Ab dem Monat Mai auf dem Alten Friedhof Roßberg :

Mittwoch, 16. April 2014

B A U M B E S T A T T U N G E N im Ebsdorfergrund möglich

6 Lindenbäume für 48 Grabstätten

Der gesellschaftliche Wandel, welcher auch die Bestattungskultur in unserem Lande nachhaltig verändert, hat inzwischen auch im Ebsdorfergrund Einzug gehalten.

Friedhof in Roßberg„Der Trend geht eindeutig zur Feuerbestattung“ wie Bürgermeister Andreas Schulz im Rahmen der Vorstellung des geplantes Vorhabens erläuterte.

So hat die Feuerbestattung gegenüber der bis dato traditionellen Erdbestattung an deutlichem Ausmaß zugenommen, wobei vermehrt der Wunsch nach alternativen und pflegeleichten Bestattungsformen geäußert wird, weil immer mehr Hinterbliebene eine „Vollversorgung“ nach der Bestattung – d.h. keine Arbeit mehr mit der Grabpflege- und Unterhaltung – wünschen.

Eine Variante dieser alternativen Bestattungsformen sind in diesem Sinne die sogenannten „Baumgrabstätten“, die mit Beginn des Monates Mai auf dem Alten Friedhof Roßberg zur Verfügung stehen.

Unter der sogenannten „Baumbestattung“ versteht man als „naturnahe Bestattung“ die Beisetzung von Aschenresten an besonders ausgewiesenen Bäumen im Wurzelbereich. Hierzu wurden bereits 6 Lindenbäume, welche einen typischen Parkcharakter vermitteln, auf dem Alten Friedhof Roßberg angepflanzt, wobei unter jeder Linde acht Urnen im Abstand von rund 2 Metern zum Stamm ihren Platz haben werden. Das vorgesehene Grabfeld für die Baumbestattungen umfasst neben den im „Mittelpunkt“ stehenden Lindenbäumen auch eine Anlage von Rasenflächen mit „naturnahem“ Charakter.

An einer besonderen Stelle des Grabfeldes ist eine Gedenktafel errichtet worden, welche dann die Namen der Verstorbenen führen wird. Dort kann vom Grabnutzungsberechtigten jeweils eine kleine 10 cm breite und 6 cm lange Namenstafel angebracht werden, welche diesen dann von der Friedhofsverwaltung zur Verfügung gestellt werden – lediglich die Eingravierung mit den Daten der Verstorbenen ist dann noch durch den Grabnutzungsberechtigten zu veranlassen. Die Namenstafeln werden im übrigen jeweils an einer mit der Ziffer des jeweiligen Baumes versehenen Halteplatte angebracht.
Unterhalb der Gedenktafel wird dann auch der zentrale Platz für die Ablage von „dauerhaftem“ Blumen- oder Grabschmuck zu finden sein. Lediglich innerhalb eines Zeitraumes von einem Monat nach der Beisetzung kann auf der Grabstätte selbst Blumen- bzw. Grabschmuck abgelegt werden.
Die Idee, diese Art der Grabstätten im Ortsteil Roßberg zu verwirklichen, geht auf einen Vorschlag des Roßberger Ortsvorstehers Werner Böckler sowie Manfred Schneider aus Roßberg zurück, da der Roßberger Friedhof im Bereich des Alten Teiles über eine ausreichend große Freifläche verfügt, die ohnehin nur für Aschebeisetzungen genutzt werden kann.

Der Gemeindevorstand hatte diesen Vorschlag sodann aufgegriffen und ausgearbeitet sowie dem Parlament bereits im Dezember 2013 eine entsprechende Beschlussvorschlage vorgelegt, welche dann auch einstimmig angenommen wurde.

Bei den vorgesehenen Baumbestattungen handelt es sich somit um ein „neues“ zusätzliches Angebot zu den bereits bestehenden Bestattungsmöglichkeiten, welches jedoch ausdrücklich den Einwohnern aus dem gesamten Gemeindegebiet zur Verfügung steht.

Mit dem neuen Angebot der Baumbestattung hat der Grabnutzungsberechtigte analog zu den Wiesengrabstätten praktisch keine Grabpflege mehr zu erbringen, da die Pflege während der Dauer des Ruhefrist vom Friedhofsträger „vollumfänglich“ übernommen wird – der Grabnutzungsberechtigte erhält also ein „rund-um-sorglos-Paket“ in Verbindung mit den Vorzügen einer „naturnahen“ Bestattung.

Die Kosten für das „rund-um-sorglos-Paket“ werden mit der Entrichtung der einmaligen Gebühr für den Erwerb des Nutzungsrechtes abgegolten. Die Gebühr beträgt für die 30-jährige Nutzungszeit der Grabstätte insgesamt 1.800,- € – also gerade einmal 5,- € pro Monat bzw. 60,- € im Jahr, zumal auch noch die Grabeinfassungskosten erspart werden. „Unter dem Strich“ ist diese Bestattungsform dauerhaft günstiger als eine „herkömmliche“ Bestattungsform und man hat zudem keine weitere Arbeit damit.

Wenn die „neue“ alternative Bestattungsmöglichkeit gut angenommen wird, wovon die Gemeinde ausgeht, stellt Bürgermeister Andreas Schulz in Aussicht, dass diese Grabstättenvariante dann möglichweise auch noch in einem anderen Ortsteil realisiert werden könnte. Hierzu bietet sich der Alte Friedhof im Ortsteil Hachborn besonders an.

Bei Rückfragen können Sie sich gerne mit der Friedhofsverwaltung, dem Fachbereich Bauen, Planen und Umwelt der Gemeindeverwaltung, in Verbindung setzen – Herr Klingelhöfer steht Ihnen dann entweder persönlich oder unter der Rufnummer 0 64 24 / 304-31 sowie auch unter der E-Mail-Adresse klingelhoefer@ebsdorfergrund zur Verfügung.

Der Gemeindevorstand
der Gemeinde Ebsdorfergrund
Andreas Schulz, Bürgermeister


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