99 Luftballons gehen zum Abschluss auf Reise

Dienstag, 11. Juni 2013

Kindergarten Rauischholzhausen feierte sein 30-jähriges Standortjubiläum

Mit Beginn dieses Jahres schlüpfte der kirchliche Kindergarten von Rauischholzhausen unter gemeindliche „Fittiche“.  Diese „Rettung“ sowie ein Jubiläum gaben Anlass für ein  Sommerfest mit buntem Programm.  Kinder und Eltern erlebten einen Samstagnachmittag wie aus dem Bilderbuch. 

Seit 118 Jahren können in Rauischholzhausen Kinder einen Kindergarten besuchen. Eine lange Zeit mit unterschiedlichen Stationen. Am jetzigen Standort im „Kreuzweg“ wurde die Einrichtung 1983 eingeweiht. Diese letzten dreißig Jahre Kindergartengeschichte gaben den Anlass für das Fest am Samstagnachmittag.

Aber auch unabhängig von diesem besonderen Grund habe man ein Sommerfest für die Kinder ausrichten wollen, erzählte die Kindergartenleiterin Anina Ladberg. Sie hat das Ruder hier am 1. Januar 2013 übernommen. Ein geschichtsträchtiger Termin, denn mit diesem Datum wechselte der Kindergarten auch seine Trägerschaft. Die bislang kirchliche Einrichtung ging in die Hände der Gemeinde.

In seiner Begrüßungsrede sagte Gastgeber Bürgermeister Andreas Schulz: „Ich bin froh, dass es uns gemeinsam gelungen ist, dass die politische Gemeinde jetzt Träger ist, weil sonst in Rauischholzhausen kein Kindergarten mehr wäre.“
Rauischholzhausens Pfarrer Dr. Egbert Schlarb erzählte über die Gründe für die Abgabe der Einrichtung. Mit Blick auf vierzehn zurückliegende Jahre der Verantwortung sagte er, dass es eine schwere Zeit und keine leichte Aufgabe gewesen sei den Kindern, Eltern, dem Mitträger und dem Personal gerecht zu werden. Er führte weiter aus, dass diese gewachsene Aufgabe der Kirchengemeinde in der heutigen Zeit schwer zu schaffen sei. „Die Einheiten sind zu klein und nicht mehr zeitgemäß“, meinte Schlarb.

Für ihn wurde mit der Übertragung eine Lösung gefunden, die vieles einfacher macht. Auch schließt sie das christliche Angebot nicht aus. Die Religionspädagogik wurde nämlich als freiwilliges Angebot vertraglich vereinbart.
„Der Kindergarten läuft rund“, lobte die Heike Schick, die Koordinatorin der Gemeinde für die Kindergärten und Kinderkrippen die Einrichtung. „Seit Januar sind wir zu einem Team gewachsen und es hat sich sehr viel an Dynamik ergeben“, sagte Ladberg.

Besonders bei der Vorbereitung und Ausführung des Festes habe irgendwie jeder mit angefasst. „Ich bin ganz fasziniert“, freute sich die Leiterin. Geboten wurde an dem Nachmittag, der von Bilderbuchwetter beschenkt war eine ganz Menge. Die fünfzig Kinder des zweigruppigen Kindergartens präsentierten ihren begeisternd applaudierenden Eltern und Großeltern ein buntes Programm, etwa mit dem Singen von „Sonnenkäferlied“ oder „Das Auto von Lucio“ sowie dem Vortrag vom „Feuergedicht“.

Eine kleine Choreographie auf das Lied „99 Luftballons“ tanzten die Maxikinder.
Diesen Song hatte man ganz bewusst ausgewählt, weil er 1983, im Jahr des Kindegartenbaus die Charts stürmte. Mit diesem Lied verabschiedete sich auch die Veranstaltung, bei der alte Spielklassiker wie Eierlauf, Dosenwerfen, Schubkarrenrennen oder auch ein kühler Eiskaffee den Nachmittag kurzweilig machten.  Dazu stiegen 99 heliumgefüllte und mit Karten bestückte Luftballons über dem Kindergarten auf, um in die Ferne zu fliegen.
Ein mehr als gelungenes Kinderfest ging damit zu Ende, war man sich einig.

 

 


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