Sonnenscheingemeinde hat jetzt auch eine Sonnenschule

Montag, 03. Juni 2013

 Vize-Landrat verleiht Urkunde in Hachborn

Gemeinschaft leben, sich gegenseitig tragen und unterstützen, ist Kern der schulischen Arbeit in Hachborn. Der Name „Sonnenschule“ soll dieser Schwerpunktsetzung Ausdruck verleihen.

Der Erste Kreisbeigeordnete und Schuldezernent Dr. Carsten McGovern überreichte Schulleiterin Karin Ewert die Namensurkunde mit der der der Grundschule der Name „Sonnenschule“ verliehen wurde.

Die Hachborner Grundschule hatte Grund zur Freude. Ihr Vorschlag für einen Schulnamen wurde vom Kreistag genehmigt. Dieses Ereignis feierte man am 25. Mai mit einem Sommerfest, zu dem alle Schülerinnen und Schüler sowie Eltern, Großeltern und Ehrengäste gekommen waren. Die Namensurkunde, die die Namensverleihung besiegelte, überreichte der Erste Kreisbeigeordnete und Schuldezernent Dr. Carsten McGovern.

Er betonte, dass die Argumentation für den Namen „Sonnenschule“ die Gremien überzeugt habe. Das verwundert nicht, denn er wurde nach langer Suche und aus voller Überzeugung vorgeschlagen. Schulleiterin Karin Ewert erinnerte sich, dass der jetzigen Entscheidung ein langer Findungsprozess vorausgegangen war. „Vor rund zehn Jahren haben wir den ersten Anlauf genommen“, erzählte Ewert im Gespräch. Weit über hundert Namen – von Lindenschule bis Villa Kunterbunt – wurden von den Kindern und der Elternschaft als Vorschläge eingereicht. Keiner überzeugte so, dass alle Gremien zustimmten. Nach der anfänglichen Euphorie pausierte das  Vorhaben erst einmal.

Im Hinterkopf sei der Wunsch allerding weiterhin präsent gewesen, betonte Ewert. Oft lösen sich Fragen ganz unverhofft. So war es dann auch mit dem Schulnamen. Vor etwa zwei Jahren erwachte das Thema in einem ganz anderen Zusammenhang aus seinem Dornröschenschlaf.   Alexandra Schüssler, eine der Lehrerinnen stellte ihren Kolleginnen als Unterrichtsmaterial das  Buch mit dem Titel „Wie die Sonne ins Land Malon kam“, vor.

In der Geschichte bringt die Sonne, den bislang sonnenlos lebenden Bürgern von Malon Wärme, Helligkeit und vor allem Gemeinschaft. Das sei wie eine Eingebung gewesen, erinnerte sich Ewert. „Im Kollegium waren wir uns gleich einig, dass damit unser schulischer Leitgedanke ausgedrückt wird“, so die Schulleiterin. Dieser wurde anhand dieser literarischen Vorgabe entwickelt und lautet: „Wenn viele ihr Licht zusammenstellen, dann geht die Sonne auf“.

Der Name „Sonnenschule Hachborn“ lag damit auf der Hand.  Zurzeit werden in Hachborn 39 Kinder in zwei Kombinationsklassen unterrichtet. Größten Wert legt man auf ein vielfältiges Miteinander und eine gute Gemeinschaft. Zu den Argumenten, die auch den Kreistag überzeugt hatten, zählten das altersgemischte unterrichten, das die unterschiedlichen Kompetenzen der Kinder nutzt, Patenschaften zwischen den Klassen oder etablierte Helfersysteme. Auch die Lehrkräfte setzen auf Gemeinschaft durch Teamteaching und kollegiale Supervision sowie eine gute Zusammenarbeit mit den anderen Grundschulen im Schulverbund Ebsdorfergrund.

„Der Gedanke, die Gemeinschaft zu stärken und Konflikte gemeinschaftlich zu lösen, gefällt uns gut“, betonte McGovern. Zudem fand er: „Es ist gut, dass wir die Sonne und die Schulen haben, bei beiden ist allerdings auch das richtige Maß wichtig.“ Ebsdorfergrunds Bürgermeister Andreas Schulz gratulierte zu dem zur Sonnenscheingemeinde passenden Schulnamen.
Er betonte, dass im Sinne des guten Miteinanders auch das gemeinsam zuständig fühlen weiterhin Bestand haben solle. Dass mit „Sonnenschule“ in der Tat der perfekte Name gefunden wurde, festigten weitere Gründe. „Es ist eine Schule, auf die aus jeder Himmelsrichtung, also den ganzen Tag die Sonne fällt“, bemerkte die ehemalige Schulleiterin Hildegard Bachmann.

Sonnenschule passe auch, weil sie die Nachbarin der Regenbogenschule in Ebsdorf sowie die südlichste Schule in der Sonnenscheingemeinde sei, gab Ewert zu bedenken. Überhaupt sei es etwas ganz besonderes von nun an einen Namen tragen zu dürfen, betonten  Schülerinnen und Schüler beim offiziellen Teil des Festes. Zu dessen Kurzweil trugen die Klassen mit Sketch und Gesang bei.

Zum Sommerfest wechselte die Veranstaltung dann mit einem vielfältigen Spielangebot auf dem Schulgelände. Dieses endete mit dem leidenschaftlichen Singen der Schulhymne, die auf den neuen Namen bereits umgeschrieben war.


Die Grundschüler von Hachborn singen aus voller Inbrunst zum Abschluss des Sommerfestes ihre Schulhymne, die nun auf „Sonnenschule“ lautet. Die roten T-shirts mit dem Aufdruck Sonnenschule hatten die Firmen Print Service und das Busunternehmen Daniel Wagner gestiftet.


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