Wochenserie Der Servicehof der Gemeinde Ebsdorfergrund und seine verschiedenen Aufgabengebiete stellen sich vor:

Dienstag, 04. März 2014

Teil 8:
Aus aktuellem Anlass:
– Optimierung des Wasserleitungsnetzes von Ebsdorf steht kurz bevor –

Rohrnetz im Ortskern Ebsdorf

Bis ca. Mitte März wird zunächst ein Schieberkreuz durch das „Fachteam Wasser“ im Ortsteil Ebsdorf in der Bortshäuser Straße in das vorhandene Rohrnetz integriert. „Schieberkreuz“ ist die Bezeichnung für die Installation mehrerer Schieber an einem Knotenpunkt oder Abzweig von Versorgungsleitungen.
Unsere Wasserleitungsnetze resultieren zu einem großen Teil noch aus Zeiten der ehemals selbständigen Gemeinden – also vor der Gebietsreform 1974. D.h., die Rohrleitungen sind noch älter. Dies ist auch nicht nachteilig, da hochwertiges Leitungsmaterial sehr langlebig
ist. Allerdings sind unsere Ortsteile gerade in der Peripherie weiter gewachsen. Damit sind auch weitere neue Straßenzüge und damit Rohrleitungen an die Ortskerne angeschlossen worden.
Wie bei allen technischen Einrichtungen haben sich die technischen Standards zwischenzeitlich weiterentwickelt und so plant man heutzutage an jedem Knotenpunkt bzw. Abzweig ein Schieberkreuz ein. Im Bereich der “Altortslage“ von Ebsdorf war dies noch nicht Standard und bei einem neu herzustellenden Hausanschluss im Jahre 2013 musste das Trinkwasser großräumig abgestellt werden.

Das hat unter anderem zur Folge, dass in dem betroffenen Gebiet das Rohrnetz oberhalb der Baustelle entleerte. Die betroffenen Anlieger sind in derartigen Fällen alle vorab informiert worden und das Trinkwasser wurde auch am gleichen Tage wieder „angestellt“, doch dauerte es eine
relativ lange Zeit, bis sich die Leitungen wieder mit Wasser gefüllt hatten und die Luft teils mit Geräuschen verbunden, entwichen war.
Aus diesem Grunde wird die Gemeinde in Kürze das Rohrnetz im Ortskern von Ebsdorf dahingehend optimieren und drei Schieberkreuze im Bereich Bahnhofstraße / Waldweg / Bortshäuser Straße einbauen.
Damit ist gewährleistet, dass künftig bei Arbeiten am Netz kleinräumig (z.B. nur eine Anliegerstraße) abgeschiebert werden kann und somit möglichst wenige Anlieger durch die Arbeiten vorübergehend ohne Wasserversorgung sind. Selbstverständlich ist bei solchen Arbeiten immer
Eile geboten und unser Personal wird alles tun, um die Versorgung schnellstmöglich wieder herzustellen. Bei planbaren Arbeiten wie der Beschriebenen sowie neu herzustellenden Hausanschlüssen oder vorhersehbaren Reparaturarbeiten werden wir alle betroffenen Anlieger rechtzeitig vorab schriftlich informieren. Bei plötzlich auftretenden Rohrbrüchen ist dies allerdings kaum möglich, aber letzteres kommt auch nicht so oft vor.

Schieberkreuz

Dann muss umgehend gehandelt werden um die Versorgung für die betroffenen Bürger wieder herzustellen – ohne vorab zu informieren.
Die Kosten für ein Schieberkreuz belaufen sich auf ca. 4.500 € bis 5.000 €. Die Aufgrabungsarbeiten und die Wiederherstellung der Flächen übernimmt die Vertragsfirma der Gemeinde. Die eigentliche Installation wird vom Fachteam „Wasser“ des Servicehofes, Herrn Becker und Herrn Dieterich, vorgenommen. Vorstehender Bericht soll Ihnen zeigen, dass auch Gutes, was sich über Jahrzehnte bewährt hat, immer noch verbessert werden kann und dass die Gemeinde weiter in Ihre Anlagen investiert. Beispiel für ein Schieberkreuz, fertig montiert in einer 1,40 m tiefen Baugrube. Die Installation wird in einer Sandbettung verlegt, um Beschädigungen durch Steine/Felsbrocken vorzubeugen.
Viele Millionen Euro sind in den vergangenen Jahren in die Ertüchtigung unserer gemeindlichen Wasserversorgung investiert worden. So z.B. in die neuen Hochbehälter in Roßberg und Rauischholzhausen, die neue Wasserleitung von Dreihausen nach Leidenhofen, von Ebsdorf nach Leidenhofen und die nachhaltige Sanierung des Tiefbrunnens in Dreihausen. Trotzdem liegt die Wassergebühr unter 2 Euro für 1000 Liter bestes Trinkwasser frei Haus.


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