fachdienstleiter Tiefbau, Harald Bausch. Denn wenn nur die Löcher geflickt werden, behebt das nicht die Ursachen für die Risse und Löcher – und der Asphalt reißt schnell wieder auf.

„Wir suchen nach den Ursachen für die Schlaglöcher“, so Bausch weiter. Und die Ursache sei häufig ein nicht tragfähiger Untergrund. Denn viele Straßen seien noch vor der Gebietsreform gebaut worden, ohne gesetzliche Vorgaben für die Traglast. „Außerdem hat der Verkehr heute zugenommen und die Fahrzeuge werden immer schwerer“, sagt Bausch. Oftmals müsse also der Unterbau der Straße ausgebaggert und verstärkt neu aufgebaut werden. Diese nachhaltige Form der Sanierung führt allerdings auch zu den vergleichsweise hohen Kosten. „Aber die Straßen sind auch ein Aushängeschild einer Gemeinde“, erklärt Bausch.

Bürgermeister Andreas Schulz fordert Sanierung der Ortsdurchfahrt Ebsdorf vom Land Hessen

Kein Aushängeschild ist laut Andreas Schulz die Landesstraße L3089. Die führt durch Ebsdorf und bis nach Leidenhofen und ist kaputt und voller Schlaglöcher. Seit Jahren fordern Gemeinde und Ortsbeirat vom Land Hessen die Sanierung dieser Straße. Bislang tat sich allerdings nichts. Ebsdorfergrunds Bürgermeister hofft nun, dass Hessen nachzieht – und die L3089 saniert. Möglich sei das etwa mit den Mitteln aus dem neu aufgelegten kommunalen Investitionsprogramm (KiP).

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