Der Servicehof der Gemeinde Ebsdorfergrund und seine verschiedenen Aufgabengebiete stellen sich vor:

Donnerstag, 27. Februar 2014

Teil  7: Die Straßen, deren Unterhaltung und Ausbau

Als Straßennetz wird das Gesamtgefüge von einzelnen Straßen innerhalb eines Verkehrsraumes (z.B. einer Region, eines Landes, einer Kommune) bezeichnet.

Zusammen bilden die einzelnen Klassifizierungen ein (Gesamt-)Verkehrsnetz.

Die Klassifizierung der verschiedenen Straßentypen sind folgende:

Servicehofmitarbeiter Thilo Claar bei der ArbeitBundesautobahnen                         Straßenbaulastträger Bundesrepublik Deutschland

Bundesstraßen                                 Straßenbaulastträger Bundesrepublik Deutschland

Landesstraßen                                 Straßenbaulastträger Länder

Kreisstraße                                        Straßenbaulastträger Landkreise

Gemeinde-/Stadtstraßen               Straßenbaulastträger Kommunen

Das gesamte Straßennetz Deutschlands hat eine Länge von über 230.000 km. Darin sind die Bundesautobahnen, Bundesstraßen sowie Landes- und Kreisstraßen enthalten. Die kommunalen Straßen sind hierbei noch nicht berücksichtigt.
Alle kommunalen Straßen in Deutschland haben eine Länge von über 413.000 km. D.h., die Kommunen haben das 1,8-fache an Straßenkilometern, wie die restlichen Straßenbaulastträger Bund, Länder und Landkreise und damit proportional auch erheblich mehr an Unterhaltskosten.

Dies insbesondere unter dem Aspekt, dass Straßen innerorts durch die vorhandenen Infrastruktureinrichtungen (Wasserleitungen, Kanäle, Telekommunikationsleitungen, Stromleitungen, Gehwege, Brücken, Straßenbeleuchtung) deutlich mehr Kostenaufwand erfordern, als Straßen auf der „freien Strecke“.

Die Gemeinde Ebsdorfergrund besitzt ein innerörtliches Straßennetz von ca. 90 (!) km Länge. Hier wäre der Index > 19 km/km² bezogen auf die Fläche der Ortslagen. Unsere Gemeindestraßen sind die Verbindung an das übergeordnete Straßennetz für unsere Bevölkerung.

Die Unterhaltung unserer Gemeindestraßen ist in erster Linie für den Erhalt der Verkehrssicherheit von größter Wichtigkeit. Aber auch für ein ansprechendes Ortsbild sind intakte und gut ausgebaute Straßen von Bedeutung.

Unterhalt und Fortentwicklung unseres gemeindlichen Verkehrsnetzes haben daher jährlich ihren festen (kostspieligen) Platz im kommunalen Haushaltsplan. Nie ist ein Straßennetz komplett fertig gestellt! Es gibt jährlich neue Aufgaben in Bezug auf Sanierung, Endausbauten, Vorstufenausbau zur Erschließung von Neubaugebieten / Gewerbegebieten bis hin zur Reparatur einzelner Schlaglöcher nach den Wintermonaten.

Die gemeindlichen Gremien haben sich daher in den letzten 2 Jahrzehnten dem Thema Straßenbau intensiv gewidmet, nicht nur aus vorgenannten Gründen, sondern auch um unserer Gemeinde im Hinblick auf den demografischen Wandel wichtige Impulse zu geben.

So wurden seit Anfang der 90er Jahre folgende Straßen ausgebaut, bzw. nachhaltig saniert:

Beltershausen-Frauenberg:

Straße in der GemeindeBalderscheidweg
Zu den Höfen   *)
Am Balderscheid
Auf der Grube

Dreihausen:

Am Trusch
Am Großacker
Zwester-Ohm-Blick
Lützenwiese
Lindengasse
Alter Ebsdorfer Weg
Erlngasse   *)
Dreihäuser Straße  *)

Ebsdorf:

Häuser Weg
Talweg
Gerichtsweg  *)
Hauptstraße  *)

Hachborn:
Bachstraße
Grabenstraße
Klosterstraße
Ziegelweg
Taubenweg

Straße in der GemeindeHeskem-Mölln:
Auf dem Brunkel
Hohmannsweg
Am Rübenstein  *)

Ilschhausen:
Dorfstraße

Leidenhofen:
Gutenbergstraße
Lutherstraße
Hassenberg/Gutenbergstraße
Zollstock
Weimer Weg   *)

Rauischholzhausen:
Hainweg
Im Paradies
Die Boene (2)
Am Lomberg
Potsdamer Str. (2)
Mühlpfad
Roßdorfer Straße
Teichdamm  *)
Höinger Straße  *)

Roßberg:

Am Dorfrain
Am Loh
Wermertshausen:
Rote Bette
Auf dem Läppchensacker

Wittelsberg:

Am Stengler
Bergblick
Am Buschhorn
Hirtenwiesenstraße  *)

 *) = nachhaltige Sanierung

Bei Straßenneubauten (ehemaliger Straßenbau) bzw. Endausbaumaßnahmen handelt es sich jeweils um größere Projekte, die durch externe Fachingenieurbüros in Abstimmung mit der Gemeinde geplant und ausgeschrieben werden. Die Bauarbeiten werden dann an die Fachfirma vergeben, welche das wirtschaftlichste Angebot vorgelegt hat.

Nachhaltige Sanierungen werden per Einzelauftrag über eine Zeitvertrags-Fachfirma ausgeführt. Auch hierfür hat es ein Ausschreibungsverfahren gegeben und der günstigste Bieter hat den Zuschlag bekommen.

Bei allen Arbeiten an unseren Straßen achtet die Gemeinde darauf, möglichst Synergieeffekte zu erzielen. So werden alle Versorgungsunternehmen vor der geplanten Bauausführung angeschrieben und aufgefordert zu überdenken, ob sie nicht im Zuge der Maßnahme ihr eigenes Netz optimieren bzw. – meist mit Kostenvorteil für beide Seiten – ausbauen wollen.

Hierdurch sollen ärgerliche Aufgrabungen nach einem erfolgten Ausbau verhindert werden, denn eine Reparaturstelle in einer neu ausgebauten Straße sieht nicht nur hässlich aus, sondern ist meist ein Schwachpunkt in Bezug auf die Langlebigkeit (… ist der „Anfang von kaputt“).

Diese Vorgehensweise ist nicht nur die wirtschaftlichste, sondern schont auch die Nerven unserer Anlieger.

Durch Frost-Tau-Wechsel kommt es insbesondere über die Wintermonate immer wieder zur Bildung von Schlaglöchern. Hiervon sind meist ältere Straßen betroffen, die in ihrem Gesamtaufbau noch nicht so stark ausgebaut sind wie unsere neuen Straßen und deren Material über Jahrzehnte bereits ermüdet ist.

Bei Frost-Tau-Wechsel dringt Wasser in die kapillare Struktur der Asphaltschicht ein und gefriert bei Minustemperaturen. Das entstehende Eis dehnt sich aus und schädigt die Bausubstanz. Da sich durch die Wiederholungen des Frost-Tau-Wechsels auch der Baustoff selbst ausdehnt und wieder zusammenzieht, kommt es zu einem sogenannten „Pumpeffekt“. D.H., die Kapillarbildung erhöht sich, die Wasseraufnahmekapazität ebenfalls und die Schädigung beschleunigt sich mit der Anzahl der Frost-Tau-Wechsel, bis letztlich die Homogenität der Bausubstanz völlig zerstört ist und sich ein „Schlagloch“ bildet.

Die Reparatur einzelner Schlaglöcher erfolgt durch die Mitarbeiter unseres Servicehofes, indem eine spezielle Reparaturmasse, die kalt verarbeitet wird, in die Schlaglöcher eingebracht und verdichtet wird.

Besonderes Augenmerk hat unser Personal auch auf:

•Einrichtungen der Straßenentwässerung (mindestens 2 x jährlich werden die Straßenabläufe gereinigt),
•das Schließen von Längs- und Querrissen im Fahrbahnbelag mittels bituminöser Fugenmasse,
•das Anbringen, Erneuern- und Unterhalten von Fahrbahnmarkierungen (z.B. Tempo-Zonen; Parkplatzmarkierungen, Sperrflächen usw.),
•die Ebenheit im Bereich von Einbauten wie Schieber- und Hydrantenkappen, Kanaldeckeln, überdeckten Rinnen, teilweise auch Abdeckungen von Gasleitungen,
•das Instandhalten der Beschilderung,
•die Überwachung von Reparaturaufbrüchen durch externe Versorgungsunternehmen im Hinblick auf die ordnungsgemäße Wiederherstellung,
•die Gehwegoberflächen,
•die Straßenreinigung im Bereich öffentlicher, gemeindlicher Liegenschaften.
•die Unterstützung und Hilfestellung unserer Anlieger bei der Durchführung von Eigenleistungsmodellen.

Zur Erläuterung der Möglichkeiten der „Eigenleistungsmodelle“:

Im Zuge einer kontinuierlichen Verbesserung der Verkehrsflächen überwiegend in den innerörtlichen Lagen, bietet die Gemeinde ihren Bürgern Eigenleistungsprojekte an. Dies funktioniert so, dass entweder die Bürger / Anlieger, die Arbeitsausführung übernehmen und die Gemeinde das Material und die Gerätschaften stellt oder die Mitarbeiter der Gemeinde die komplette Arbeitsausführung übernehmen und die Bürger / Anlieger die Gesamtkosten tragen. Beide Modelle funktionieren seit Jahren gut und mit großem Erfolg.

Zahlreiche Bürger haben bislang dieses Angebot genutzt und so die Gehwege vor Ihren Anwesen erneuert, oft gemeinsam mit Ihren Nachbarn. Die dabei neu mit Verbundsteinpflaster gestalteten Flächen dürften sich auch positiv auf den Gesamteindruck der jeweiligen Immobilie und damit auch auf deren Wert auswirken.

Die Gemeinde bedankt sich an dieser Stelle ausdrücklich bei den Ausführenden, die mit ihrer Initiative und Arbeitsleistung ein positives Signal gegeben haben. Weiterhin sind die Eigenleistungsmodelle bei unseren Bürgern beliebt.

Interessenten können sich unter der Rufnummer 06424-304441 gerne bewerben/anmelden.

Gemeindliche Gehwege in Pflaster auszuführen, anstatt zu asphaltieren, hat neben der besseren Optik auch noch einen praktischen Hintergrund, nämlich, dass bei Verlegung von Versorgungsleitungen keine Flicken in der Oberfläche wie bei Asphaltflächen entstehen!

Insgesamt hat die Gemeinde seit Anfang der neunziger Jahre deutlich mehr als 10 Millionen € in ihre Verkehrswege investiert und dabei die vorstehenden 39 Straßen ausgebaut. Die Anlieger, die vormals teilweise nur durch Schotterpisten erreich bar waren, wissen das zu schätzen.

Wie bei allen bislang hier vorgestellten Bereichen dienen auch die Investitionen in unser Straßennetz dem Substanzerhalt und der Daseinsvorsorge für kommende Generationen.

Der Ebsdorfergrund zählt zurzeit 269 Gemeindestraßen.

Auch in diesem Jahr werden im Gemeindegebiet Straßen ausgebaut.

Dazu gehören:

– der Holzweg
– die Große Gasse unter und mittlerer Teil (beide in Rauischholzhausen)
– Steingarten (in Beltershausen) rechte Seite
– Am Sandberg (in Hachborn)

Die Gemeinde ist dazu übergegangen, die Straßen nachhaltig zu sanieren und nicht nur zu flicken.

In Neubaugebieten werden die Straßen gleich endausgebaut, um den Unterhalt der Baustraßen auf Kosten der Allgemeinheit gering zu halten.

Natürlich dürfte es immer noch ein bisschen mehr sein, grundsätzlich kann aber gesagt werden, dass die Gemeinde Ebsdorfergrund vergleichsweise viel Geld in den Ausbau und Unterhalt ihrer Straßen investiert.

Hierzu kommt die Vorfinanzierung der Umgehungsstraße von Heskem für 4 Millionen Euro bis zum Jahr 2020 dem Land Hessen gegenüber!

 

 

 

 

 

 

 


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