Das Radwegenetz im Ebsdorfergrund ist jetzt fast komplett

Donnerstag, 09. Januar 2014

In wenigen Jahren 12 Radwegeverbindungen geschaffen

Schneller als geplant konnten die Radwegelückenschlüsse am „Langen Hessen“ Radweg östlich und westlich von Wittelsberg im Rahmen des derzeit lfd. Flurbereinigungsverfahrens hergestellt werden.
Die Arbeiten werden bis Ende Januar abgeschlossen sein.

Im Frühjahr wird die Gemeinde Ebsdorfergrund ein weiteres Teilstück in der Heskemer Feldflur von der Gemarkungsgrenze Wittelsberg auf einer Länge von rund 400 Metern und einer Breite von 3 Metern neu asphaltieren. Dann ist der 27 km  lange „Lange Hessen Radweg“ im Ebsdorfergrund komplett, freut sich Bürgermeister Andreas Schulz.

Radweg Wittelsberg von Rauischholzhausen her kommendDamit wurde vor allem das ärgerliche Nadelöhr in Wittelsberg von Rauischholzhausen her kommend beseitigt.

Bis vor kurzem mussten die Radfahrer am seitherigen Ausbauende vor der Ortslage auf die gefährliche alte L 3048, weil abschüssige Ortseinfahrt, wechseln. Jetzt steht ein 3,5 Meter breiter ausgebauter Wirtschaftsweg mit Anbindung auf die Straße „Auf dem Sand“ zur Verfügung, den es vorher nur als Grasweg gab. Die Lösung wurde bei Ortsterminen zu Beginn der Dorferneuerung gefunden.

 Im Rahmen der Dorferneuerung Wittelsberg soll mit der Neugestaltung der Hirtenwiesenstraße die Verbindung durch Wittelsberg in der Ortslage geschaffen und neu ausgeschildert werden.


Auf der westlichen Seite von Wittelsberg wurde ebenfalls der Wirtschaftsweg auf einer Breite von 3,5 Metern ausgebaut, und zwar vom Ortseingang Wittelsberg bis zur Gemarkungsgrenze nach Heskem.

125.000,00 Euro haben sich das Land Hessen, der Vorstand der Flurbereinigung und die Gemeinde den Ausbau der Wirtschaftswege auch zur Komplettierung des Radwegenetzes an diesen beiden Stellen kosten lassen.


Wittelsberg nach Heskem Weitere 50.000,00 Euro wird sich die Gemeinde sobald es die Witterung – zulässt die Anbindung über Heskem-Mölln nach Dreihausen kosten lassen, „dann ist der Lange Hessen Radweg durch den Ebsdorfergrund fertig und wir hoffen spätestens dann auch den Bewilligungsbescheid zum Bau des Radweges zwischen Heskem und Beltershausen in den Händen zu haben“, erläutert Bürgermeister Andreas Schulz die weiteren Absichten der Gemeinde.

„Eigentlich“, so sagt er, sei der Bau Sache des Landes Hessen, „aber weil das Land dafür kein Geld hat, die Radwegeverbindung aber notwendig ist, hat Hessen Mobil der Gemeinde geraten einen Antrag auf Förderung (75 %) zu stellen und den Radweg mit 25 % Eigenmitteln selbst zu bauen.


Einen Antrag haben wir schon im September 2012 gestellt.“ Wir sind bereit, dem Land Hessen eine Aufgabe und Kosten abzunehmen und hören nun nichts mehr davon. Das ist auch deshalb ärgerlich, weil die Gemeinde für die Antragstellung bereits eine Baugrunduntersuchung im Wert von 2.284,80 Euro durchführen lassen musste.

Jetzt hofft der Bürgermeister auf eine Bewilligung in 2014. 295.000 Euro soll dieses Radwegeprojekt kosten. Die Förderung i.H.v. 221.200 Euro des Landes kommen aus Bundesmitteln.
Ein weiterer Grund warum die Gemeindeverantwortlichen die 16-monatige Wartezeit auf den Bescheid nicht verstehen können.

Immerhin will die Gemeinde 73.800 Euro beisteuern. „Wenn wir schon die Aufgaben des Landes übernehmen, sollte das Land wenigstens zeitnah die Fördermittel des Bundes an uns weiterleiten“, macht der Bürgermeister Druck und berichtet, dass die Trasse feststeht, das Eigentum und das Baurecht geschaffen ist.

Heskem nach Beltershausen-Frauenberg
Wenn auch der Radwegelückenschluss von Heskem nach Beltershausen gebaut ist, dann fehlt nur noch der Radwegelückenschluss von Dreihausen nach Roßberg.

Für den ist das Land allerdings komplett alleine zuständig.
Wenn alles fertig ist sind im Ebsdorfergrund in wenigen Jahren 12 Radwegeverbindungen geschaffen worden. 3 davon verbinden die Gemeinde mit den Nachbarkommunen Rabenau, Marburg und Fronhausen und binden den „Grund“ hervorragend an das überörtliche Radwegenetz an.
Der Freizeitwert für die eigene Bevölkerung aber auch für Förderung des sanften Tourismus hat dabei stets zugenommen.


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