Jahresempfang 2014

Donnerstag, 23. Januar 2014

Zum 09. Mal veranstaltete die Gemeinde Ebsdorfergrund ihren Jahresempfang, der alle zwei Jahre stattfindet und immer unter einem aktuellem Motto steht.

War es in 2012 der „demographische Wandel“, so lag der Schwerpunkt der diesjährigen Veranstaltung auf dem Thema :

Mobilität im Ebsdorfergrund und darüber hinaus“

Bürgermeister Andreas Schulz und Dr. Walter Lohmeier, Hauptgeschäftsführer der IHK Kassel Marburg

Bürgermeister Andreas Schulz und Dr. Walter Lohmeier, Hauptgeschäftsführer der IHK Kassel Marburg

Die Gemeinde Ebsdorfergrund veranstaltet keinen Neujahrsempfang wie andere es tun, zu dem immer wieder dieselben „wichtigen“ Menschen wie Honorationen eingeladen werden, sondern einen Jahresempfang, zu dem alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich willkommen sind.

Und so zog es vergangenen Sonntag rund 200 Besucher ins Schloss nach Rauischholzhausen, um den Vortrag des Festredners  Dr. Walter Lohmeier, Hauptgeschäftsführer der IHK Kassel-Marburg zu hören, der auf Vorschlag von Friedhelm Kemper von der Raiffeisenbank Ebsdorfergrund eG eingeladen wurde.

Das schöne Ambiente des Schlosses sowie das musikalische Rahmenprogramms trugen dazu bei, dass  auch der 9. Jahresempfang zu einer gelungenen Veranstaltung wurde.

Geplante Maßnahmen der Gemeinde in 2014

Gäste beim Jahresempfang 2014„Wir sind gut aufgestellt in das neue Jahr gestartet, – wir bauen weiter Schulden ab, haben mehr Haben als Soll, investieren wie nie zuvor, senken die Grundsteuer A+B, leihen dem Land Hessen Geld für den Bau der Ortsumgehung, schließen Radwegelücken und bauen weiter Straßen aus ,“ so fasste es Bürgermeister Andreas Schulz zusammen, was in 2014 in der Gemeinde umgesetzt werden soll.

Investitionsschwerpunkt sei in diesem Jahr die Dorferneuerung Wittelsberg mit der Einrichtung eines Seniorentreffpunktes für alle.

Das Rahmenprogramm

Das Rahmenprogramm bildete der Gesangverein Liederkranz 1865 Wittelsberg mit der 1. Vorsitzenden Gerlinde Kaletsch und Chorleiter Horst Holzhausen am Klavier.

Liederkranz 1865 Wittelsberg mit der 1. Vorsitzenden Gerlinde Kaletsch und Chorleiter Horst Holzhausen am Klavier.

Liederkranz 1865 Wittelsberg mit der 1. Vorsitzenden Gerlinde Kaletsch und Chorleiter Horst Holzhausen am Klavier.

Das Repertoire reichte von „Sing mit mir“, der deutschen Version von „Can you feel the love tonight“, „Über sieben Brücken musst du gehen“ bis hin zu „Conquest of Paradise“.

Musikalische Darbietungen gab es auch  von David Reuter am Flügel, Jonathan Bier an der Akustikgitarre und Daniel Bier an der E-Gitarre mit den Liedern: „The Scientist“ von Coldplay, „Wer weiß wohin von Johannes Falk“ und Everything changes“ von Staind.

Mobilität im Ebsdorfergrund und darüber hinaus

Höhepunkt der Veranstaltung war auch in diesem Jahr der Festvortrag eines Gastredners, der zu einem besonderen und vor allem einem aktuellen Thema referierte.

„Wir laden Referenten von außerhalb ein, um über den Tellerrand der Gemeinde hinaus zu schauen,“ erläuterte Bürgermeister Andreas Schulz und so kam der diesjährige Redner aus Kassel. Dr. Walter Lohmeier, Geschäftsführer des IHK Kassel Marburg, hielt einen Vortrag zum Thema „Mobilität im Ebsdorfergrund und darüber hinaus“.

„Die Entwicklung des ländlichen Raumes sieht die IHK schon seit Jahren als eine Herausforderung an,“ erklärte Dr. Walter Lohmeier. Ein wichtiges Thema sei dabei „die Mobilität“. Diese betreffe die nicht nur die verkehrlichen Aspekte, sondern gehe weit darüber hinaus.

„Alles, was unsere Wirtschaft im Großen beeinflusst, hängt direkt mit Mobilität zusammen, und das gleiche gilt hinsichtlich der Chancennutzung für den einzelnen konkreten Standort.“

Musikalische Darbietungen gab es auch  von David Reuter am Flügel, Jonathan Bier an der Akustikgitarre und Daniel Bier an der E-Gitarre.

Musikalische Darbietungen gab es auch von David Reuter am Flügel, Jonathan Bier an der Akustikgitarre und Daniel Bier an der E-Gitarre.

Mobilität bedeute,  dass Menschen und Waren Räume überbrücken können, aber auch, Auswahl zu haben, für den Standort  ihrer Investition, für ihre  Berufs- und Arbeitsplatzwahl oder für ihr Konsumverhalten.

„Dienstleister gehen zunehmend in Ballungszentren,“ erklärte Dr. Walter Lohmeier. Um diesem Trend entgegen zu wirken, stellte die IHK in einer Untersuchung fest, dass der wichtigste Standortfaktor für Unternehmen auch die Wirtschaftsfreundlichkeit der jeweiligen Kommune ist. „Hier hat der Ebsdorfergrund exzellente Rahmenbedingungen,“ betonte der IHK Geschäftführer und sprach dem Bürgermeister und der Gemeinde sein Kompliment aus, – für das gute Miteinander welches im Ebsdorfergrund zwischen der Gemeinde und ihren Unternehmern herrscht. Das sei nicht überall so,“ so Dr. Lohmeier und betonte: „Da gibt es Unterschiede.“ Aber auch der Gemeindehaushalt, mit niedriger Gewerbesteuer, dafür für mehr Einkommenssteuer, könne sich sehen lassen.

Zweiwichtiger Standortfaktor sei der rasche Breitbandausbau. „Dieser ist für den ländlichen Raum  überlebensnotwendig.“ Aber auch hier gehen Kreis und Gemeinde einen guten Weg. Von Mai 2014 bis Februar 2015 werden alle Dörfer des Ebsdorfergrundes mit schnellen Internet bis zu 50 Mbit versorgt sein.

Mobilität bedeutet Teilhabe

Neben den baulichen und monetären Maßnahmen in der Gemeinde ist es mir persönlich wichtig,

•den Strukturwandel in den Dörfern,
•die Herausforderungen des Älterwerdens der Bevölkerung,
•die Pflege und den Ausbau des Miteinanders

in den Mittelpunkt der Gemeindepolitik zu rücken,“ erläuterte Bürgermeister Andreas Schulz und zählte auf,  für was sich die Gemeinde einsetzen möchte, um die Mobilität im Ebsdorfergrund zu erhalten und zu verbessern.

Zum einen gehöre der Erhalt aller Zughalte zwischen Marburg und Gießen dazu, genauso wie  das schnelle Internet in allen Dörfern. Mobilität bedeute aber auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Barrierefreiheit für Behinderte.

Im GrundBad wurde dafür auf Initiative der BSG Ebsdorfergrund ein Lifter angeschafft, so dass nun auch Behinderte ins Schwimmbad gehen können.

Ebenso spielt der Ausbau des Rad, – Wander,- und Wirtschaftswegenetzes beim Thema „Mobilität“ eine wichtige Rolle.  In den letzten Jahren wurden 12 Radwegeverbindungen im Ebsdorfergrund geschaffen und auch in Zukunft soll es weiter ausgebaut werden.

„Es gibt viel zu tun, packen wir es weiter an,“ so der Bürgermeister abschließend, bevor es zum inoffiziellen Teil überging, bei dem die Gäste Gelegenheit hatten, bei Kaffee und kalten Getränken miteinander ins  Gespräch zu kommen.

 

 

 


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