Maßnahmen für den Gewässerschutz

Montag, 30. September 2013

Umfangreiches Bauzeiten – und Finanzierungsprogramm für Abwasseranlagen bald vollständig abgearbeitet

Bauarbeiten Gießener StraßeIn den letzten 18 Jahren wurden im Bereich „Abwasser“ insgesamt rund 20 Millionen Euro investiert (Bau von Regenentlastungsanlagen, Ausbau von Kläranlagen, Durchführung der Eigenkontrollverordnung und anschließende Kanalsanierung).

Zurzeit laufen zwei weitere Maßnahmen, – die Sanierung des R 23 im Bächeweg in Hachborn und des R 15 in der Gießener Straße in Heskem – Mölln.

Nach Fertigstellung dieser beiden Projekte hat die Gemeinde Ebsdorfergrund dann lediglich noch einen Regenüberlauf bis zum Sommer 2014 zu sanieren.

Dann ist ein umfangreiches Bauzeiten- und Finanzierungsprogramm für Abwasseranlagen abgearbeitet worden, und eine wahre „Herkulesaufgabe“ ist erledigt.

Sanierung „R23“ Hachborn Bächeweg

Der Drosselabfluss vom Regenüberlauf R 23 muss von 15 l/s auf 55 l/s erhöht werden.
Die Erhöhung wurde aufgrund der aktuellen Schmutzfrachtsimulationsberechnung (SMUSI) nötig, da am R 23 ansonsten zu viel Schmutzfracht in den Vorfluter abgegeben wird.

Der „R23“ erhält einen größeren Durchmesser (DN400) der Drosselstrecke und kann dann im Regenfall mehr Schmutzwasservolumen zur Kläranlage Hachborn weiterleiten, als bislang über die alte Leitung (DN150).
Die bauausführende Firma ist die Firma Jakob Weigel.

Die Baukosten für die Anpassung des „R23“ in Hachborn am Bächeweg belaufen sich auf rund 150.000,- € brutto inkl. Ing. Kosten.

Sanierung „R15“ Heskem-Mölln, Gießener Straße

Bauarbeiten am BächwegDer „R15“ in der Gießener Straße in Heskem- Mölln erhält einen Drosselschacht, der den Drosselabfluss von 18l/s auf 80l/s erhöht. Die Drosselstrecke wird ausgetauscht.

Auf einer Länge von rurnd 60 Meter werden die Kanalrohre der Drosselstrecke von DN 150 auf DN 300 größer dimensioniert, um den Abfluss von 80l/s zu ermöglichen.

Die Baukosten für die Anpassung des „R15“ belaufen sich auf rund 140.000,- € brutto inkl. Ingenieurkosten. Die bauausführende Firma ist die Firma Heinrich Geissler GmbH & Co. KG aus Kirchhain.
Die Bauzeit beträgt rund 30 Tage. Bis Ende Oktober bleibt die Gießener Straße gesperrt.

Eine Besonderheit besteht bei dieser Maßnahme darin, dass in der Gießener Straße der hier in Betonrahmenelementen geführte „Gäulsbach“ gequert werden muss.

Hierzu ist neben der erforderlichen „Wasserhaltung“ das Heraustrennen von Betonfertigteilen aus dem Verbund und die spätere Wiederherstellung dieser unterirdischen Gewässerführung notwendig.

Die Gemeinde Ebsdorfergrund hat in den letzten 2 Jahrzehnten in mehreren Abschnitten die Zwester-Ohm renaturiert und damit die Gewässerqualität entscheidend verbessert.
Die Baumaßnahme am Kanalnetz dient letztlich ebenfalls dem Gewässerschutz, da nach erfolgter Ausführung bei entsprechenden, starken Regenereignissen deutlich weniger Schmutzfracht das Gewässer belastet als bisher.

Diese Maßnahmen kommen allen Lebewesen, vor allem in der Zwester Ohm und dem Wittelsberger Bach zu Gute.

 


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